2010-03-16
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen - aktuelle Meldungen
USD - Risikoaversion lässt USD aufwerten und Fed-Schlüsselzins auf Agenda
Im gestrigen Handel wertete der USD gegen einen Großteil der Hauptwährungen auf. Zum EUR kletterte die US-Währung bis auf 1,3640. Der Eröffnungspreis wurde bei 1,3775 ausgegeben. Eine deutliche Preisverschiebung am Markt ergab sich ferner aus der Wertveränderung für den Kanadischen Dollar (CAD) gegenüber dem US-Dollar. Dabei erlangte das Währungspaar USD/CAD nahezu ein paritätisches Wechselkursverhältnis bei einer aktuellen Marke von 1,0185.
Im Laufe des gestrigen Handelstages überraschten gleich zwei US-Indikatoren die Ökonomen. Der TIC-Bericht, das US-Saldo von Wertpapierkäufen und -verkäufen in- und ausländischer Investoren, fiel enttäuschend aus und lag unter den Erwartungen am Markt. Darüber hinaus spiegelte die Erhebung der NAHB Immobilienmarktzahlen schlechte Aussichten für Baubeginne wider.
Während die meisten Anleger einen plötzlichen USD-Verkauf als Marktreaktion auf die vorgenannten Indizes erwarten würden, konnte eine gegenteilige Entwicklung beobachtet werden. Sowohl US-Dollar als auch Yen werteten im Anschluss an die Veröffentlichungen und als Antwort auf eine dramatisch gestiegene Risikoaversion unter den Händlern kräftig auf. An den US-Aktienmärkten fielen die Kurse, doch der Dollar profitierte vom risikoscheuen Verhalten der Marktteilnehmer.
Diese Preisbewegungen scheinen sich zu Beginn einer äußerst volatilen Handelswoche zu vollziehen, so die Händler. Heute wird sich herausstellen, ob die jüngsten US-Zahlen aus dem Bereich Baugenehmigungen das Ergebnis der NAHB-Erhebung bestätigen werden. Des Weiteren gibt der Rat der amerikanischen Zentralbank (Federal Reserve Board) heute die kurzfristigen Zinssätze bekannt. Den jüngsten Konjunkturdaten aus den USA zufolge, wäre eine Anhebung der Leitzinsen verfrüht. Demnach sollten Investoren hier nicht zu viel erwarten. Marktvolatilität wird sich jedoch wie üblich einstellen.
EUR - EUR-Verkaufsdruck durch abgeneigtes Risikoverhalten
Der EUR verzeichnete gestern mäßige Kursverluste. Nach einem montäglichen Eröffnungskurs gegen den USD bei 1,3775, handelt die 16-Nationen-Währung mittlerweile um die Marke von 1,3690. Zum Schweizer Franken ergaben sich ähnliche Kursentwicklungen: Hier notiert der EUR bei 1,4505, von zuvor 1,4550.
Nach einem deutlichen Rückgang der Inlands- und Auslandsinvestitionen in den USA und fallenden US-Aktienmärkten gestern, werteten USD und JPY überraschend gegen die Hauptwährungen auf. Der EUR zog im Montagshandel den Kürzeren und wurde zum Hauptleidtragenden der plötzlich wiederkehrende Risikoaversion.
Sollte das Ergebnis der heutigen ZEW-Konjunkturerwartungen unter den Prognosen der Experten liegen, wird der EUR voraussichtlich unter zusätzlichen Verkaufsdruck geraten. Insbesondere in Anbetracht dessen, dass Deutschland nach wie vor als die bedeutendste Wirtschaftsnation innerhalb der Eurozone gilt. In Übersee gibt der Rat der US-amerikanischen Zentralbank (Federal Reserve Board) heute die kurzfristigen Zinssätze bekannt. Händler gehen davon aus, dass die Fed ihre Leitzinsen unverändert belassen wird, dennoch stehen die Märkte in den USA vor ihrer Eröffnung am heutigen Dienstag stark unter Druck.
JPY - Mäßige Kursgewinne für den Yen - BoJ besorgt über Spill-Over-Effekt in Europa
Aktuell scheint Japans Yen von der rückkehrenden Risikoaversion am Devisenmarkt zu profitieren. Am gestrigen Handelstag rutschten die Kurse an den US-Aktienmärkten deutlich ab. Zuvor wurde ein die Markterwartungen enttäuschender TIC-Bericht veröffentlicht. Lediglich der New York Fed Manufacturing-Bericht hob gestern etwas die Stimmung, was dem JPY ebenfalls zugute kam. Das Währungspaar USD/JPY handelt aktuell um ein neues 2-Wochentief bei 90,02. Der Eröffnungspreis lag gestern nahe der Marke von 90,55.
Unabhängig von den Kursgewinnen und -verlusten des Yen, handelt Japans Währung bereits seit geraumer Zeit gegen die Hauptwährungen innerhalb einer beständigen Spanne. Die unterschiedlichen Preisausrichtungen von EUR und CHF lösten gestern höhere Kursschwankungen für den Yen aus. Dennoch scheint die Inselstaatwährung Nutznießer der Situation zu bleiben. Ein Unsicherheitsfaktor, auch für Asien, bleibt die Schuldenkrise im Euroraum. Die BoJ ist zurecht über einen möglichen Spill-Over-Effekt besorgt, der sich aus der jüngsten Krise innerhalb der Eurozone ergeben könnte.
Ausgewählte Forex-Paare - aktuelle Trends
EUR/USD
Während ein Großteil der Indikatoren aktuell im neutralen Bereich schwankt, gibt der Slow Stochastic der Stunden-Chart ein neues rückläufiges Cross aus. Der RSI hat in den „überkauften“ Bereich gedreht. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte die richtige Entscheidung für heute sein.
GBP/USD
Da sich der RSI der 2-Stunden-Chart im „überkauften“ Bereich eingefunden hat und für den Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart ein zinsbullisches Cross deutlich wird, könnte sich für dieses Paar im weiteren Handelsverlauf heute eine Kurskorrektur nach oben ergeben. Auf steigende Kurse zu setzen, zahlt sich bei GBP/USD heute womöglich aus.
USD/JPY
Auf der Stunden- und 2-Stunden-Chart hat der RSI in den „überkauften“ Bereich gedreht. Der Slow Stochastic der 2- und 4-Stunden-Chart zeigt ein zinsbullisches Cross an. Darüber hinaus zeichnet sich eine Überwindung der unteren Bollinger Bands auf derselben Chart deutlich ab. Bei diesem Währungspaar könnte es heute von Vorteil sein, zu kaufen.
USD/CHF
Für USD/CHF kann noch heute eine Kurskorrektur nach oben einsetzen. Hinweise dafür ergeben sich aus dem zinsbullischen Cross des Tages- und Stunden-Slow Stochastic sowie aus dem Stunden- und 8-Stunden-RSI, der mittlerweile im „überkauften“ Bereich schwankt. Alle Zeichen deuten auf eine bevorstehende Preisbewegung nach oben. Die richtige Entscheidung bei diesem Paar könnte lauten: Auf steigende Kurse setzen.


