2010-03-29

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD weiterhin gestärkt gegenüber Hauptwährungen
Der jüngste USD-Aufwärtstrend setzte sich auch in der vergangenen Handelswoche fort. Dabei kletterte die US-Währung auf ein 10-Monatshoch gegen den EUR. Das Währungspaar EUR/USD fiel bis auf die Marke von 1,3266. Ähnliche Kursgewinne verzeichnete der US-Dollar auch gegenüber Pfund Sterling und japanischen Yen.
Händler verweisen auf positive Wirtschaftsdaten aus den USA als Ursache für die aktuell zinsbullischen Tendenzen. Die Verkäufe bestehender Häuser, die 75% am US-Häusermarkt ausmachen, waren zwar im Februar von 5,05 Mio. auf 5,02 Mio. Einheiten in annualisierter Rechnung gesunken, jedoch hielten sich die Verkaufszahlen zum achten Monat in Folge über der Marke von 5 Mio. Einheiten. Ein nachhaltiger Aufschwung auf dem US-Immobilienmarkt ist laut Einschätzung der Analysten derzeit jedoch nicht in Sicht. Des Weiteren wurde in der vergangenen Woche ein Bericht veröffentlicht, nach dem die US-Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter im Vergleich zur Vormessung um 0,9% gestiegen sind. Experten hatten einen Anstieg um 0,6% erwartet. Die wichtigsten Daten, die in der letzten Woche ausgegeben wurden, stellten jedoch die wöchentlichen Arbeitslosenerstanträge dar. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war in der vergangenen Woche auf 442.000 Personen gesunken. Laut US-Arbeitsministerium ist dies das beste Ergebnis der letzten 6 Wochen und eines der positivsten seit Beginn der Finanzkrise.
Wichtigster Indikator aus den Vereinigten Staaten in dieser Woche sind die für Freitag erwarteten US-Arbeitsmarktdaten „Non-Farm Payrolls“. Der ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung, dem Sektor Landwirtschaft ausgenommen, nimmt stets großen Einfluss auf die Märkte. Händler sollten auch die ADP-Prognose, die am Mittwoch ausgeben wird, nicht aus den Augen verlieren. Viele Investoren stützten ihre Handelsaktivitäten auf die Einschätzung der Experten, die als äußerst verlässlich und präzise gilt.

EUR – EUR schließt uneinheitlich
In die vergangene Woche startete der EUR bei Abwärtstendenzen gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen. Zum USD markierte die Einheitswährung am Donnerstag sogar ein 10-Monatstief. Am Freitag wiederum konnte der EUR einen Teil der zuvor verzeichneten Kursverluste gegen den USD ausgleichen.
Die vergangene Handelswoche war zum wiederholten Male von den Marktspannungen rund um Athens aktuelle Schuldenkrise gekennzeichnet. Zu Wochenbeginn schienen sich die EU-Minister zunächst nicht auf ein mögliches Hilfsprogramm für die Griechen einigen zu können. Dies dämpfte die ohnehin bereits geringe Risikobereitschaft am Markt und die Händler orientierten sich an Safe-Haven-Anlagen. Im Zuge des EU-Gipfels am Donnerstag, schienen sich die Euro-Staaten grundlegend auf die Form möglicher bilateralen Hilfen für das EU-Sorgenkind Griechenland verständigen zu können. Das Anlegervertrauen in die 16-Nationen-Währung kehrte zurück, so die Händler, und der EUR wertete auf. Darüber hinaus lieferte der Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland, der ifo-Geschäftsklimaindex, ein Ergebnis, dass über den Erwartungen der Experten lag. Hier verwiesen Analysten auf den schwachen EUR als Export-Katalysator als Beweggrund. Letztendlich konnte die Kombination aus dem Griechenland-Notfallplan und positiven Konjunkturdaten aus der Eurozone dem EUR Unterstützung verleihen.
Auch aus dem Euroraum werden in dieser Woche einige interessante Indizes veröffentlicht. Händler sollten in erster Linie ihre Augen in Bezug auf die kommenden Entwicklungen in Griechenland offen halten. Dieses Thema wird voraussichtlich auch in den kommenden Wochen wiederholt Einfluss auf den EUR nehmen. Ein endgültiger Rettungsplan in diesem Zusammenhang könnte dem EUR deutlichen Auftrieb verleihen.

