2010-03-26

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD auf 10-Monatshoch gegen EUR
Der US-Dollar kletterte zum EUR gestern zunächst auf ein neues 10-Monatshoch, nachdem der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) Jean-Claude Trichet die mögliche Beteiligung des Internationalen Währungsfonds (IWF) an zukünftigen Griechenland-Hilfen kritisierte. „Wenn der Internationale Währungsfonds (IWF) oder irgendeine andere Institution die Verantwortung anstelle der Eurogruppe oder der Regierungen übernehmen muss, ist das offensichtlich sehr, sehr schlecht“, sagte Trichet. Des Weiteren wurde der US-Dollar erneut von positiven US-Konjunkturdaten und optimistischen Investoren gestützt, die auf eine frühere Leitzinsanhebung seitens der US-Notenbank Federal Reserve hoffen.
Ferner entspannt sich die Arbeitsmarktsituation in den USA. Laut US-Arbeitsministerium am Donnerstag ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche um 14.000 Anträge auf 442.000 Anträge gesunken, während sich die Prognosen der Experten auf einen Rückgang auf 450.000 Anträge beliefen. Heute erwarten die Marktteilnehmer mit Spannung den Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan für den Monat März, der von 72,5 Zählern in der ersten Umfrage auf 73 Zähler steigen soll.
Am Donnerstag verzeichnete der USD leichte Verluste gegen Rohstoff gebundenen Währungen wie Australischer, Neuseeländischer und Kanadischer Dollar.

EUR – EUR rutscht nach Trichet-Kritik ab
Die Einheitswährung EUR fiel im Nachmittagshandel gegen den USD bis auf ein 10-Monatsief. EZB-Chef Jean-Claude Trichet sprach sich gestern gegen mögliche Hilfen für Athen durch den IWF aus. Der EUR fiel bis unter die Schlüsselmarke von $1,33 und notierte zu Handelsschluss bei $1,3272.
Im frühen asiatischen Handel heute konnte der EUR einen Teil der Verluste gegen die US-Währung jedoch wieder ausgleichen und kletterte auf $1,3319 von $1,3273 gestern in New York. Das gestrige Tagestief wurde mit $1,3268 ausgegeben, dem niedrigsten Stand seit dem 7. Mai vergangenen Jahres. Der EUR handelt aktuell bei 123,10 Yen von zuvor 123,08 Yen. Das Pfund Sterling steht bei $1,4866.

JPY – Yen fester gegen USD
Der JPY wertete am Donnerstag gegen den US-Dollar auf. Händler verwiesen auf die Rückführung von Einnahmen in Übersee durch japanische Unternehmen in die regionale Wirtschaft als Ursache, die sich die starken Wochenverluste noch vor dem Ende des japanischen Finanzjahres in der nächsten Woche zu Nutze machten. Japans Yen handelt aktuell bei 92,48 pro USD von 92,73 am Donnerstag. Zuvor markierte der Yen mit 92,96 seinen niedrigsten Stand seit dem 8. Januar. Auch für den Yen-Handel werden die heutigen Konjunkturdaten aus den USA und der Eurozone maßgeblich sein, einschließlich weiterer Entwicklungen zum Thema Griechenland-Krise. Aus Japan stehen heute keine bedeutenden Veröffentlichungen auf der Agenda.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Die jüngsten Abwärtsbewegungen auf der 4-Stunden-Chart erfolgten unterhalb der 20-Tages-Moving Average-Linie der Bollinger Bands. Diese verläuft wiederum unterhalb der abwärts geneigten Trendlinie auf der 4-Stunden-Chart. Als Einstiegsstrategie könnten Händler, da der 7-Tages-RSI inzwischen aufwärts geneigt ist, eine Überwindung der 20-Tages Moving Average-Linie abwarten, um anschließend bei dieser auf fallende Kurse zu setzen. Möglich wäre es auch, zu warten, bis die RSI-Linie zurückgeht.

GBP/USD
Auf der Tages-Chart wird ein bärisches Cross des MACD deutlich. Dies könnte bedeuten, dass für GBP/USD weiteres Abwärtspotenzial besteht und die rückläufige Preisbewegung anhält. Auch der RSI der 7-Tages-Chart stützt diese Tendenz. Der RSI-Linie hat nach oben gedreht und liegt nun an der abwärts gerichteten Trendlinie. Händler könnten sich den bevorstehenden Trend zu Nutze machen, indem sie diesem Markt bei einem vorteilhaften Einstiegslevel um 1,4782 mit Short-Positionen beitreten, sollte der RSI die Trendlinie nicht überwinden.

USD/JPY
Auf der Tages-Chart hat USD/JPY die abwärts geneigte Trendlinie deutlich überwunden und ist nun bis auf 92,95 geklettert. Der zinsbullische Trend könnte sich fortsetzen, da seit dem Durchbruch ein Momentum deutlich zu erkennen ist. Das MACD-Histogramm tendiert aufwärts und deutet somit auf einen zukünftigen Aufwärtstrend. Ein neuer Richtwert bei 93,75 ist nicht unwahrscheinlich.

USD/CHF
Die gestrigen Aufwärtstendenzen kamen bei 1,0750 zu einem Ende, könnten heute jedoch wieder aufgenommen werden. Auf der Tages-Chart ist zu erkennen, dass das MACD-Histogramm höher tendiert, was wiederum bedeutet, dass ein Aufwärtstrend erneut einsetzen könnte. Der Preis hat mittlerweile die 20-Tages Moving Average-Linie der Bollinger Bands überwunden – ein Hinweis dafür, dass USD/CHF die obere Linie der Bollinger Bands noch erreicht. Die obere Bollinger Band Linie könnte Händlern heute als nächster Richtpreis dienen.

 

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