2009-03-27
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollarkurs-Erholung setzt sich fort
Der Dollar stieg gestern im Vergleich zu den meisten seiner Währungsrivalen während riskantere Währungen bei Anlegern in Ungnade fielen. Trotz der Gewinne an den US Aktienmärkten machte der Dollar Boden gut, da die Wahrscheinlichkeit weiterer europäischer Leitzinssenkungen drohend über den Währungsmärkten schwebte. Zum Ende des Handels am Donnerstag hatte sich beim EUR/USD-Kurs, trotz großer Volatilität den ganzen Tag über, nur wenig geändert. Der USD/JPY-Kurs schloss im Plus bei 98,32 gegenüber Vorwert von 97,77. Zum britischen Pfund Sterling schloss der Dollar ebenfalls im Plus bei 1,4481 gegenüber Vorwert von 1,4585.
Der dramatische Ausverkauf des Dollar scheint ein wenig nachgelassen zu haben, da der gestrige Handel von reduziertem Marktrisiko und zukünftigen Leitzinssätzen geprägt war. Vergangene Woche wurde der Dollar noch kräftig verkauft, was durch die Bekanntgabe der Lockerung der Geldmarktpolitik, seitens der US-Notenbank ausgelöst wurde. Langsam kehrt jedoch der Devisenmarkt zu einem relativ normalen Handelsverhalten zurück, da Händler keinen Sinn darin sehen, angesichts des wirtschaftlichen Niedergangs Risiken bei höheren Ertrag abwerfenden Währungen einzugehen.
Der heutige Handel dürfte geprägt sein von einer Anzahl Wirtschaftsindikatoren rund um Konsumausgaben und Verbraucherverhalten. Erwartet werden heute die Zahlen für Verbraucherausgaben und der revidierte Gesamtindex zur Wirtschafts- und Verbraucherstimmung für die Eurozone. Besser als erwartete Ergebnisse bei diesen Daten dürften dem Dollar einen weiteren Schub verleihen, während die Währung weiterhin auf dem Weg ist die Verluste der vergangenen Woche wieder wettzumachen. Es steht zu erwarten, dass der EUR/USD-Kurs heute unter den Wert von 1,3500 fallen dürfte.
EUR – EUR bereit für weitere Leitzinssenkung
Der EUR erzielte gestern gemischte Ergebnisse, da der Markt bereits beginnt die europäische Währung im Licht einer neuerlichen Leitzinssenkung zu sehen. Verglichen zum Dollar verzeichnete der EUR einen leichten Rückgang, während er zu den anderen Währungs-Kreuzen durchweg anstieg. So schloss der EUR/JPY-Kurs im Plus bei 133,41 gegenüber Vorwert von 132,67 und der EUR/GBP-Kurs bei 0,9368 gegenüber 0,9301.
Marktteilnehmer bereiten sich bereits darauf vor die Kurse eingedenk einer neuerlichen Leitzinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB) festzulegen. In der kommenden Woche wird sich die EZB zusammensetzen um zu beraten, ob der Leitzinssatz einer neuerlichen Senkung vom gegenwärtigen Satz von 1,5% bedarf. Ein Politiker der sich in dieser Angelegenheit bereits zu Wort gemeldet hat ist der britische Premierminister Gordon Brown. Während einer Pressekonferenz sagte Brown, er erwarte, dass der europäische Leitzins unter seinen derzeitigen Satz gesenkt werde. Vielleicht mangelt es Premierminister Brown aus nahe liegenden Gründen ja an EUR.
Händler sollten heute ihre Aufmerksamkeit auf einige wichtige Wirtschaftspublikationen aus der Eurozone und aus Großbritannien richten. Aus Europa erwarten wir die Zahlen für den Auftragseingang in der Industrie. Hier werden schlechtere Zahlen prognostiziert, die verdeutlichen wie schwer die Rezession ist, die Europa im Griff hat. Aus Großbritannien werden die Zahlen der Leistungsbilanz erwartet. Diese könnten das Potential in sich tragen den Markt zu überraschen. Besser als erwartete Ergebnisse könnten beim heutigen Handel dem GBP im Vergleich zum EUR ein wenig Auftrieb verleihen.
JPY – Yen wohlmöglich von neuem Widerstands-Level
Der Yen verlor beim gestrigen Handel im Vergleich zum Dollar, jedoch begann sich der Trend heute beim frühen japanischen Handel umzukehren. Jüngste Gewinne an den Aktienmärkten haben sich für den Yen als ärgerlich herausgestellt. Die japanische Währung wurde schon immer als Safe-Hafen-Anlage angesehen, doch jüngste Verschiebungen bei den Safe-Hafen-Währungen waren dem Yen nicht freundlich gestimmt. Schuld daran ist möglicherweise die zugrunde liegende Schwäche der japanischen Wirtschaft und der rapide Niedergang des Exportgeschäfts des Landes.
Der Yen rutschte verglichen zum Dollar auf 98,32 gegenüber Vorwert von 97,77. Zum britischen Pfund Sterling schloss der JPY leicht im Plus bei 142,40 gegenüber 142,63. Den bemerkenswertesten Verlust verzeichnete der JPY zum EUR, wo der EUR/JPY-Kurs um 74 Pips im Plus bei 133,41 schloss. Das Haushaltsjahr in Japan kommt Ende März zum Ende. Im neuen Jahr könnten wir durchaus einen Kurs von 100,00 Yen zum US-Dollar auf uns zukommen sehen. Dieser Widerstands-Level ist von großer Wichtigkeit, da der USD/JPY-Kurs seit Anfang November diesen Wert nicht wieder erreicht hat.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Das typische Range Trading auf dem 4-Stunden-Chart setzt sich fort. Beide, RSI und Slow Stochastic auf dem Stunden-Chart bewegen sich im neutralen Bereich. Der RSI auf dem Tages-Chart bewegt sich jedoch bereits im überkauften Bereich, was anzeigt, dass in nächster Zukunft eine rückläufige Korrektur bevorsteht. Sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
GBP/USD
Der zinsbullische Trend verliert an Kraft und die Paarung scheint sich um den Wert von 1,4480 zu konsolidieren. Der RSI auf dem 4-Stunden-Chart bewegt sich jedoch bereits im überkauften Bereich, was anzeigt, dass der jüngste Aufwärtstrend an Kraft verliert und eine rückläufige Korrektur bevorsteht. Sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
USD/JPY
Das Stunden-Chart zeigt gemischte Signale und sein RSI bewegt sich im neutralen Bereich. Auf dem Slow Stochastic des Tages-Chart bildet sich jedoch ein rückläufiges Cross, was bedeutet, dass in nächster Zukunft eine rückläufige Korrektur stattfinden könnte. In diesem Fall sollten Händler erst einsteigen nachdem die Grenze der Handelsspanne überwunden ist.
USD/CHF
Der Kurs dieser Paarung scheint sich beim RSI auf dem Tages-Chart im überverkauften Bereich zu bewegen, was besagt, dass eine Aufwärtskorrektur bevorsteht. Die Aufwärtsrichtung des Momentum Oszillators auf dem 4-Stunden-Chart bestätigt diese Annahme. Sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.


