Unruhen in der US-Automobilindustrie veranlassten Devisenhändler sich bei Dollar und Yen in Safe-Hafen-Positionen zu begeben. Des Weiteren trugen Verluste an den Aktienmärkten zu schwindendem Vertrauen in die Weltwirtschaft und zu geringerer Risikofreudigkeit bei.

Der Dollar stieg im Vergleich zum EUR um 0,2%, da schwächer als erwartete Daten aus der Eurozone über Industrieaufträge und deutsche Inflationsrate das Vertrauen von Investoren etwas ankratzte und sie beim Safe-Hafen-Dollar Zuflucht nehmen ließ. Die EZB steht unter Druck es der US-Notenbank gleichzutun was das Aufkaufen von Staatsanleihen betrifft, gemeinhin Lockerung der Geldmarktpolitik genannt. Neben den Erwartungen, dass die EZB den Leitzinssatz um einen halben Prozentpunkt auf ein neues Rekordtief von 1,0% senken wird, ist man am Markt sehr gespannt darauf wie weit die EZB den anderen Zentralbanken, wie beispielsweise der US-Notenbank, beim Ergreifen unkonventioneller Schritte zur Belebung der Wirtschaftslage, folgen wird.

Der Dollar hat zunehmend an Stärke zugelegt nachdem die sich erholenden US Aktienmärkte dazu beitrugen den dramatischen Kursrückgang der vergangenen Woche noch zu verstärken. Zum Ende dieser Woche werden eine ganze Anzahl von Wirtschaftsdaten, die heute bekannt gegeben werden, Händlern ausreichend Gelegenheit geben dem Markt, bei einer sehr viel höheren Volatilität als normal, beizutreten.

Viele Devisenhändler müssen blind gewesen sein, um nicht die heftige Volatilität bemerkt zu haben die sich bei der bedeutendsten Währungspaarung der Welt, dem EUR/USD, in der letzten Zeit ergeben hat. Dieses Tauziehen zwischen den beiden größten Welt-Währungen entstand, da beide Seiten aggressive Schritte unternommen haben um die Rezession zu bekämpfen. Während in den USA weiter positive Wirtschaftsnachrichten veröffentlicht werden und die Eurozone Überlegungen anstellt, ähnliche Schritte wie die USA zu unternehmen, wird sich die heftige Volatilität dieser Paarung zweifelsohne bis weit in die kommende Woche fortsetzen.

Nachdem der gestrige Handel relativ ruhig verlief ist der heutige angefüllt mit wichtigen Wirtschaftsnachrichten, die große Auswirkungen haben dürften und somit heftige Volatilität in den Markt bringen. FOREXYARD empfiehlt seinen Händlern aus der Vielfalt der Publikationen insbesondere den deutschen IFO Geschäftsklimaindex, die US Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter, die US Neubauverkäufe sowie die US Rohöllagerbestände im Auge zu behalten.

Die Bekanntgabe einer Lockerung der Geldmarktpolitik durch die US-Notenbank verursachte einen dramatischen Einbruch des Dollarkurses im Vergleich zu den Haupt-Währungen. Händler sollten sich darauf einstellen bei den großen Kursangleichungen Kompromisse eingehen zu müssen, da Prognosen kurzfristig weitere Schwäche bei den Dollar-dominierten Paarungen vorhersehen.

Für heute ist für 16:00 MGZ eine Rede des US-Notenbank-Chefs Ben Bernanke vorgesehen. Ganz gleich was der Inhalt dieser Rede sein wird, der Kurs des Dollar wird sehr wahrscheinlich mit großer Volatilität darauf reagieren.

Investoren wandten sich gestern fluchtartig vom Dollar ab, nachdem die US-Notenbank eine Lockerung der Geldmarktpolitik - was auf das Drucken von neuem Geld hinausläuft - bekannt gab, um damit der US-Wirtschaft hoffentlich bis Anfang kommenden Jahres wieder auf die Beine zu helfen. Nach solch einem drastischen Kursverlust haben Händler nunmehr die Gelegenheit eine neue Handelsspanne für den USD auszuloten und werden das wohl auch für den Rest dieser Woche tun. Sobald er sich jedoch stabilisiert hat dürfte der USD durchaus wieder im Wert steigen und in den kommenden Wochen auch wieder seinen Safe-Hafen-Status zurückerlangen.

Technische Korrekturen beeinflussen weiterhin die führenden Währungen, während sowohl EUR als auch GBP in jüngster Zeit an Stärke im Vergleich zum Dollar zugelegt haben. Das könnte sich heute ändern, da um 18:15 MGZ der neue US-Leitzins bekannt gegeben wird. Allerdings wird davon ausgegangen, dass er unverändert bei 0,25% belassen wird. Sollte es dennoch zu einer Änderung kommen dürfte das den Markt in Aufruhr versetzen, und Devisenhändler sollten gegebenenfalls darauf vorbereitet sein.

Der Kurs der europäischen Währung könnte weiter steigen, nachdem Deutschland weitere US-Konjunkturpläne, die der Weltwirtschaft helfen sollen aus der Rezession zu gelangen, zurückgewiesen hat. Die Tatsache, dass die Nationen der Eurozone sich weigern neuerliche Verpflichtungen für erweiterte Ausgaben einzugehen, sollte zu mehr Investitionen in Europa ermutigen und folglich dem EUR Auftrieb verleihen.

