2009-05-08

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar verliert gegen EUR
Am gestrigen Handelstag ergaben sich für den Dollar gemischte Ergebnisse. Deutlichste Entwicklung waren die Kursverluste gegenüber dem EUR. Der Dollar-Handel wurde während des Börsengangs dabei von mehreren Faktoren beeinflusst. Der Donnerstag begann mit dürftigen, jedoch besser als erwartet ausgefallenen Arbeitslosendaten, die bereits Druck auf den USD ausübten. Dies reichte aus, um den Dollar gegenüber der europäischen Währung ins Schleudern zu bringen. Das Währungspaar EUR/USD wurde darüber hinaus von der Leitzinssenkung in der Eurozone um 25 Basispunkte auf 1,0% bestimmt, die das Anlegervertrauen in den EUR stärkte.
Zu Handelsschluss erfolgte die Bekanntgabe der Ergebnisse des US-Banken-Stresstests, im Rahmen eines Briefing nach Börsenschluss, begleitet von einer Presseerklärung und beaufsichtigt von US-Notenbank-Chef Ben Bernanke. Fazit: Zehn von 19 geprüften Bankinstituten benötigen insgesamt $75 Milliarden zusätzlich. Finanzminister Geithner gab sich optimistisch. Die Untersuchung der Institute würde die Fähigkeit der Banken stärken, den Kreditfluss zu erhöhen. Finanzexperten hatten einen höheren Kapitalbedarf erwartet. Der Dollar verbuchte infolgedessen zu Börsenschluss wieder leichte Kursgewinne. Bis zum Start in das bevorstehende Wochenende wird erst deutlich werden, wie die Börsianer auf die Ergebnisse des Stresstests reagieren.
Der Dollar rutschte am Donnerstag um 75 Punkte gegen den EUR ab, um letztendlich bei 1,3362 zu schließen. Gegen den JPY legte der USD wiederum eindrucksvoll zu und erweiterte seine jüngste Erfolgssträhne der letzten zwei Tage. Der USD stieg um 1% bzw. 80 Punkte an und schloss bei 99,20. Auch zum Britischen Pfund wurden Kursgewinne bei plus 120 Punkten verbucht. Der USD notierte hier bei 1.4996. Großbritannien hielt seine Leitzinsrate gestern unverändert bei 0,5%. Eventuell kann der Dollar seinen Aufwärtstrend gegenüber dem GBP auch übers Wochenende fortsetzen.
Heute stehen einige wichtige Veröffentlichungen aus den USA auf der Wirtschaftsagenda. Diese umfassen unter anderem den ADP-Arbeitsmarktbericht, Beschäftigung exklusive Agrar sowie die Arbeitslosenquote um 14:30 Uhr. Sollten die Ergebnisse über den Erwartungen ausfallen, könnte der Dollar seine gestrigen Verluste gegen den EUR möglicherweise etwas ausgleichen. Bleibt es bei enttäuschenden Ergebnissen, wie in den Vormonaten, könnte es heute auf einen ziemlich bärenhaften Börsengang für den Dollar hinauslaufen.

