2009-05-04
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Banken-Stresstest könnte USD unter Druck setzen
Bei näherem Hinsehen, verdeutlichen die Bewegungen am Devisenmarkt seit Freitag zwei grundlegende Faktoren, die den USD-Kurs während des frühen Morgenhandels heute bestimmten. Zum einen, wurde der Veröffentlichungstermin der Stresstest-Ergebnisse kurzfristig auf den weiteren Wochenverlauf verschoben. Darüber hinaus scheinen Anleger nach wie vor negativ von der Sorge um eine Ausbreitung der Schweinegrippe beeinflusst zu sein. Während der USD bereits an Boden gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen verloren hat, könnte sich dieser Trend in den kommenden Wochen fortsetzen.
Seit Markteröffnung heute früh, rutschte der USD in Richtung 1,3330-Marke zum EUR ab sowie bis auf 1,4960 gegenüber dem Pfund Sterling. Hier wurde das Rekordtief der vergangenen Woche übertroffen. In Anbetracht der bevorstehenden Stresstest-Ergebnisse erwarten einige Marktanalysten die Erkenntnis der Marktteilnehmer darüber, dass der USD tatsächlich keine allzu sichere Investition ist, wie viele denken. Dementsprechend könnten Anleger in den kommenden Wochen eine regelrechte Flucht vor dem US-Dollar beobachten, während die Banken versuchen werden, den korrekten Wert der
US-Währung festzulegen. Wie tief könnte der Dollar angesichts dieser Situation fallen?
Wenn man bedenkt, dass ein Großteil der Wirtschaftsdaten aus den USA jüngst positiv ausfallen, erscheint eine solche Entwicklung eher unrealistisch. Einige Wirtschaftswissenschaftler sagen jedoch voraus, dass der Dollar mittelfristig die 1,4500-Marke zum EUR sowie die 1,5100 zum Pfund erreichen wird. Zunächst werden am Donnerstag jedoch die Stresstest-Daten erwartet, bei denen die US-Notenbank mit Hilfe von Rechenmodellen einschätzt, welche Verluste Banken verkraften können.
EUR – EUR profitiert von jüngsten Marktsorgen
Der EUR gilt als Sieger der vergangenen Woche an den Devisenmärkten. Die europäische Währung konnte deutliche Kursgewinne gegenüber all ihren Währungsgegnern verbuchen. Der EUR startete in die neue Woche zum USD bei 1,3330 und bewegt sich gegenüber dem GBP bereits auf die 0,8950-Marke zu.
Während die Sorge um einen internationalen Ausbruch der Schweingrippe weiter anhält, drehen Anleger typischen “Sicherheitsinvestitionen” den Rücken zu. Darüber hinaus setzen die für Donnerstag angekündigten Stresstest-Ergebnisse der US-Banken den USD bereits im Vorfeld unter Druck, der derzeit als Save-Haven-Wahl gilt. Wirtschaftsdaten aus der Eurozone hatten jüngst verdeutlicht, dass Europas Wirtschaft bereits auf Erholungskurs sei, was viele Marktteilnehmer überraschte. Diese unerwartet positiven Ergebnisse machten den EUR zum primären Nutznießer der vergangenen Woche. Analysten zufolge soll sich dieser Trend auch in der anstehenden Woche fortsetzen.
Auf der Eurozonen-Agenda stehen in den kommenden Tagen nur einige wenige Datenveröffentlichungen, während negative Ergebnisse für die US-Wirtschaft bereits vorausgesagt werden. Normalerweise erweisen sich ruhige Wirtschaftswochen einer Währung für schädlich, da die übrigen Märkte das Steuer sozusagen übernehmen. Die Ergebnisse des US-Bankenstresstests wiederum könnten dem EUR große Vorteile bringen. In der bevorstehenden Woche könnten Anleger deutliche Kursgewinne für den EUR beobachten. Ein Preislevel bei 1,3600 zum Dollar ist nicht unwahrscheinlich.
JPY – Yen-Schicksal abhängig vom USD?
Die vergangenen Handelstage haben den japanischen Yen stark strapaziert. Gegen den USD wurde der Yen nahe der 100,00-Marke gehandelt, zum EUR wiederum bei 132,60 – eine verhängnisvolle Entwicklung für die Inselwährung. Während Japans Wirtschaft weiterhin schrumpft und Investoren sich angesichts der Schweinegrippe von ihren “sicheren” Anlagen wegorientieren, könnte der JPY seinen schwersten Schlag aller Zeiten erfahren. Wirtschaftswissenschaftler mutmaßen wie lange diese negative Wende für Japans Währung noch anhalten wird.
Im Vorfeld der Ergebnisse zum US-Banken-Stresstest mit ihren möglichen negativen Folgen für den Dollar, könnte ein Teil des Drucks, der derzeit auf Japans Yen lastet, auf die US-amerikanische Währung übergehen. Doch auch eine solche Entwicklung bleibt fragwürdig. Angesichts einer eher ruhigen Wirtschaftswoche in Japan, könnte das Schicksal des JPY vom US-Dollar abhängen. Sollte der Dollar in den kommenden Tagen tatsächlich an Wert verlieren, könnte sich diese Abwärtstendenz ebenso negativ auf den Yen auswirken und Anleger dazu bringen, sich auf weniger traditionelle Bankensysteme, wie in Europa üblich, zu konzentrieren. Was immer das Resultat sein möge, Anleger scheinen schon jetzt bereit zu sein, ihre JPY-Anlagen zu verkaufen.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Aktuell bewegt sich der Kurs dieses Paares im oberen Bereich der Bollinger Bands auf der Stunden- sowie 4-Stunden-Chart. Dies kann als Zeichen für eine gemäßigte Abwärtsausrichtung gedeutet werden. Da EUR/USD im “überkauften” Bereich des RSI auf der Stunden-Chart zu finden ist, zeichnet sich die bevorstehende Abwärtskorrektur immer deutlicher ab. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte heute eine gute Entscheidung sein.
GBP/USD
Auf der 4-Stunden-Chart bildet sich eine eindeutig zinsbullische Handelsspanne heraus, in deren Mitte das Paar mittlerweile schwankt. Dennoch befindet sich der RSI auf der Stunden-Chart bereits im “überkauftem” Bereich, was bedeuten könnte, dass auch hier eine Abwärtskorrektur bereits unmittelbar bevorsteht. Ebenfalls für GBP/USD könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
USD/JPY
Der kontinuierliche Aufwärtstrend dieses Paares nimmt nun auch Einfluss auf den Langzeit-Oszillator RSI, der diesen auf der 4-Stunden-Chart in den “überkauften” Preisbereich drückt. Dementsprechend scheint USD/JPY unter Druck zu geraten und eine Abwärtsausrichtung zu erfahren. Das Momentum verlagert sich mittlerweile in eine Abwärtsposition. Daher könnte auch hier die Strategie, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, Erfolgt haben.
USD/CHF
Dieses Paar unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die 4-Stunden-Chart lässt keine eindeutige Tendenz erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie deutlichere Signale auf den Stunden-Charts ab.


