2010-03-11

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen - aktuelle Meldungen
USD - Dollar vor wichtigem Nachrichtentag bärisch
Nach deutlichen Kursverlusten gegen einen Großteil der Hauptwährungen am gestrigen Mittwoch, verbleibt der USD aktuell innerhalb eines bärischen Zyklus, während die Risikobereitschaft der Anleger zurückkehrt. Das Währungspaar EUR/USD schoss am Mittwoch zunächst um 50 Punkte empor, bevor das Cross anschließend bis auf die Marke von 1,3635 zurückwich. GBP/USD legte eine ähnliche Entwicklung an den Tag und zog im Laufe des Nachmittagshandels um 60 Punkte an. Aktuell handelt das Paar um 1,4955. Im Overnight-Geschäft machte Japans Yen wiederum an Boden gegen den Dollar gut. Dieses Paar notiert nun bei 90,28.
Analysten zeigen sich dem USD gegenüber heute alles andere als optimistisch. Um 14:30 Uhr wird sowohl die US-, als auch die kanadische Handelsbilanz ausgegeben. Während für Kanada ein positives Ergebnis prognostiziert wird, erwarten Experten eine negative Bilanz für die USA. Sollten sich diese Voraussagen bestätigen, wird USD/CAD voraussichtlich bereits am Nachmittag einen Abwärtstrend einschlagen.
Darüber hinaus werden um 14:30 Uhr die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Hier soll sich der Stellenabbau verlangsamt haben. Die Prognosen belaufen sich mit -9.000 Jobs auf insgesamt 460.000 abgebaute Arbeitsstellen. In der Vorwoche verloren 29.000 Arbeitnehmer ihre Beschäftigung. Sollte sich die Lage am Arbeitsmarkt tatsächlich verbessern, könnte der USD dadurch leichte Unterstützung erfahren. Weiterhin belastet jedoch China mit seinem unterbewerteten Yuan übrige Industrieländer wie die USA, da es seine Produkte auf Kosten der Konkurrenz auf den Weltmarkt drückt. Forex-Händler sollten das Geschehen um ihre Dollar-Paare im heutigen Tagesverlauf gut im Auge behalten.

EUR - EUR bei Aufwärtstendenzen gegen Dollar und Yen
Angesichts der gesteigerten Risikobereitschaft am Markt, profitiert die europäische Gemeinschaftswährung derzeit von der positiven globalen Konjunkturstimmung und kann sich gegen übrige Währungen behaupten. Während des gesamten gestrigen Handelsverlaufs zeigte sich der EUR zinsbullisch. Insbesondere gegen den Yen schnitt der Euro gut ab. EUR/JPY kletterte seit gestern um über 100 Punkte in die Höhe und handelt aktuell um die Marke von 123,19. Griechenland will mittlerweile offiziell um die finanzielle Unterstützung seitens der EU bitten, sollten sich die Risikoaufschläge bei der Mittelaufnahme nicht in Kürze stark verringern.
Aus dem Euroraum werden heute keine maßgeblichen Indizes veröffentlicht. Dennoch wird Volatilität an den europäischen Märkten erwartet, da folgende Indikatoren heute ausgegeben werden: Großbritannien gewährt Anlegern einen Blick auf seine Verbraucherpreisinflation, während die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihr Ergebnis der Sitzung des geldpolitischen Rats ausgibt. Kursschwankungen für EUR/GBP und EUR/CHF können sich demnach einstellen. Händler sollten ihr Augenmerk insbesondere auf den Bericht aus der Schweiz richten und beobachten, ob sich die jüngsten Aufwärtstendenzen des CHF gegen den EUR auch heute fortsetzen.

JPY - Yen verliert nach Bank-Mitteilung
Die gestrige Ankündigung der Bank of Japan, eine weitere Lockerung ihrer Währungspolitik einzuleiten, brachte den Yen unter Druck, der anschließend Kursverluste gegen einige Gegenwährungen verzeichnen musste. USD/JPY zog im Nachmittagshandel an und fiel zu Handelsschluss leicht bis auf 90,32 zurück. CHF/JPY schoss seit gestern um über 100 Punkte in die Höhe. Mittlerweile ergaben sich hier leichte Kurskorrekturen. Aktuell handelt dieses Paar um die Marke von 84,35.
Heute wird der Yen seinen Kurs voraussichtlich beibehalten, insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass sich die Marktstimmung momentan an der gesteigerten Risikobereitschaft der Händler orientiert. Sollte sich die negative Prognose in Bezug auf die US-Handelsbilanz jedoch bewahrheiten, könnte JPY im Laufe des Nachmittags möglicherweise Boden gegen den Dollar gewinnen.

Ausgewählte Forex-Paare - aktuelle Trends
EUR/USD
Die Tages-Chart gibt unterschiedliche Signale für EUR/USD aus. Ihr Slow Stochastic schwankt dabei im neutralen Bereich. Mittlerweile hat sich der RSI der Wochen-Chart jedoch im „überkauftem“ Bereich eingefunden, was bedeuten könnte, dass in nächster Zukunft eine zinsbullische Kurskorrektur zu beobachten sein wird. Eine gute Strategie könnte lauten, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.

GBP/USD
Aktuell bewegt dieses Paar im „überkauften“ Bereich auf der Wochen-Chart. Ihr RSI deutet auf eine bevorstehende Aufwärtsausrichtung hin. Die steigende Tendenz des Tages-Chart-Momentums bestätigt diesen Trend. Hier könnte es eine gute Wahl sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

USD/JPY
Die inzwischen typischen Kursschwankungen auf der 4-Stunden-Chart setzen sich fort. Der RSI der Wochen-Chart schwankt im neutralen Bereich. Dennoch hat der Slow Stochastic ein neues Cross, Tendenz fallend, gebildet, das bereits in unmittelbarer Zukunft eine rückläufige Ausrichtung vermuten lässt. Verkaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.

USD/CHF
Dieses Paar unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt aktuell unterschiedliche Signale aus. Auch die 4-Stunden-Chart lässt keine eindeutige Tendenz erkennen. Warten Sie hier deutlichere Signale auf den Stunden-Charts ab.




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