2009-05-05
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Steigende Aktienmärkte und US-Wohnungswesen setzen Dollar zu
Der Dollar setzte seine Aufwärtsausrichtung infolge steigender Aktienmärkte und überraschend positiven Wirtschaftsdaten zunächst fort, die die Risikobereitschaft auf den Devisenmärkten verstärken. Das Kurspaar EUR/USD geriet gestern während der Handelsstunden in Japan und Europa unter Druck und rutschte deutlich ab. Die Schlüsselmarke bei 1,3200 wurde jedoch nicht überwunden. Anschließend drehte der Kurs wieder. Diese Aufwärtstendenz lässt sich auf ein Ansteigen der Aktienmärkte zurückführen. Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) beendete den gestrigen Handelstag bei 2,61%. Weiterhin förderten die über den Erwartungen liegenden Daten des US-Wohnungswesens die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer. Die Daten fielen überraschend positiv aus und trugen ihren Beitrag zu den Dollar-Verkäufen bei.
Darüber hinaus könnten Liquiditätsengpässe die Kurse heute noch weiter in die Höhe treiben, da Japans Märkte aufgrund des nationalen Feiertages “Goldene Woche” geschlossen bleiben. Forexyard-Analysten erwarten zusätzliche Schwäche für die Dollar-Kurspaare, da die Marktteilnehmer sich jüngst voller Optimismus und in Erwartung einer Rezessionsentspannung zeigen. Am deutlichsten wird dies gegenüber Währungen zu beobachten sein, die in einer Wechselbeziehung zu Rohstoffpreisen stehen, wie beispielsweise der Australische Dollar (AUD) sowie der Neuseeländische Dollar (NZD).
Auf der Agenda des heutigen Handelstages in den USA stehen zwei wichtige Ereignisse. Der ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe des Monats April wird heute um 16:00 Uhr herausgegeben. Dieser Indikator gilt als wichtiger Maßstab für konjunkturelle Aktivität und Expansion. Für diesen Bericht wird eine gemäßigte Verbesserung im Vergleich zur Vormessung des vergangenen Monats erwartet. Des Weiteren wird US-Notenbankchef Bernanke, ebenfalls um 16:00 Uhr, vor dem gemeinsamen Wirtschaftsausschuss des Kongresses in Washington im Rahmen einer Anhörung zu den konjunkturellen Aussichten sprechen. Seine Aussagen könnten in eine positive Entwicklung der aktuellen Wirtschaftslage weisen, was dem Dollar voraussichtlich einen erneuten Hieb versetzen wird. EUR/USD könnte heute somit die 1,3600 Widerstandsmarke testen.
EUR – EUR setzt zinsbullische Ausrichtung fort
In den letzten drei Handelstagen verbuchte der EUR gegenüber dem Dollar Gewinne. Dies konnte auch gestern beobachtet werden. Europäische Investoren hatten Grund zur Freude, nachdem sich im Anschluss an die Veröffentlichung des Geschäftsklimaindex ein positives Momentum einstellte. Die Ausgabe dieser Daten, begleitet von einem Anstieg der Aktienmärkte, trieb den EUR gegenüber seinen Währungspaaren an. Der EUR beendete den gestrigen Handelstag bei $1,3376, zuvor lag er bei $1,3315. EUR/JPY legte zu: von 131,35 auf 132,10. Auch EUR/GBP schloss fester bei 0,8945 von zuvor 0,8890.
Die Währung der 16 Nationen erbrachte in den vergangenen Tagen eine zufriedenstellende Leistung. Ein plötzlicher Anstieg an ausländischen Investitionen entstand, als Anleger begannen, ihren “sicheren” Anlagen den Rücken zuzudrehen. Während die Marktteilnehmer nach risikoreichen Investitionen suchen, scheint die Eurozone mit an erster Stelle auf der Liste zu stehen. EUR und GBP könnten hierbei zu Nutznießern werden.
Im Vorfeld zum anstehenden EZB-Entscheid zur Leitzinsrate, kann überdurchschnittliche Volatilität für den EUR und seine Währungspaare erwartet werden. Die Marktteilnehmer sehen am 7. Mai nicht nur einer Leitzinssenkung von voraussichtlich 1,25% entgegen. Fachleute rechnen seitens der EZB weitgehend mit unorthodoxen geldpolitischen Maßnahmen wie der so genannten quantitativen Lockerung. Dieses Vorhaben kommt dem eingeführten Programm der US-Notenbank nahe, nachdem die diese lang laufende US-Staatsanleihen aufkauft. Sollte die Rechnung der EZB jedoch nicht aufgehen, könnte der EUR gegen den Dollar erhebliche Verluste erleiden.
JPY – Yen auf 3-Wochentief zum EUR
Der Yen erreichte gestern, angesichts neuer Spekulationen über ein Ende der globalen Rezession, ein 3-Wochentief gegenüber dem EUR. Auch die bevorstehende Veröffentlichung des US-Banken-Stresstests übt Druck auf den Yen aus. Anleger verlagern ihre Anlagen in JPY auf risikoreiche und gewinnträchtige Währungen. Auch zum Dollar hatte der Yen finanzielle Verluste zu erleiden und musste einen Teil seines zinsbullischen Laufs gegenüber der US-Währung in der vergangenen Woche einbußen. Das Währungspaar USD/JPY beendete den gestrigen Handelstag von zunächst 99,45 bei 98,80.
Der Handel in Japan könnte in den nächsten Tagen volatiler ausfallen als gewöhnlich. Bis einschließlich Donnerstag bleiben die Märkte des Inselstaates aufgrund eines nationalen Feiertages geschlossen. In dieser Zeit wird der Kurs der japanischen Währung überwiegend von den übrigen Hauptwährungen bestimmt werden. JPY-Anleger sollte ihr Augenmerk auf die Ergebnisse des US-Banken-Stresstests am Donnerstag sowie auf die Veröffentlichung des US-Beschäftigungsberichts am Freitag richten.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Der zinsbullische Trend dieses Paares scheint nachzulassen. Mittlerweile konsolidiert sich EUR/USD um die 1,3390-Marke. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart zeigt ein neues rückläufiges Cross, was bedeuten könnte, dass sich innerhalb eines kürzeren Zeitrahmens eine Abwärtskorrektur ergibt. Es gilt: Bei eng gesetzten Stopps verkaufen, sobald die untere Grenze der Handelsspanne durchbrochen ist.
GBP/USD
Aktuell bewegt sich dieses Paar im “überkauften” Bereich auf der Tages-Chart. Ihr RSI deutet auf eine bevorstehende Abwärtsausrichtung hin. Die rückläufige Tendenz der Oszillatoren auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Sobald die Überwindung des unteren Bereichs der Handelsspanne vollzogen ist, könnte es auch hier von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
USD/JPY
Für den Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart hat sich ein zinsbullisches Cross herausgebildet, das eine zinsbullische Korrektur bereits in unmittelbarer Zukunft vermuten lässt. Die steigende Tendenz der Oszillatoren auf der Stunden-Chart bestätigt diese Neigung. Auch hier könnte die richtige Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.
USD/CHF
Die Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Dennoch hat sich ein zinsbullisches Cross für den Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart eingestellt. Das könnte wiederum ein Zeichen dafür sein, dass eine zinsbullische Korrektur unmittelbar bevorsteht. In diesem Fall könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.


