2010-03-15

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen - aktuelle Meldungen
USD - US-Leitzinsentscheid im Wochenverlauf
In der letzten Handelswoche schloss der US-amerikanische Dollar gegen die Hauptwährungen uneinheitlich. Um über 100 Punkte rutschte der USD zum EUR ab und drückte das Währungspaar EUR/USD bis auf ein Wochenhoch bei 1,3793. Gegenüber Yen und Pfund Sterling konnten starke Kursschwankungen beobachtet werden. Für beide Währungspaare war dennoch keine deutliche Ausrichtung zu erkennen.
Den jüngsten USD-Trend führten Marktbeobachter auf eine Reihe enttäuschender US-Konjunkturdaten zurück. Dabei erreichte das US-Haushaltsdefizit im Monat Februar einen neuen Monatsrekord in Höhe von 220,9 Mrd. US-Dollar. Experten waren zunächst von einem Defizit von 207,5 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Darüber hinaus wurden in der Vorwoche 462.000 Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA gestellt. Die Prognosen beliefen sich hier auf lediglich 456.000. Trotz genereller USD-Stärke erwarten Händler, dass sich die Abwärtstendenzen des USD kurzfristig fortsetzen, solange US-Konjunkturdaten unter den Erwartungen der Analysten bleiben.
Wichtigster Indikator aus den Vereinigten Staaten in dieser Woche ist der für Dienstag erwartete Leitzinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve. Dabei wird die so genannte „Federal Funds Rate“, der Leitzins der US-Notenbank, für den kommenden Monat angegeben. Derzeitigen Erwartungen zufolge soll die Fed ihren Leitzins unverändert auf dem aktuellen Stand von unter 0,25% belassen. Sollte die US-Notenbank jedoch mit einer Zinsanhebung überraschen, könnte der USD vorausgegangene Verluste womöglich ausgleichen.

EUR - Griechenland-Notfallplan lässt EUR aufwerten
In der letzten Woche konnte der EUR einen Teil seiner bisherigen Kursverluste gegen die Hauptwährungen ausgleichen. Zum USD und Pfund Sterling kletterte der EUR um rund 100 Punkte in die Höhe. Gegen Japans Yen machte die Gemeinschaftswährung nahezu 200 Punkte gut. Das Währungspaar EUR/JPY handelte über der Marke von 125,00.
Hauptursache für die jüngsten Aufwärtstendenzen des EUR sind neue Spekulationen um einen EU-Notfallplan gegen eine Staatspleite Griechenlands. Am heutigen Montag sollen die Finanzminister der Eurozone bei einem Treffen in Brüssel über einen Rettungsmechanismus beraten, der im Falle eines Staatsbankrotts Athens einsetzen soll. Bei dem regulär monatlichen EU-Treffen soll es jedoch offiziell um die Zusage der EU-Finanzminister zu den von Athen übereingekommenen Sparmaßnahmen in Griechenland gehen. Allein die Spekulationen um eine mögliche Rettung Griechenlands mit EU-Unterstützung bringt dem EUR seit einer Handelswoche Auftrieb.
Auch aus dem Euroraum werden in dieser Woche einige interessante Indizes veröffentlicht. Größten Einfluss auf die Märkte könnten dabei Deutschlands ZEW-Konjunkturerwartungen nehmen. Die Einschätzungen stützt das ZEW auf eine Umfrage unter rund 350 Analysten und institutionellen Anlegern, die die konjunkturellen Aussichten für die nächsten sechs Monate in Deutschland bewerten. Händler sollten darüber hinaus ihre Augen in Bezug auf die kommenden Entwicklungen in Griechenland offen halten. In diesem Zusammenhang könnten sich aktuell jederzeit hohe Kursschwankungen am Markt ergeben.