Nachdem er in den vergangenen Wochen konstant rückläufig war handelt der USD derzeit bei über 1,29 im Vergleich zum EUR und bei über 1,40 zum GBP. Am kommenden Mittwoch um 18:15 MGZ wird seitens der US-Notenbank eine Bekanntmachung erwartet, und es wird allgemein angenommen, dass der Leitzinssatz von 0,25% beibehalten wird. Jedoch kann Bernankes Rede von gestern dahingehend gedeutet werden, dass Zinssatzerhöhungen nicht länger tabu sind. Solch eine Entscheidung könnte allerdings großes Chaos unter den führenden Währungen verursachen, und Devisenhändler sollten entsprechend gewappnet sein.

Die Finanzminister und Zentralbank-Chefs der 20 führenden Industrienationen beginnen heute auf ihrem Wirtschaftsgipfel mit den Besprechungen, bei denen eine Reihe von Themen bezüglich der jüngsten wirtschaftlichen Entwicklung angesprochen werden. Diese Treffen, was Tage dauern kann, wird einen direkten Einfluss auf den Markt haben, doch werden die Entscheidungen die während des Gipfels gefällt werden erfahrungsgemäß erst zu einem späteren Zeitpunkt in die Tat umgesetzt. Nichtsdestotrotz sollten Devisenhändler auf Äußerungen bezüglich Konjunkturpläne und Leitzinssenkungen achten, da diese Aufschluss über zukünftige währungspolitische Entscheidungen der Zentralbanker vermitteln können.

Da heute nur wenige wirtschaftliche Indikatoren veröffentlicht werden richten sich aller Augen auf die neuseeländische Notenbank, die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ), von der erwartet wird, dass sie ihren Leitzinssatz um 50 Basispunkte senken wird. Neuseeland hat derzeit noch einen der höchsten Leitzinssätze weltweit, doch da die Rezession inzwischen so gut wie jede größere Volkswirtschaft befallen hat, wird der Abstand zwischen den einzelnen Zinssätzen nach und nach verringert, was auch die Währungen der jeweiligen Länder schwächt.

Der Dollarkurs wird heute, während und nach der für 13:30 MGZ vorgesehenen Rede des US-Notenbank-Präsidenten Ben Bernanke, voraussichtlich große Volatilität zeigen. Derweil wird Devisenhändlern empfohlen ihre Handelspositionen einzunehmen, da eine ganze Anzahl von Wirtschaftsdaten aus Japan, Großbritannien und der Eurozone die Haupt-Währungskreuze des Dollar sehr wahrscheinlich beeinflussen werden.

Der Dollar dürfte sich diese Woche wieder als die dominierende Währung erweisen, da die Bankenkrise sich wieder voll ins Bewusstsein drängt. Der Einbruch von Bankaktien und die steigenden Rohölpreise könnten dem Dollar schaden, da Händler gegen ihn setzen.

Da in den USA für heute die Veröffentlichung negativer Wirtschaftsdaten, wie beispielsweise die neuen Arbeitslosenzahlen, die um 13:30 MGZ bekannt gegeben werden sollen, erwartet werden, gehen Analysten davon aus, dass der Kurs des Dollar, im Vergleich zu seinen Haupt-Währungspartnern, weiter fallen wird. Derweil wird Devisenhändlern geraten sich die Markt-Volatilität zunutze zu machen, während sich der Handel für diese Woche seinem Ende zu neigt.

Eines der wichtigsten Ereignisse für Devisenhändler sind die Entscheidungen der Zentralbanken was den Leitzinssatz betrifft. Heute wird nicht nur von einer sondern gar zwei Zentralbanken der Zinssatz höchstwahrscheinlich um 50 Basispunkte gesenkt. Sowohl die Europäische Zentralbank (EZB) als auch die Bank of England (BoE) werden gegen Mittag (MGZ) die Senkungen bekannt geben, was zu einer allgemeinen Abwertung des EUR und des GBP führen dürfte. Das wird heute zweifelsohne der Marktbestimmende Faktor sein.

Entscheidungen bezüglich europäischer Leitzinssenkungen, die für morgen seitens der EZB und der BoE erwartet werden, schlagen sich erfahrungsgemäß schon ein bis zwei Tage vorher im Kursgestaltungsverhalten der Händler nieder. Demzufolge dürften wir heute einen weiteren Rückgang des EUR erleben, da die meisten Händler sich nahezu 100% sicher sind, dass die EZB morgen Mittag den Leitzinssatz um 50 Basispunkte senken wird. Diese Schwäche des EUR dürfte sich heute durch den gesamten Handel hinziehen.

Die Annahme, dass die US-Regierung der American International Group (AIG) mit weiteren $30 Mrd. aushelfen werde ließ den Kurs des USD, verglichen mit seinen Haupt-Währungspartnern, auf den höchsten Wert seit 2 Jahren ansteigen und fachte Sicherheitsaufkäufe des Dollar an. Durch die jüngsten Zugewinne hat der USD ein Momentum erhalten, von dem viele annehmen, dass es den ganzen März über andauern werde.

Auf den Rücken der sich abschwächenden Weltwirtschaft kann der Dollar kräftig zulegen. Während die Aktienmärkte ihr rückläufiges Momentum fortsetzten zeigte der Dollar beachtliche Stärke. Der Trend vorzugsweise den Dollar statt anderer Währungen zu kaufen könnte sich diese Woche fortsetzen, da die Weltwirtschaft weiterhin leidet und der Grad an Risikovermeidung sehr hoch bleibt.