2009-05-07

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar gerät gegenüber EUR und GBP ins Schleudern
Der US-Dollar musste gestern gegenüber den Hauptwährungen Verluste hinnehmen, nachdem ein Anstieg der Aktienmärkte und überraschend positive US-Arbeitsmarktdaten die Attraktivität des USD als “sichere” Anlage minderten. Nach dem gestrigen Börsengang rutschte der USD zum EUR ab. Das beliebte Kurspaar wurde bei 1,3320 gehandelt. Ähnlich verhielt sich der Dollar zum Britischen Pfund und schloss hier zu Handelsende bei 1,5123.
Unternehmen hatten im Monat April weniger Arbeitsplätze in den USA abgebaut als zuvor und machten deutlich, dass die größten Verluste an Beschäftigung möglicherweise überwunden sind. Die Beschäftigung im Privatsektor sei im April nach Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing auf 491.000 Stellen zurückgegangen, was deutlich unter den Erwartungen lag und den niedrigsten Stand seit vergangenem Oktober darstellte. Auch eine Stabilisierung im Bereich der Verbraucherausgaben, nach dem größten Einbruch der letzten 30 Jahre, schürt die Hoffnung, dass die Rezession in den USA zur zweiten Jahreshälfte ein Ende nehmen könnte.
Heute sollten Forex-Händler ihr Augenmerk auf eine Reihe wichtiger Fundamentaldaten aus den USA sowie der Eurozone richten. Erwartungsgemäß werden die entsprechenden Währungspaare im Vorfeld des US-Arbeitsmarktberichts am Freitag und der Leitzinsbeschlüsse von EZB und BoE hohe Volatilität erfahren.

EUR – Europäische Zinssätze auf der Agenda
Der EUR verbuchte während des gestrigen Handels zwar Kursgewinne gegen den US-Dollar, die sich jedoch in Erwartung des bevorstehenden Leitzinsentscheids der EZB wieder aufhoben. Europas Zentralbank wird ihre Leitzinsrate heute voraussichtlich um 0,25% auf 1,0% herabsetzen. Darüber hinaus soll sich die EZB zu weiteren währungspolitische Maßnahmen entscheiden, um das Wirtschaftswachstum und Kreditvergaben zu fördern. Der EUR schloss zum USD letztendlich bei 1,3320.
Erst im vergangenen Monat hatte die EZB ihre Zinsrate zur Stabilisierung der Wirtschaft auf 1,25% herabgesetzt. Die Eurozone kämpft derzeit in erster Linie gegen infolge des massiven Wirtschaftsabschwungs sich entwickelnde Deflation und Deleveraging sowie darum, ihre Schulden abzubauen. Als Ergebnis dessen wird sich die EZB heute wieder für eine erneute Leitzinssenkung entscheiden, was im Gegensatz zu anderen Regierung steht, die in derselben Situation auf staatlich gestützte Investitionsprogramme bauen. Die Marktteilnehmer sehen die Zinssenkung der EZB als erneuten Versuch, das Anlegervertrauen zu stärken und den aktuellen Konjunkturabschwung durch die Finanzkrise abzuschwächen.
Anleger können heute von außergewöhnlich hohen Kursschwankungen für das Kurspaar EUR/USD ausgehen, das sich jedoch in absehbarer Zeit stabilisieren müsste. Die derzeitigen Preissprünge finden in der Regel nicht statt. Hier könnten sich Anleger die extremen Kursbewegungen zu Nutze machen und hohe Profite erzielen. Sobald die Leitzinssenkung beschlossen ist, könnte das Kurspaar seinen Richtpreis für die nächste Woche bei 1,3000 finden.

JPY – JPY verliert gegenüber den Hauptwährungen
Gestern verlor der JPY gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen an Boden. Dabei war der JPY vorwiegend von den Kursen der übrigen Hauptwährungen beeinflusst, da gestern lediglich ein Indikator aus Japans Wirtschaft veröffentlicht wurde. Die japanische Währung scheint jüngst von äußeren Faktoren bestimmt.
Japans monatliche Geldmenge stieg, verglichen mit dem Vorjahresstand, im Monat April um 8,2%. Die Kontokorrenteinlagen der japanischen Zentralbank schnellten 81,2% in die Höhe, nachdem sie im Monat März bei 69% sprunghaft anstiegen. Diese Entwicklung ist vorwiegend auf die großen Dollar-Summen zurückzuführen, die die Bank of Japan (BoJ) als Reaktion auf die globale Finanzkrise in ihren Geldmarkt gepumpt hatte. Hier wird es interessant zu beobachten sein, wie landeseigene Daten in Japan bis zum Ende der Woche mit den Bewegungen auf den Aktienmärkten in Bezug auf die jüngste Kursentwicklung des JPY interagieren.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Nach einer Phase ungewöhnlich hoher Preisschwankungen, scheint sich dieses Kurspaar mittlerweile etwas beruhigt zu haben. Alle Oszillatoren sind neutral. Dennoch ist die Bildung eines Konsolidierungstrends auf der Stunden- sowie 4-Stunden-Chart zu erkennen. Sollten sich die Bollinger Bands in den nächsten Stunden ebenfalls verengen, könnte sich im weiteren Tagesverlauf erneut eine stark volatile Bewegung ergeben. Anleger sollten auf einen Durchbruch warten, um anschließend bei diesem Trend möglichst früh einzusteigen.

GBP/USD
Die anhaltende Aufwärtsbewegung dieses Paares scheint zuletzt kaum Widerstand zu finden. Die Kurzzeit-Oszillatoren geben den Preis nach wie vor im neutralen Bereich aus. Dennoch deutet der RSI der Tages-Chart darauf hin, dass das Paar im “überkauften” Bereich schwankt. Ihr Slow Stochastic zeigt ein deutlich rückläufiges Cross. Zum Ende der Woche könnte hier eine Abwärtskorrektur zu beobachten sein. Eine gute Entscheidung könnte lauten: Den abwärtsgerichteten Durchbruch abwarten, um im Anschluss einzusteigen.

USD/JPY
Dieses Paar lässt keine eindeutigen Zeichen einer Ausrichtung erkennen. Letztlich wurde USD/JPY in konsolidierenden Handelsmustern nahe der 98,50-Marke gehandelt. Sobald sich die Bollinger Bands der Stunden-Chart verdichten, könnte der Höhepunkt dieser Konsolidierung unmittelbar bevorstehen. Anleger sollten auf deutlich erkennbare Tendenz warten und dann zum frühesten Zeitpunkt einsteigen.

USD/CHF
Dieses Paar unterliegt aktuell hohen Kursschwankungen zwischen 1,1400 und 1,1250, ohne deutliche Ausrichtung. Sollte sich der RSI der Tages-Chart nahe des “überkauften” Bereichs bewegen, könnte sich ein leichter Aufwärtsdruck einstellen. Händler können von diesem profitieren, wenn sie bei Niedrigständen kaufen und bei Höchstständen verkaufen.

 

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