2010-03-23
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – US-Währung schwächer und Risikoappetit steigt
Nach zuvor erreichten Höchstständen gegen die europäische Einheitswährung in den letzten 3 Wochen, gab der USD am gestrigen Montag angesichts eines gesteigerten Risikoappetits unter den Anlegern und einem Anstieg an den US-Aktienmärkten nach. Zuvor hatte die Erleichterung über die Verabschiedung der Gesundheitsreform durch das US-Repräsentantenhaus am Montag die Kurse an der Wall Street steigen lassen und nach vielen Monaten schließlich Klarheit gebracht.
Händler gehen jedoch von einer eher kurzlebigen Trendwende aus und erwarten keine rasche Lösung in Sachen Griechenland-Schulden beim Brüsseler EU-Gipfel in den kommenden Tagen. In den letzten Wochen zeigten sich die Investoren in Bezug auf Risikoanlagen vorsichtig. Die griechische Schuldenkrise bescherte dem USD bislang deutliche Kursgewinne gegen die europäische Gemeinschaftswährung.
Am Montag gab der USD jedoch gegen Pfund Sterling und Japans Yen nach, während Dow-Jones-Index und S&P 500 zu Markteröffnung in den ersten Handelsminuten stiegen. Um 0,5% fiel der USD auf 90,11 Yen und um 0,4% auf $1,5066 GBP.
Die Finanzwelt blickt in dieser Woche auf wichtige Konjunkturdaten aus den USA, einschließlich US-Immobiliendaten am Dienstag und Mittwoch sowie einer Anhörung von US-Notenbank-Chef Ben Bernanke am Donnerstag.
EUR – EUR wertet vor EU-Gipfel auf
Am gestrigen Handelstag wertete der EUR im Vorfeld des für die zweite Wochenhälfte angesetzten EU-Gipfels gegen den US-Dollar leicht auf. Insgesamt überschatten die Sorgen um Griechenland den Handel an den Devisenmärkten auch in dieser Woche. Der Streit unter den einzelnen EU-Staaten über konkrete Hilfen für Athen richtet die Stimmung gegen den EUR, so Marktbeobachter. Der EUR kletterte um 0,2% auf $1,3558 von zuvor $1,3530 am 19. März. Im Handelsverlauf fiel die Gemeinschaftswährung bis auf $1,3464, dem niedrigsten Stand seit dem 2. März.
In dieser Handelswoche steht der EU-Gipfel am Donnerstag im Rampenlicht. Viele Anleger zweifeln stark daran, dass sich die einzelnen EU-Staaten in dieser Situation einigen und eine schnelle Lösung für das größte Haushaltsdefizit im Euroraum finden können, so die Händler. Analysten zufolge bleibt der EUR zunächst anfällig. Insbesondere vor und während des EU-Gipfels ist mit erhöhter Volatilität zu rechnen.
Das Pfund Sterling verzeichnete zum dritten Handelstag Kursverluste gegen den USD. Dieser Abwärtstrend wurde zum Teil von neuen Spekulationen um das Firmen-Konglomerat Dubai World verschärft, nach denen UK-Kreditgeber stärker von den Zahlungsschwierigkeiten Dubais betroffen sein könnten, als zunächst vermutet. Zentrales Ereignis in dieser Woche ist die Veröffentlichung des Staatshaushalts für das Haushaltsjahr 2010/11 am Mittwoch.
JPY – Yen wertet stark ab
Der USD verzeichnete gestern gegen jede Hauptgegenwährungen Kursverluste, nachdem steigende Kurse an den asiatischen Aktienmärkten Händler dazu veranlassten in gewinnträchtige Anlagen zu investieren. Zum ersten Mal in fünf Tagen wertete der JPY gegen den EUR ab. Trotz fortwährender Uneinigkeit in Bezug auf die Bereitstellung von bilateralen Hilfsmitteln für das schuldengeplagte Athen ist eine erhöhte Risikobereitschaft am Markt zu spüren, die die Nachfrage nach dem „sicheren“ Yen bremst. Der JPY fiel bis auf 122,43 pro EUR von 122,21 am Vortag. Zuvor wurde ein Tageshoch bei 121,06, dem höchsten Stand seit dem 5. März, ausgegeben.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Aktuell bewegt dieses Paar im „überkauften“ Bereich auf der Wochen-Chart. Ihr RSI deutet auf eine bevorstehende Aufwärtsausrichtung hin. Auch die Aufwärtsbewegung des Slow Stochastic auf der Tages-Chart bestätigt diese Neigung. Wir empfehlen, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.
GBP/USD
GBP/USD signalisierte gestern deutlich zinsbullische Tendenzen und wird momentan um die Marke von 1,5085 gehandelt. Die gegenwärtige Ausrichtung des Slow Stochastic auf der Tages-Chart stützt einen weiteren Aufwärtstrend für dieses Währungspaar. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart zeigt wiederum an, dass sich noch heute eine rückläufige Trendwende ergeben könnte. Hier einzusteigen, sobald die Zeichen deutlicher werden, könnte heute eine gute Entscheidung sein.
USD/JPY
Dieses Paar unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt aktuell unterschiedliche Signale aus. Auch die Oszillatoren der 4-Stunden-Chart lassen eine eindeutige Tendenz nicht erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie bei diesem Kurspaar deutlichere Signale auf der Stunden-Chart ab.
USD/CHF
Die inzwischen typischen Kursschwankungen auf der Stunden-Chart setzen sich für USD/CHF fort. Der RSI der 4-Stunden-Chart schwankt dabei im neutralen Bereich. Dennoch hat der MACD auf der Tages-Chart ein zinsbullisches Cross gebildet, das bereits in unmittelbarer Zukunft eine Kurskorrektur nach oben vermuten lässt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte heute die richtige Strategie sein.


