2010-03-18
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen - aktuelle Meldungen
USD - Neue Risikobereitschaft lässt USD abrutschen
Der USD wertete am Mittwoch insbesondere gegen gewinnträchtige Währungen ab, nachdem die US-Erzeugerpreise gestern einen unerwartet starken Rückgang im Monat Februar verzeichneten. Es war die deutlichste Abnahme in den letzten sieben Monaten, die von den Marktteilnehmern als Anzeichen für geringe Inflationsrisiken gedeutet wurde. US-Anleger waren am Mittwoch in Kaufstimmung. Als Ergebnis dessen markierte der Australische Dollar nahezu ein 2-monatiges Hoch gegen den USD, während der Kanadische Dollar fast ein paritätisches Wechselkursverhältnis zum US-Dollar erreichte. Dieser notierte zu Handelsschluss bei C$1,0070, einem 20-Monatstief. Der Neuseeländische Dollar wiederum stieg um 1%, bevor sich ein Teil der Kursgewinne wieder ausglich.
Ferner verblieb der USD im Mittwochshandel unter Verkaufsdruck, nachdem die US-Notenbank Federal Reserve zuvor am Dienstagabend erklärt hatte, ihren Leitzins weiterhin auf Niedrigzinsniveau zu belassen. Investoren richteten ihr Augenmerk folglich auf wachstumsempfindliche Währungen. Durch die US-amerikanische Niedrigzinspolitik verliert der Dollar für Investoren an Attraktivität gegen höher verzinsliche Währungen, Aktien und Rohstoff-Anlagen. Darüber hinaus scheint sich die derzeitige Konjunkturerholung nicht in dem von vielen Investoren erhofften Tempo zu vollziehen. Die Hauptwährungen passen sich als Ergebnis dessen an die Entwicklungen der Aktienmärkte an.
Heute stehen einige wichtige Veröffentlichungen aus den USA auf der Agenda. Diese umfassen unter anderem die Kernrate der Verbraucherpreise, Arbeitslosenanträge sowie das Ergebnis zum Philadelphia-Fed-Index. Sollten die Ergebnisse über den Erwartungen liegen, könnte der Dollar seine gestrigen Verluste gegenüber Währungen wie AUD und CAD möglicherweise ausgleichen. Sollten die Daten die Prognosen jedoch enttäuschen, könnte es heute auf einen ziemlich bärenhaften Börsengang für den Dollar hinauslaufen. Anleger sollten die Märkte gut im Auge behalten. Hier könnte sich eine optimale Gelegenheit bieten, aus den Kursschwankungen Kapital zu schlagen, die sich voraussichtlich nach Veröffentlichung der vorgenannten Wirtschaftsdaten ergeben.
EUR - Pfund Sterling profitiert von Arbeitslosendaten
Der EUR verzeichnete gestern gegenüber den meisten Hauptwährungen Wertverluste. Dabei rutschte die europäische Gemeinschaftswährung insbesondere gegen den CHF deutlich ab und drückte das oft gehandelte Währungspaar bis auf die 1,4475-Marke. Für die 16-Nationen-Währung konnten ähnliche Entwicklungen gegenüber dem AUD beobachtet werden, der hier bei 1,4875 schloss.
Gewinner des Tages war das Pfund Sterling, dass auf breiter Front deutliche Kursgewinne gegen einen Großteil der Hauptwährungen verzeichnete und neue Höchststände erreichte. Zuvor überraschten die neuesten Arbeitslosenzahlen aus Großbritannien die Marktteilnehmer, die den größten Rückgang in 12 Jahren markierten. Infolge dessen schoss GBP/USD von 1,4975 am Dienstag um ungefähr 345 Punkte in die Höhe. Aktuell handelt das Währungspaar bei einem neuen 2-Wochenhoch um 1,5320.
Für heute ist und bleibt die wichtigste Veröffentlichung aus der Eurozone mit größtem Einfluss auf den EUR und seine Crosse die aktuelle Leistungsbilanz der Eurozone, die um 10:00 Uhr veröffentlicht wird. Die Marktteilnehmer gehen entsprechend von einer erhöhten EUR-Volatilität aus. EUR-Anleger sollten ihr Augenmerk insbesondere auf diese Veröffentlichung richten. Sollten die Ergebnisse die Erwartungen übertreffen, könnte dies den EUR kurzfristig in die Höhe treiben.
