2010-03-25
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar-Aufwärtstrend hält an
Der USD baute seine Kursgewinne gegen die Hauptwährungen am Mittwoch aus, nachdem der jüngste Bericht zum US-Ordereingang langlebiger Güter im Februar zum dritten Monat in Folge einen Anstieg auswies. Infolgedessen beendete der USD den gestrigen Handelstag mit plus 100 Punkten gegen den GBP um 1,4890. Gegenüber dem EUR legte der USD ebenfalls zinsbullische Tendenzen an den Tag und schloss hier bei 1,3330.
Der gestrige Bericht zum US-Ordereingang langlebiger Wirtschaftsgüter im Februar verdeutlichte zum dritten Monat in Folge einen Anstieg. Das US-Handelsministerium berichtete am Mittwoch, dass die Bestellungen gegenüber dem Vormonat um 0,5% gestiegen waren. Die Orders für zivile Investitionsgüter ohne Flugzeuge, die als wichtige Messgröße für die Unternehmensausgaben gelten, kletterten im Februar um 1,1%. Bei den Auftragseingängen außerhalb des Rüstungsbereichs wurde eine Zunahme um 1,6% deutlich.
Während der USD seinen Aufwärtstrend unaufhaltsam weiter verfolgte, schlossen die US-Börsen am Mittwoch im Minus. Händler zeigten sich am gestrigen Handelstag insgesamt verunsichert. Die Nachfrage nach dem USD als Safe-Haven-Währungen erhöhte sich, da Investoren mittlerweile fürchten, dass nach Griechenland noch andere wirtschaftlich schwächere Euro-Länder, wie beispielsweise Portugal, tiefer in die Schuldenkrise geraten könnten.
Wichtigster US-Konjunkturindikator heute: US-Erstanträge für Arbeitslosenhilfe (Woche) um 13:30 Uhr. Händler, Augen auf! Sollte das Ergebnis die Erwartungen übertreffen, könnte dies den USD kurzfristig weiter in die Höhe treiben. Darüber hinaus sollten Anleger die für 15:00 Uhr angesetzte Anhörung von US-Notenbankchef Ben Bernanke vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses zur Exit-Strategie der US-Notenbank Federal Reserve nicht verpassen. Die Marktteilnehmer messen dieser größte Bedeutung bei. Von hohen Kursschwankungen ist auszugehen, die die nächsten Dollar-Tendenzen bis zum Ende der Woche bestimmen können.
EUR – EUR fällt auf 10-Monatstief gegen USD
Für den EUR ergaben sich am Mittwoch zusätzliche Kursverluste gegen den USD. Die Stimmung am Markt bleibt getrübt. Anleger mutmaßen weiterhin, ob sich die EU-Minister bei ihrem heutigen EU-Gipfel auf die bilateralen Hilfen einigen werden, die sie dem schuldengeplagten Mitgliedsstaat Griechenland anbieten wollen. Zu Handelsschluss begab sich der EUR gegenüber dem USD auf Talfahrt. Das häufig gehandelte Währungspaar notierte bei 1,3330. Für die 16-Nationen-Währung konnten ähnliche Entwicklungen gegenüber dem GBP beobachtet werden, der hier bei 0,8950 schloss.
Als Hauptsorge am Markt gilt nach wie vor Griechenlands Schuldenkrise. Darüber hinaus stufte die Ratingagentur Fitch am Mittwoch die Kreditwürdigkeit Portugals wegen mangelnder Haushaltsdisziplin ab. Griechenland werde sich bei der Bekämpfung seiner Schuldenkrise möglicherweise in Washington an den Internationalen Währungsfonds (IWF) wenden. Der IWF wiederum sieht die Europäer in erster Linie in der Pflicht, Athen zu helfen.
Die EU-Kommission zeigte sich bislang zwar bereit, einen Vorschlag für einen Finanzierungsmechanismus zu machen, konnte sich auf einen solchen jedoch nicht einigen. Deutschland und Frankreich sollen mittlerweile an einem gemeinsamen Vorschlag für mögliche Hilfen gearbeitet haben. Entsprechend soll sich Athen bei Bedarf an den Internationalen Währungsfonds (IWF) richten, kann aber darüber hinaus auf freiwillige bilaterale Hilfen von einem Teil der EU-Mitgliedstaaten zählen können.
JPY – Yen fällt auf ganzer Linie
Für den japanischen Yen ergaben sich gestern gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen Kursverluste bei bärischen Tendenzen. Dabei rutschte der JPY in seinem Kurs gegen den USD deutlich ab und drückte das beliebte Währungspaar bis auf die 91,95-Marke. Auch zum EUR ergaben sich ähnliche Entwicklungen. Hier notierte der Yen bei 122,50.
Der JPY-Kurs wird aktuell vorwiegend von den Tendenzen seiner primären Währungspaare bestimmt. Allem Anschein nach werden USD und EUR ihren volatilen Handel, insbesondere gegenüber dem japanischen Yen, für heute fortsetzen. JPY-Anleger sollten daher Nachrichten sowohl aus den USA als auch aus der Eurozone aufmerksam verfolgen, da diese beiden Nationen im heutigen Marktgeschehen eine bedeutende Rolle spielen werden. Um 13:30 Uhr werden heute wieder Arbeitsmarkzahlen aus den USA veröffentlicht. Darüber hinaus könnte es hilfreich sein, unplanmäßige Stellungnahmen seitens der japanischen Regierung aufmerksam zu verfolgen, die dem JPY zusätzlich Volatilität verleihen können.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Laut Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart ist eine Kurskorrektur nach oben für das Währungspaar EUR/USD längst überfällig. Der RSI bestätigt diese Tendenz und verdeutlicht, dass sich das Paar weit im „überverkauften“ Bereich bewegt. Eine gute Strategie für heute könnte lauten: Auf steigende Kurse setzen.
GBP/USD
Der Relative Strength Index (RSI) der 2-Stunden-Chart schwankt im „überverkauften“ Bereich. Auch hier könnte sich eine Kurskorrektur nach oben bald ergeben. Der Slow Stochastic der Tages-Chart bestätigt diesen Kurs. Händler sollten bei diesem Währungspaar heute bevorzugt auf steigende Kurse setzen.
USD/JPY
Der Slow Stochastic der 8-Stunden-Chart gibt an, dass sich für das Währungspaar USD/JPY in Kürze eine Kurskorrektur nach unten ergeben könnte. Der Relative Strength Index (RSI) hat bereits in den „überkauften“ Bereich gedreht. Verkaufen könnte hier von Vorteil sein.
USD/CHF
Dieses Paar hat gestern die 1,0640-Widerstandsmarke um 100 Punkte überwunden. USD/CHF könnte den jüngsten zinsbullischen Trend fortsetzen, da der 7-Tages-RSI auf der Tages-Chart höher tendiert. Der 10-Tages-Momentum Indikator lässt erkennen, dass sich das Paar deutlich aufwärts entlang der aufwärts geneigten Trendlinie bewegt. Händler könnten hier weiterhin auf steigende Kurse setzen, bis die Trendlinie unterbrochen wird.