JPY – Yen erholt sich nach Abwärtstrend der letzten Woche
Der japanische Yen unterlag in der vergangenen Handelswoche deutlichen Kursschwankungen gegen die Hauptwährungen. Dabei waren die Kursverluste eher untypisch, da die gedrückte Stimmung an den globalen Märkten, die in der Regel den Yen aufwerten lässt, das genaue Gegenteil auslöste. Regionale Konjunkturdaten brachten den JPY zusätzlich unter Druck, so dass der JPY im Laufe der Handelswoche um nahezu 3% gegen USD, EUR und GBP nachgab. Die fehlende Korrelation von Anlegerstimmung zu den Risikoappetitindizes könnte für weitere Volatilität und für eine Zurückhaltung der Händler in Bezug auf JPY-Investitionen sorgen.
Im frühen Montagshandel heute Morgen ergaben sich für den JPY kaum Kursveränderungen. Positive Umsatzzahlen im Einzelhandel nahmen wenig Einfluss auf den JPY-Kurs. Staatliche Zuschüsse für den Kauf umweltfreundlicher Autos haben dem Einzelhandel in Japan das größte Umsatzplus seit 13 Jahren beschert. Japans Yen handelt aktuell bei 92,60 zum USD und 138,25 zum Pfund Sterling.
In der anstehenden Handelswoche erwarten die Marktteilnehmer einige Kursbewegungen für die Hauptwährungspaare. Anleger bereiten sich auf eine neue NFP-Woche, inklusive weiterer hitziger Diskussionen zur US-Gesundheitsreform vor, die zu Schwankungen an allen relevanten Märkten führen kann. Eigene Konjunkturdaten aus Japan dürften ebenfalls Einfluss nehmen – am Mittwoch wird der Tankan Manufacturing Index ausgegeben. Laut Prognosen soll sich der Index-Stand zu dieser Messung verbessern. Zur Vormessung wurde der Tankan Manufacturing Index bei -24 ausgegeben, was die sich verschlechternden Konditionen für Japans herstellende Industrie widerspiegelte.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Auf der Stunden- und 4-Stunden-Chart bewegt sich der RSI auf den „überkauften“ Bereich zu. Entsprechend können sich Abwärtstendenzen für EUR/USD ergeben. Der Slow Stochastic der 8-Stunden-Chart gibt ein rückläufiges Cross aus. Darüber hinaus hat sich der RSI auf der Tages-Chart nahe des „überverkauften“ Bereichs eingefunden. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte die richtige Entscheidung für heute sein.

GBP/USD
GBP/USD-Indikatoren bewegen sich im neutralen Bereich, während das Paar innerhalb einer Spanne zwischen 1,4900 und 1,4960 schwankt. Bei diesem Handelspaar deutlichere Signale abzuwarten, könnte heute eine gute Strategie sein.

USD/JPY
Für USD/JPY könnten sich im heutigen Handelsverlauf Kurskorrekturen nach unten ergeben. Der RSI hat auf der 4-, 8- und Tages-Chart in den „überkauften“ Bereich gedreht, während der Slow Stochastic auf der Stunden- und Tages-Chart ein rückläufiges Cross ausgibt. Des Weiteren zeichnet sich eine Überwindung des oberen Bereichs der Bollinger Bands auf der Tages-Chart ab. Verkaufen könnte hier von Vorteil sein.

USD/CHF
Aktuell verdeutlicht ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart, dass sich leichte Abwärtsbewegungen für heute ankündigen. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte die richtige Entscheidung bei USD/CHF sein.

 

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