JPY - Yen schließt uneinheitlich gegen Hauptwährungen
Der japanische Yen beendete den gestrigen Handel bei gemischten Handelsergebnissen gegenüber den Gegenwährungen. Zuvor gab die Bank of Japan die zukünftigen Maßnahmen im Rahmen ihrer Geld- und Währungspolitik bekannt. Gegen den GBP verzeichnete der JPY Kursverluste und brachte das oft gehandelte Währungspaar bis auf die 138,05-Marke. Aufwärtstendenzen konnten jedoch gegenüber dem EUR beobachtet werden. Mit einem Gewinnzuwachs von 50 Punkten schloss der JPY hier bei 1,2380.
BoJ-Gouverneur Masaaki Shirakawa erklärte in einer gestrigen Pressekonferenz, dass die Ausweitung der Maßnahmen gegen die Deflation nicht auf eine Beeinflussung der Leitzinssätze abziele. Im Rahmen der Ausweitung des Quantitative Easing will die BoJ die Liquidität auf dem Geldmarkt erhöhen, indem sie 10 Mrd. Yen zusätzlich bereitstellt.
Der JPY-Kurs wird aktuell vorwiegend von den Tendenzen seiner primären Währungspaare bestimmt. Allem Anschein nach werden USD, EUR und GBP ihren volatilen Handel insbesondere gegenüber dem japanischen Yen für heute fortsetzen. Anleger sollten die anstehenden Konjunkturdaten aus den USA und Europa aufmerksam verfolgen, da diese Nationen am heutigen Handelstag für den JPY-Kurs entscheidend sind. Insbesondere die US-Arbeitsmarktdaten um 14:30 Uhr spielen hier eine wichtige Rolle. Darüber hinaus ist es für JPY-Anleger heute wichtig, auf jegliche nicht planmäßige Ansprachen aus japanischen Regierungskreisen zu achten, die zu einer verstärkten JPY-Volatilität führen könnten.
Ausgewählte Forex-Paare - aktuelle Trends
EUR/USD
Für dieses Währungspaar hat sich im Anschluss an eine Konsolidierung um die Marke von 1,3817 an den vergangenen zwei Handelstagen eine Trendwende eingestellt. Diese Marke liegt knapp über dem 50%-Retracement-Level des Hochs auf der Tages-Chart zu Anfang Dezember. Seither ist EUR/USD im Kurs gefallen und handelt inzwischen nahe der Unterstützungsmarke von 1,3680. Händler sollten außerdem auf die aufwärts gerichtete Trendlinie auf der 4-Stunden-Chart achten, die am 2. März einsetzte. Noch hat das Paar diesen kurzfristigen Trend nicht überwinden können. Ein Durchbruch der Trendlinie könnte das Paar bis auf seine 1,3625-Unterstützungsmarke drücken.
GBP/USD
Dieses Paar hat ein neues Hoch bei 1,5380 erreicht und anschließend einen Abwärtstrend eingeschlagen. Die 4-Stunden-Chart zeigt, dass der 7-Tages-RSI bis unter die 70-Marke gefallen ist, was als Verkaufssignal gedeutet werden kann. Möglicherweise rutscht der Preis im heutigen Tagesverlauf weiter ab. Das MACD-Histogramm tendiert ebenfalls abwärts und bestätigt einen zukünftigen Preisabfall. Für Händler könnte es sich auszahlen, bei einem Richtpreis um die 1,5210-Unterstützungsmarke auf fallende Kurse zu setzen.
USD/JPY
Auf der 4-Stunden-Chart ist zu erkennen, dass sich das Paar in den letzten 4 Tagen konsolidiert hat und dabei innerhalb der Unterstützungs- und Widerstandsmarken 90,00 und 90,75 schwankt. Eine Handelsspanne innerhalb der konsistenten Preisbewegungen zu definieren, könnte von Vorteil sein. Händler profitieren davon womöglich, entsprechend der Unterstützungs-, bzw. Widerstandsmarke auf steigende Kurse zu setzen, bzw. zu verkaufen.
USD/CHF
Auf der Tages-Chart ist ein zinsbullisches Cross zu erkennen, dass sich gestern gebildet hat und mögliche aufwärts gerichtete Preisbewegungen verdeutlicht. Es könnten sich Kurskorrekturen zum abwärts geneigten Trend der letzten 2 Wochen ergeben. Händler könnten bei diesem Währungspaar zunächst weitere technische Nachweise für eine Trendwende abwarten. Der RSI der 7-Tages-Chart gibt eine Trendlinie aus, die sowohl den Höhepunkt als auch das aktuellen Preisniveau umfasst. Ein Durchbruch dieser Trendlinie sowie des 30-Levels würde einem Kaufsignal gleichkommen.


