2010-03-24

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – US-Verkauf bestehender Häuser fällt im Februar und Aktienkurse steigen
Der USD schloss gestern gegen den EUR fester. Zwar konnte die europäische Gemeinschaftswährung noch am Montag leichte Kursverluste ausgleichen, mittlerweile handelt EUR/USD jedoch bei 1,3451.
Händler verwiesen auf die Erleichterung über die Verabschiedung der Gesundheitsreform durch das US-Repräsentantenhaus am Montag als Beweggrund für die verbesserte USD-Anlegerstimmung. Zum japanischen Yen wertete der USD ebenfalls leicht auf. Das entsprechende Währungspaar handelt aktuell um 90,54. Gegen den AUD blieb der USD-Kurs nahezu unverändert. Zu Handelsschluss notierte die US-Währung hier bei 0,9173.
Die Dollar-Stärke stand im Widerspruch zu den jüngsten US-Verkaufszahlen bestehender Häuser, die im Monat Februar zurückgegangen sind. Zum dritten Monat in Folge enttäuschte der Bericht die Marktteilnehmer, die auf Anzeichen einer Konjunkturerholung hoffen. Entsprechend richten Investoren ihre Aufmerksamkeit nun auf den für heute um 15:00 Uhr erwarteten Bericht zu den US-Neubauverkäufen (Februar), um weitere Hinweise auf die aktuelle Lage am US-Immobilienmarkt zu erhalten. Sollte das Ergebnis schlechter als seine Prognosen ausfallen, könnte der USD erneute Abwärtstendenzen gegen die Hauptwährungen erfahren.

EUR – EUR-Ungewissheit kommt zum Ende
Die anhaltenden Unsicherheiten um ein Hilfe-Pprogramm für das schuldengeplagte Griechenland beeinflusst nach wie vor die Bereitschaft der Händler, in den EUR zu investieren. Der Streit um Finanzhilfen für Griechenland, insbesondere zwischen Deutschland und den übrigen EU-Mitgliedsstaaten, brachte den EUR bereits zu früher Handelsstunde gegen den USD unter Druck. Neuesten Berichten zufolge sollen Deutschland und Frankreich mittlerweile an einem gemeinsamen Vorschlag für mögliche Hilfen arbeiten. Dabei soll sich Athen bei Bedarf an den Internationalen Währungsfonds (IWF) richten, kann aber darüber hinaus auf freiwillige bilaterale Hilfen von einem Teil der EU-Mitgliedstaaten zählen können. EUR/USD-Kursschwankungen werden sich bis zum EU-Gipfel am Donnerstag voraussichtlich fortsetzen.
EUR/CHF fiel gestern bis auf 1,4243 und markierte somit ein Allzeit-Rekordtief für das Währungspaar. Abzuwarten bleibt die Reaktion der Schweizerischen Nationalbank (SNB), die zuvor im Rahmen ihrer letzten geldpolitischen Lagebeurteilung bereits bestätigt hatte, sie werde einer übermäßigen Aufwertung des Schweizer Franken gegen den Euro entschieden entgegenwirken und Kreditkosten sowie Leitzinsen anheben. Die CHF-Stärke schadet der Schweizer Konjunktur.
Wichtige Veröffentlichungen heute: Einkaufsmanagerindizes verarbeitendes/ nicht-verarbeitendes Gewerbe Deutschland und Frankreich zwischen 9:00 Uhd 9:30 Uhr. Sollten die Ergebnisse besser als ihre Prognosen ausfallen, könnte der EUR neue Unterstützung, insbesondere gegen den USD erfahren. Darüber hinaus wird Deutschlands ifo-Geschäftsklimaindex des Instituts für Wirtschaftsforschung für den Monat März veröffentlicht.

JPY – Yen fällt mit steigender Risikobereitschaft
Der japanische Yen blieb im gestrigen Handel nahezu unverändert gegen die Hauptwährungen. Deutlichere Kursverluste gegen den JPY erlitt lediglich der EUR, was Händler eher auf die jüngsten Kursschwankungen gegen der Einheitswährung gegen die Hauptwährungen zurückführten, als auf aktuelle Konjunkturdaten. EUR/JPY handelt momentan um 121,87, 60 Punkte unter dem Eröffnungskurs, jedoch über dem gestrigen Tagestief.
Heute Nacht um 00:50 Uhr veröffentlichte Japan die aktuellen Zahlen zur Handelsbilanz, die besser ausfielen als zunächst erwartet. Insgesamt erreichte das Wirtschaftswachstum das schnellste Tempo in über 30 Jahren, bei einer Expansion, die auf das Konto erhöhter Exportzahlen geht. Im Anschluss an die Veröffentlicht wertete der JPY gegen den USD auf. Der Bericht wies eine gesteigerte Ausfuhr nach Asien und in die USA aus. Anleger deuteten dies als Hinweis auf einen generellen Erholungstrend, zu dem die globale Nachfrage steigt.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Für dieses Währungspaar ergeben sich seit 2 Handelstagen Kursverluste. EUR/USD handelt aktuell um 1,3410. Der Slow Stochastic der Tages-Chart bildet aktuell ein zinsbullisches Cross. Eine Preiskorrektur nach oben steht unmittelbar bevor. Auch der RSI der Stunden-Chart stützt diesen Trend. Kaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.

GBP/USD
Dieses Paar setzt seinen Abwärtstrend fort. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Oszillatoren der 4-Stunden-Chart lassen keine eindeutige Tendenz erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie bei diesem Kurspaar deutlichere Signale auf der Stunden-Chart ab.

USD/JPY
Die Stunden-Chart zeigt eine Preisbewegung, die im unteren Grenzbereich der Bollinger Bands begann und sich möglicherweise bis in den oberen Bereich vollzieht. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte eine beliebte Wahl heute sein.

USD/CHF
Der zinsbullische Trend dieses Paares gibt langsam nach. USD/CHF scheint sich mittlerweile um die 1,0615-Marke zu konsolidieren. Der RSI der 4-Stunden-Chart bewegt sich im “überkauften” Bereich und verdeutlicht, dass sich eine Kurskorrektur nach unten bereits in naher Zukunft einstellen könnte. Bei diesem Währungspaar könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald eine Überwindung der unteren Handelsgrenze erfolgt.

 

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