EUR – EUR gewinnt gegen GBP
Der EUR verbuchte gestern deutliche Kursgewinne gegenüber dem Britischen Pfund, nachdem die Eurozone ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 1,0% herabsetzte. Dies ist die niedrigste Rate in der Geschichte der Eurozone. Im Anschluss konnten die Marktteilnehmer beobachten, wie die Maßnahme den EUR in die Höhe trieb und das Anlegervertrauen in die Europäische Zentralbank (EZB) und ihren Präsidenten Jean-Claude Trichet stärkte. Darüber hinaus wurde Europas Währung am frühen Donnerstag von beeindruckend positiven Zahlen der Deutschen Industrie-Auftragseingänge gestützt. Beide Einflussfaktoren brachten dem EUR einen derartigen Schub, dass die europäische Währung bis Handelsschluss Boden gutmachten konnte.
Der EUR beendete den Börsengang am Donnerstag um 120 Punkte höher zum GBP und notierte bei 0,8908. Die Marktteilnehmer waren sich einig, dass diese Entwicklung auf die Leitzinssenkung der Eurozone zurückzuführen war. Darüber hinaus sind Forex-Anleger nach wie vor in Sorge um die zunehmend negativen Wirtschaftsdaten, die aktuell aus Großbritannien ausgegeben werden. Der EUR verbuchte weitere Kursgewinne gegen den Dollar und kletterte um 65 Punkte bis auf die 1,3362-Marke. Hier nahem wiederum schwache Daten aus der US-Wirtschaft sowie die Ergebnisse des Banken-Stresstest ihren Einfluss. Ordentliche 170 Punkte legte der EUR zum JPY zu und das Vertrauen der Marktteilnehmer in Europas Währung wurde am Donnerstag pausenlos gestärkt.
Sowohl aus der Eurozone als auch aus Großbritannien werden heute wichtige Wirtschaftsdaten erwartet. Unter anderem steht im Laufe des Tages Deutschlands Handelsbilanz des Monats März sowie die Daten des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) zur Produktion im produzierenden Gewerbe, Monat März, saisonbereinigt um 12:00 Uhr auf der Agenda. Großbritannien wird heute um 10:30 Uhr die Erzeugerpreise des Monats April, Output/Input-Basis veröffentlichen. Die Ergebnisse dieser Indikatoren werden die Tendenzen von GBP und EUR am heutigen Handelstag bestimmen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichungen ist mit hohen Kursschwankungen zu rechnen.

JPY – JPY fällt gegenüber Kontrahenten
Der JPY verbuchte gestern gegenüber den Hauptwährungen Kursverluste. Dabei waren es jedoch nicht Japans Wirtschaftsdaten, die den Kurs des Yen bestimmten. Generell scheint Japans Währung derzeit von äußeren Faktoren beeinflusst zu sein. Gestern gab es keine Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten des Inselstaats. Japans Börsen reagierten ausschließlich auf Zahlen aus Übersee. JPY-Investoren scheinen sich darüber hinaus nach wie vor in Warteposition zu befinden und nach Anzeichen einer Erholung der globalen Wirtschaftslage zu suchen, obwohl sich Japans extrem schlechte Konjunkturlage, wenn auch äußerst langsam, zu erholen scheint.
Der JPY fiel gegenüber dem USD um 80 Punkte auf 99,20 und setzte seine Verluste gegenüber der US-amerikanischen Währung zum zweiten Tag infolge fort. Gegen den EUR rutschte der JPY um 170 Punkte auf 132,47 ab, nachdem sich die Händler, infolge der Leitzinssenkung in der Eurozone um 25 Basispunkten auf 1,0%, auf den EUR stürzten. Nur der Kurs des Währungspaares GBP/JPY veränderte sich geringfügig. Großbritanniens Wirtschaft verschlechtert sich laut Wirtschaftsdaten weiterhin. Heute bleibt der JPY abwesend vom Wirtschaftskalender. Von hohen JPY-Kursschwankungen ist auszugehen. Wieder einmal wird der Kurs der japanischen Währung von externen Einflussfaktoren bestimmt werden.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Der zinsbullische Trend dieses Paares scheint nachzulassen. Mittlerweile konsolidiert sich EUR/USD um die 1,3410-Marke. Darüber hinaus bewegt sich das Kurspaar an der oberen Grenze des RSI auf der Tages-Chart. Hier stellt sich eventuell schon bald eine Abwärtsausrichtung ein. Eine zu bevorzugende Strategie könnte lauten: Bei eng gesetzten Stopps verkaufen, sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.

GBP/USD
Die Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI der Tages-Chart bereits im “überkauftem” Bereich, was bedeuten könnte, dass sich eine Korrektur nach oben ergeben könnte. Auch hier könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald der Durchbruch der unteren Grenze der Handelsspanne vollzogen ist.

USD/JPY
Dieses Paar unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die 4-Stunden-Chart lässt keine eindeutige Tendenz erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie auf deutlichere Signale auf den Stunden-Charts.

USD/CHF
Die inzwischen typischen Kursschwankungen auf Stunden-Chart setzen sich für USD/CHF fort. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart schwankt dabei im neutralen Bereich. Aktuell bewegt sich das Kurspaar jedoch im unteren Bereich des RSI der Tages-Chart. Hier steht ebenfalls eine Aufwärtsbewegung bevor. In diesem Fall könnte es eine gute Entscheidung sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.

 

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