2010-03-03
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen - aktuelle Meldungen
USD - USD fällt aufgrund Ausblick auf Leitzinserhöhung
Den USD brachten in erster Linie die gestern angekündigten neuen Sparmaßnahmen für Griechenland unter Druck. Insbesondere gegenüber CAD und AUD wertete der USD im Laufe des Handelstages nach der Leitzinserhöhungen der Australischen Zentralbank sowie einer zinsbullisch geprägten Stellungnahme seitens der Kanadischen Zentralbank zusätzlich ab. Die Australische Notenbank RBA erhöhte ihren Leitzins zum vierten Mal in Folge - dieses Mal von 3,75% auf 4%. Die Kanadische Notenbank beließ ihren Zinssatz unverändert, jedoch vermuten die Marktteilnehmer nach der äußerst zinsbullisch geprägten Stellungnahme seitens der kanadischen Währungshüter hier ebenfalls eine baldige Anhebung.
Der Dollar-Index fiel im Nordamerikanischen Handel bis auf 80,512, von zuvor 80,753 im späten Montagshandel. Der Australische Dollar kletterte um 0,4% auf 90,36 pro US-Cents, während der US-Dollar um -0,5% gegen Japans Yen auf 88,77 Yen abwertete.
Anleger sollten heute folgende US-Veröffentlichungen nicht aus den Augen verlieren: 16:00 Uhr ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe für (Februar) und 14:15 Uhr ADP-Arbeitsmarktbericht der Beschäftigung im privaten Sektor (Februar). Voraussichtlich steht der Dollar-Kurs bis zum Ende der Handelswoche noch unter dem Einfluss der nächsten Entwicklungen im Zusammenhang mit der Griechenland-Krise sowie Fundamentaldaten aus den USA.
EUR - Erwartete Sparmaßnahme Griechenlands stützt EUR
Der EUR erholte sich gestern von seinem 9-Monatstief gegen den USD, nachdem Griechenlands Ministerpräsident Papandreou die Notwendigkeit von Sparmaßnahmen für sein Land gestern betonte. Die griechische Regierung kommt heute zu einer Krisensitzung zusammen. Dabei will Papandreou die Euro-Partner mit einem neuen Plan überzeugen. Noch vor dem Stichtag am 16. März erfolgt die Ankündigung zur Einsparung der Staatsausgaben in Höhe von 4,8 Milliarden Euro ($6,5 Mrd.).
Der EUR kletterte zu früher Handelsstunde auf $1,3633 von zuvor $1,3615 im gestrigen New Yorker Handel, nachdem das Tagestief mit $1,3436 ausgegeben wurde, dem niedrigsten Stand seit dem 18 Mai. Des Weiteren handelte der EUR bei 120,82 Yen von zuvor 120,96 Yen. Das Pfund Sterling konnte einige Kursverluste am Dienstag ausgleichen und handelt aktuell bei 1,5052 USD. Aufgrund einer Wahlprognose verzeichnete Großbritanniens Währung am Montag heftige Kursverluste.
Abgesehen von den nächsten Entwicklungen in Griechenland, sollten Händler den für 10:30 Uhr erwarteten GB-Einkaufsmanagerindex (nicht-verarbeitendes Gewerbe) für den Monat Februar gut beobachten. Sollten das Ergebnis über den Erwartungen der Experten liegen, könnte das Pfund Sterling weitere Unterstützung erfahren.
JPY - JPY auf 11-Wochenhoch gegen USD
Japans Yen erreichte am Dienstag aufgrund aufkommender Spekulationen um Unternehmensgewinne in Japan in diesem Monat ein neues 11-Wochenhoch gegen den US-Dollar und das noch vor dem Ende des japanischen Finanzjahres, das am 31. März endet. Der Yen wertete entsprechend gegen 14 Hauptwährungen auf.
Angesichts der neuen steuerpolitischen Bestimmungen in Japan sind Unternehmen von Steuern für Gewinnrückführungen freigestellt. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die JPY-Stärke anhalten wird und Anleger zunächst weiterhin in japanische Yen investieren.
Ausgewählte Forex-Paare - aktuelle Trends
EUR/USD
Nach einer Aufwärtsbewegung heute Morgen, scheint EUR/USD nun bereit für eine Kurskorrektur nach unten. Dieses Paar unterliegt aktuell Kursschwankungen zwischen 1,3650 und 1,3450. Auf der Stunden-Chart zeigt der RSI den Preis im „überkauften“ Bereich an. Auf der 4-Stunden-Chart gibt der Slow Stochastic ein rückläufiges Cross aus. Verkaufen könnte heute die beste Taktik sein.
GBP/USD
GBP/USD scheint sich im „überkauften“ Bereich des RSI auf der Stunden-Chart zu bewegen. Dies kann als Zeichen für kurzfristigen Abwärtsdruck gedeutet werden. Der RSI der Tages-Stunden-Chart wiederum hat bereits in den „überkauften“ Bereich gedreht. Hier wird der Abwärtsdruck bestätigt. Voraussichtlich ergibt sich kurzfristig noch in den Morgenstunden eine Kurskorrektur nach unten. Langfristig kann ein neuer Aufwärtstrend einsetzen.
USD/JPY
Dieses Paar hat heute ein 11-Wochentief erreicht. Als Ergebnis dessen sind einige Indikatoren aufwärts gerichtet. Des Slow Stochastic der Tages-Chart gibt ein neues zinsbullisches Cross aus, was ein Anzeichen dafür sein könnte, dass die nächste Bewegung eine zinsbullische sein könnte. Für heute könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
USD/CHF
Dieses Paar scheint auf der 4-Stunden-Chart innerhalb einer deutlich zinsbullischen Handelsspanne zu schwanken. Da die letzte Bewegung eine abwärts gerichtete war, geben viele Indikatoren nun zinsbullische Signale aus. Ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Kaufen könnte für heute die zu bevorzugende Strategie sein.


