2010-03-17

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen - aktuelle Meldungen
USD - US-Konjunktur auf Erholungskurs und Leitzinsen bleiben unverändert
Für das Währungspaar EUR/USD konnten im dienstäglichen Handelsverlauf überwiegend zinsbullische Tendenzen beobachtet werden. Aktuell handelt das Cross bei 1,3778, nach einem gestrigen Eröffnungspreis um die Marke von 1,3690. Die USD-Schwäche soll sich Marktbeobachtern zufolge auch heute fortsetzen. Angesichts der neuesten Hilfestellungen für Griechenland seitens der EU hellt sich die Stimmung im Euroraum auf und europäische Währungen gewinnen an Stärke.
Die Entscheidung des Rats der amerikanischen Zentralbank (Federal Reserve Board), ihren Leitzins unverändert unter der 0,25%-Marke zu belassen überraschte die Marktteilnehmer nicht. Eher beruhigte US-Notenbank Ben Bernanke die Investoren mit seiner Aussage, stabile Zinssätze zwischen 0-0,25% anzustreben.
Um 13:30 Uhr werden heute die US-Erzeugerpreise für den Monat Februar veröffentlicht. Prognosen zufolge sollen diese um 0,2% zurückgegangen sein. Bei ihrer Vormessung im Januar ergab sich ein Zuwachs von 1,4%. Sollte das Ergebnis über den Erwartungen der Experten ausfallen, könnten sich für den USD Kursschwankungen einstellen. Im weiteren heutigen Handelsverlauf gibt das US-Energieministerium die Rohöllagerbestände der vergangenen Woche aus. Hier sollen sich die Vorräte laut Prognose um 0,4 Mio. Barrel erhöht haben. Positive Daten könnten Investoren dazu veranlassen, in Währungen und Rohstoffe anzulegen, die höhere Erträge abwerfen und sich vom USD abzuwenden.

EUR - Erleichterung für die Griechen - EUR schließt fester gegen USD
Der EUR wertete am gestrigen Dienstag im gesamten Tagesverlauf gegen den USD auf. EUR/USD kletterte um 80 Punkte in die Höhe und handelt aktuell um 1,3778. Auch das Währungspaar EUR/JPY machte 100 Punkte gut und markierte somit die Aufwertung von Risikoanlagen gegenüber Safe-Havens, die Händler auf eine verbesserte Konjunkturstimmung in der Eurozone zurückführten. Beide Crosse schlossen gestern nahe eines neuen Tageshochs. Anleger gehen von einer Fortsetzung dieses Trends auch am heutigen Handelstag aus.
Der EUR machte am Dienstag an Boden gut, nachdem sich die Euro-Staaten grundlegend auf die Form möglicher bilateralen Hilfen für die Griechen einigten. Ferner atmete Athen auf, nachdem die Ratingagentur Standard & Poor’s gestern die Bonitätsnote Griechenlands bestätigte. Darüber hinaus lagen die jüngsten Daten zu den ZEW-Konjunkturerwartungen aus Deutschland leicht über den Prognosen der Experten. Folglich unterstützte der jüngste Anstieg der Risikobereitschaft am Markt einen Gewinnzuwachs der europäischen Gemeinschaftswährung.
Heute bleibt die Eurozone vom Wirtschaftskalender nahezu abwesend. Angesichts der für heute erwarteten Fundamentaldaten aus Großbritannien werden Investoren den jüngsten GBP-Kursanstieg voraussichtlich ins Visier nehmen. Dabei stellt sich vielen die Frage, ob für das Pfund Sterling eine Kurskorrektur einsetzt oder ob der letzte Aufwärtstrend aufrechterhalten werden kann.

JPY - Yen rutscht aufgrund steigender Risikobereitschaft ab
Am gestrigen Dienstag wurden aus Japan keine Indikatoren von Bedeutung veröffentlicht. Entsprechend stand der Yen unter dem Einfluss risikofreudigen Anlegerverhaltens. Die größten Kursverluste verzeichnete der JPY dabei gegen den GBP und handelt hier nun um 137,60 von zuvor 135,70. Auch zum EUR konnte eine ähnliche Kursentwicklung beobachtet werden. Hier gilt 124,45 als aktuelles Preisniveau. Zum USD handelt Japans Währung bei 90,35.
Die Yen-Schwäche lässt sich zum Teil auf die Maßnahmen der Bank of Japan (BoJ) zurückführen, die mit ihrem äußerst niedrigen Leitzins den Kurswert des Yen minimal halten will. Darüber hinaus hat die BoJ am Mittwochmorgen ihre Geldpolitik erneut gelockert und die Kreditfazilität für das Finanzsystem erhöht. Nach ihrer zweitägigen Sitzung gab die Notenbank weiter bekannt, dass sie ihren Leitzins unverändert bei 0,10% belassen werde, um ihre Anstrengungen gegen die Deflation zu verstärken.

Ausgewählte Forex-Paare - aktuelle Trends
EUR/USD
Auf der Tages-Chart ist nach wie vor eine intakte zinsbullische Anordnung zu erkennen. Das Momentum befindet sich jedoch bereits auf niedrigem Niveau. Auf der 4-Stunden-Chart behauptet sich ebenfalls eine leicht zinsbullische Struktur, jedoch ohne jegliche Ausrichtung. Anleger sollten auf einen Durchbruch warten und anschließend einsteigen.

GBP/USD
Aktuell bewegt sich der Kurs dieses Paares im „überkauften“ Bereich des RSI auf der Stunden-Chart. Dies kann als Zeichen für eine bevorstehende Abwärtsausrichtung gedeutet werden. Auch das sich ankündigende rückläufige Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diese Neigung. Verkaufen könnte daher eine gute Strategie für heute sein.

USD/JPY
Dieses Währungspaar setzt seinen zinsbullischen Trend fort und handelt aktuell um 90,50. Dem RSI der 4-Stunden-Chart fehlt es nach wie vor an rückläufigen Impulsen, was bedeuten könnte, dass der Aufwärtstrend weiteres Potenzial in sich trägt. Kaufen könnte heute eine gute Entscheidung bei diesem Kurspaar sein.

USD/CHF
Die inzwischen typischen Kursschwankungen auf der Stunden-Chart setzen sich für USD/CHF fort. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart schwankt dabei im neutralen Bereich. Aktuell bewegt sich das Kurspaar jedoch im unteren Bereich des RSI auf der Tages-Chart. Hier kündigt sich eine Kurskorrektur nach oben an. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald hier die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist, könnte sich auszahlen.




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