JPY - Yen weiter bei Abwärtstendenzen gegenüber Hauptwährungen
In der letzten Woche setzte Japans Yen seinen Abwärtstrend gegenüber den Hauptwährungen überwiegend fort. Zum US-Dollar konnten lediglich geringe Bewegungen beobachtet werden, während sich gegenüber Euro und Pfund Sterling deutliche Abwärtstendenzen abzeichneten.
Dabei ließen sich diese Entwicklungen im vorwöchentlichen Handel auf eher enttäuschende Konjunkturdaten aus Japan zurückführen. Entscheidend waren Japans Quartalszahlen zum BIP (1. Quartal), das den Wert aller Güter und Dienstleistungen, die innerhalb Japans erbracht worden, sind misst, und um lediglich 0,9% angestiegen war. Die Prognosen der Analysten beliefen sich auf einen Anstieg von 1,0%. Darüber hinaus fiel die monatliche Kernrate der Maschinenbestellungen, die den Gesamtwert der neuen Aufträge im privaten Sektor misst, um 3,7% gegenüber dem Vormonat. Solange die Konjunkturdaten aus Japan entmutigend bleiben, wird der JPY seinen Abwärtstrend voraussichtlich fortsetzen, so die Händler.
Als wichtigste Veröffentlichung aus Japan in dieser Woche gilt die Overnight Call Rate, die den wichtigsten Leitzins der Bank of Japan (BoJ) darstellt. Ein weiteres Mal wird die BoJ ihre Zinssätze wohl unverändert bei 0,10%, der niedrigsten Rate in der Gruppe der Industrienationen, belassen. Sollte die BoJ jedoch mit einer Zinsänderung überraschen und den Zinssatz anheben, könnte dies großen Einfluss auf den Yen-Kurs nehmen und ihn möglicherweise in die Höhe treiben.

Ausgewählte Forex-Paare - aktuelle Trends
EUR/USD
In den vergangenen zwei Wochen ergaben sich für dieses Währungspaar Aufwärtstendenzen. Dieser Trend könnte sich jedoch bereits heute ändern. Abwärtstendenzen setzen womöglich ein, da es bei der jüngsten Kursaufwertung nicht zu einer Überwindung der abwärts gerichteten Trendlinie auf der Tages-Chart gekommen ist, die sich am 3. Dezember einstellte. EUR/USD handelt aktuell um das äußerst wichtige Unterstützungslevel bei 1,3790. Nahe der Abwärts-Trendlinie zu verkaufen, könnte ein ausgezeichneter Einstiegspunkt in den Markt sein. Ferner hat der Slow Stochastic-Oszillators inzwischen ein rückläufiges Cross gebildet, was ein weiteres Zeichen für eine mögliche rückläufige Preisbewegung darstellt.

GBP/USD
Für dieses Währungspaar werden Anzeichen eines anhaltenden Abwärtstrends deutlich. Der RSI der Tages-Chart schwankt im „überverkauften“ Bereich und der Slow Stochastic derselben Chart bildet aktuell ein rückläufiges Cross, was ebenfalls als Hinweis auf eine mögliche nächste Abwärtsbewegung gedeutet werden kann. Mutige Händler könnten noch vor dem nächsten Durchbruch und der Fortsetzung der Abwärtstendenzen bei GBP/USD auf fallende Kurse setzen.

USD/JPY
Auf der Tages-Chart wird nur geringer technischer Widerstand zur jüngsten Aufwertung dieses Währungspaares deutlich. Der RSI der Wochen-Chart hat mittlerweile in den „überverkauften“ Bereich gedreht. Dabei waren jedoch starke Aufwärtsbewegungen zu beobachten. Möglicherweise steckt weiteres Potenzial hinter diesen zinsbullischen Tendenzen. Das Paar könnte noch bis zur abwärts geneigten Trendlinie, nahe der Widerstandsmarke um 91,25, klettern. An diesem Punkte ergibt sich möglicherweise ein Trendumschwung und der Langzeit-Abwärtstrend erhält erneut seine Gültigkeit.

USD/CHF
Die jüngst heftigen Kursverluste dieses Währungspaares werden möglicherweise von einer kurzfristigen Kurskorrektur begleitet. Auf der Tages-Chart ist ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic-Oszillators zu erkennen. Hier besteht Potenzial für einen Kursanstieg. Die Wochen-Chart gibt ihren RSI im „überverkauften“ Bereich aus und bestätigt vorgenannte Tendenzen. Eine Kurskorrektur bis zur Widerstandsmarke um 1,0645 ist heute noch möglich.




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