2009-05-20

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Globaler Optimismus lässt US-Dollar weiter abrutschen
Am Dienstag musste der USD gegenüber seinen Währungskontrahenten Verluste verzeichnen. Diese Entwicklung konnte beobachtet werden, nachdem das US-Handelsministerium mitteilte, dass die Baubeginne in den USA im Monat April überraschend auf ein Rekordtief gefallen waren. Bis zum Ende des gestrigen Tages rutschte der USD um 0,5% ab und wurde bei $1,3630 zum EUR gehandelt. Zum Yen verlor die US-Währung 0,3% und schloss bei 95,94. Analysten zufolge lassen sich die negativen Zahlen bei den Baubeginnen und -genehmigungen auf die außerordentlich schwankungsanfälligen Neubauten von Mehrfamilienhäusern zurückführen. Zu früh zeigten sich die Marktteilnehmer voller Hoffnung, dass sich der US-Immobiliensektor bereits stabilisieren könnte.
Darüber hinaus nahmen die Konjunkturerwartungen Deutschlands Einfluss auf den USD. Diese stiegen im Mai überraschend auf einen neuen Höchststand, steigerten die Risikobereitschaft unter den Investoren deutlich und reduzierten gleichzeitig die Nachfrage nach “sicheren” Anlagen wie dem USD. Als Anhaltspunkt für die Bestimmung der Risikobereitschaft an den Märkten, gelten im Allgemeinen die US-Aktienmärkte. Des Weiteren lösten positive Konjunkturdaten weitere Abwärtstendenzen für den USD aus.
Zusätzliche Hinweise für einen zukünftig anhaltenden bärischen Trend des USD gegenüber dem EUR geben drei US-Großbanken, die laut Medienberichten beabsichtigen, ihre zuvor erhaltenen Staatshilfen zurückzuzahlen. Auch hier lässt der Bedarf an Dollar-Sicherheiten nach, da die Marktteilnehmer mutmaßen, dass die Banken bereits keinen zusätzlichen Kapitalbedarf haben.

EUR – Pfund erreicht 6-Monatshoch gegenüber USD
Der EUR wurde am Dienstag mit plus 0,5% bei $1,3625 gehandelt und stützt sich auf einen überraschenden Konjunkturoptimismus innerhalb der deutschen Wirtschaft. Der ZEW-Indikator kletterte auf 31,1 Punkte im Monat Mai von zuvor 13,0 Zählern im April. Experten hatten mit lediglich 20,0 Punkten gerechnet. Allem Anschein nach, hat sich die düstere Stimmung unter den Marktteilnehmer etwas aufgehellt.
Auch aus dem Vereinigten Königreich werden positive Nachrichten verkündet. Das Britische Pfund erreichte gestern einen neuen Höchststand gegenüber dem US-Dollar. Zuvor hatte Die britische ICAP plc, der weltgrößte Broker für Transaktionen zwischen Banken, leichte Profite bekannt gegeben und der britische Kaufhauskonzern Marks & Spencer Group plc berichtete eine starke Entwicklung im Auslandsgeschäft, die den Umsatz im Berichtszeitraum über den Vorjahreswert steigen ließ.
Analysten zufolge treibt die positive Reaktion der europäischen Währung auf den ZEW-Bericht sowohl den Konjunkturoptimismus, als auch die Risikobereitschaft unter den Marktteilnehmer in die Höhe. Enttäuschende Indikatoren bleiben aktuell ungeachtet. Die Kursgewinne beim EUR und Pfund Sterling setzten den Dollar unter Druck und veranlassten Anleger, einen Teil ihrer Dollar-Positionen aufzulösen. In Zeiten von Marktunsicherheit gilt der USD zwar stets als “sichere” Anlage, jedoch suchen Anleger derzeit bereits nach risikoreichen sowie gewinnträchtigen Investitionen.

JPY – Japans Wirtschaft schrumpft im Eiltempo
Zum dritten Tag in Folge verzeichnete der Yen zum EUR Kursverluste. Die Aktienmärkte zogen an, nachdem Japans Wirtschaft laut Regierungsberichten im letzten Quartal weniger geschrumpft war als erwartet. Während des New Yorker Handels rutschte der Yen auf 131,17 EUR von zuvor 130,81 ab. Auch gegenüber dem US-Dollar ging der JPY bis auf 95,70 zurück.
Die japanische Wirtschaft sank auf Basis vorläufiger Zahlen seit Jahresbeginn bis Ende März mit einer Jahresrate von 15,2 Prozent. Im Vorquartal wurde ein Rückgang von 12,1% gemessen. Im Vergleich zum letzten Quartal des Vorjahres schrumpfte Japans BIP um 4,0% und markierte damit einen neuen Rekordeinbruch. Die Auswirkungen der enttäuschenden Daten auf die Märkte hielten sich in Grenzen. Experten hatten negativen Ergebnisse erwartet.
Analysten halten es mittlerweile für möglich, dass Japans Rezession nun ihren Tiefstand erreicht hat, auch wenn es noch ein weiter Weg sei, bevor sich Japans Wirtschaft wieder auf Erholungskurs begibt.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Paar hat seinen zinsbullischen Trend der letzten Tage wieder aufgenommen und wird derzeit bei 1,3600 gehandelt. EUR/USD konnte die 1,3715-Marke zuvor jedoch nicht überwinden. Seither werden Kursschwankungen deutlich. Sollte das Paar das Level bei 1.3715 noch überwinden, wird sich voraussichtlich eine deutliche Aufwärtsbewegung ergeben.

GBP/USD
Auf der Tages-Chart bildet sich eine eindeutig zinsbullische Handelsspanne, in deren oberen Bereich sich GBP/USD mittlerweile bewegt. Alle Oszillatoren der Tages-Chart sind aktuell aufwärts gerichtet und deuten auf einen weiteren zinsbullischen Trend für heute hin.

USD/JPY
Seitdem dieses Paar die 96,70-Marke erreicht hat, befindet es sich kontinuierlich auf dem Abwärtstrend und wird mittlerweile um die 95,50-Marke gehandelt. Auf der 4-Stunden-Chart wird deutlich, dass der Moving Average Convergence/Divergence (MACD) ein bärisches Cross bildet, was wiederum auf eine Erweiterung des Abwärtstrends hinweist. Verkaufen könnte die richtige Strategie für heute sein.

USD/CHF
Auf der Tages-Chart wird deutlich, dass dieses Paar in den vergangenen 2 Monaten einem starken Abwärtstrend unterlag. USD/CHF fiel in diesem Zeitraum von zuvor 1,1975 auf aktuelle 1,1115. Das rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der Tages-Chart deutet darauf hin, dass sich der generelle Abwärtstrend auch heute fortsetzen kann.

 

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