2009-05-21

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD seit April auf Talfahrt
Am Mittwoch verzeichnete der USD überwiegend Verluste gegenüber den Gegenwährungen. Zum dritten Tag in Folge verlor der Dollar Boden gegen den EUR und Yen. Zum Ende des gestrigen Handelstages wurde der USD zum EUR bei 1,3604 und zum Yen bei 94,85 gehandelt.
Laut des für die Geldpolitik zuständigen Offenmarktausschusses der US-Notenbank, ist das Geldinstitut dazu bereit im Rahmen des jüngsten finanzpolitischen Hilfsprogramms über die veranschlagten 1,75 Billionen US-Dollar hinauszugehen. Es sollen weitere Staatsanleihen sowie andere Wertpapiere aufgekauft werden, um auf diese Weise zusätzliches Geld in die Wirtschaft zu pumpen. Bereits am 18. März hatte die Notenbank eine ähnliche Bekanntgabe gemacht, nach der sie Staatsanleihen im Wert von 300 Milliarden Dollar kaufen wollte. Zu beobachten war anschließend ein Kurssturz des US-Dollar. Die Anschaffung von in Dollar angegebenen Verbindlichkeiten kann einen negativen Effekt auf den Wert der Währung haben, insbesondere angesichts der Tatsache, dass die US-Notenbank das Geld, um die Papiere zu bezahlen, einfach druckt. Investoren fürchten eine Deflation. Darüber hinaus scheinen die USA tiefer in die Rezession gerutscht zu sein, als gedacht. Für die nur langsame Erholung der Wirtschaftslage wurde jetzt ein Zeitraum von ungefähr zwei Jahren berechnet, da vor allem der Arbeitsmarkt nach wie vor stark unter Druck steht.
Auch wenn der USD seine Kursverluste seit dem FOMC-Treffen im März leicht ausgleichen konnte, befindet sich die US-Währung bereits seit Mitte April auf Talfahrt. Wesentliche Abwärtstendenzen werden seit Wochenbeginn deutlich. Experten führen diese Entwicklung zum Teil auf die Erholung der Aktienmärkte zurück, die die Risikobereitschaft der Händler steigert. Wichtigste Wirtschaftsindikatoren auf der US-Agenda sind: Die heutige Veröffentlichung der US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe der Woche um 14:30 Uhr sowie die für morgen angekündigte Rede von US-Notenbankchef Ben Bernanke. Positive Wirtschaftsdaten könnten den US-Dollar zusätzlich unter Druck setzen.

EUR – EUR profitiert von gesteigerter Risikobereitschaft
Der gestrige Bericht des Offenmarktausschusses (FOMC) der US-Notenbank brachte dem EUR auf einen neuen Höchststand gegenüber dem USD seit Anfang Januar. Um 1% kletterte der EUR gestern auf 1,3768 von zuvor 1,3630. Während des Handelstages erreichte der EUR sogar die 1,3830-Marke, was ein Rekordlevel seit dem 5. Januar darstellte. Im weiteren Tagesverlauf rutschte der EUR jedoch wieder leicht zum USD ab, nachdem die deutschen Erzeugerpreise den stärksten Preisrückgang in fast 22 Jahren verzeichneten. Zum Yen gab der EUR um 0,2% nach und notierte von zuvor 130,81 zu Handelsschluss am Mittwoch bei 130,51.
Die Erholung an den globalen Aktienmärkten sowie eine Abnahme der Volatilität ergeben derzeit einen Umschwung an den Märkten, an denen sich Risikobereitschaft ausbreitet. Der USD gilt derzeit als nicht-risikoreich und somit weniger gewinnbringend. Allem Anschein nach, sind die Marktteilnehmer nach wie vor davon überzeugt, dass sich die USA in einem schnelleren Tempo erholen wird als beispielsweise Japan, Großbritannien und die Eurozone. Laut Internationalem Währungsfonds (IMF) soll die Wirtschaft in der Eurozone in diesem Jahr um 4,2% schrumpfen, was über den prognostizierten 2,8% für die USA und den erwarteten 4,1% für Großbritannien liegt.
Dennoch könnte der EUR heute zum vierten Tag in Folge Kursgewinne gegenüber dem USD verbuchen: Zwischen 9:00 Uhr und 10:00 Uhr werden die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende und nicht-verarbeitende Gewerbe in Deutschland, Frankreich und der gesamten Eurozone für den Monat Mai veröffentlicht. Entsprechend den Prognosen, könnte sich hier zeigen, dass sich der Rückgang im Produktions- und Servicesektor langsamer vollzieht als in den vergangenen 7 Monaten.

JPY – Yen steigt im Kurs nach Rekordrückgang der japanischen Wirtschaft
Nachdem Japans Regierung gestern verkündete, dass die Wirtschaftsleistung in Japan mit einem neuen Rekordtempo geschrumpft sei, verbuchte der Yen einen deutlichen Kursanstieg gegenüber den 16 meistgehandelten Währungen. Dabei kletterte Japans Yen gestern von 130,77 auf 130,04 pro EUR. Zum US-Dollar legte der Yen am Mittwoch um 1,3% auf 94,75 pro Dollar von zuvor 95,97 zu.
Regierungsangaben zufolge ergab sich für Japans Wirtschaft bis Ende März ein Einbruch um annualisierte 15,2% im ersten Quartal 2009. Zuletzt war das BIP von Oktober bis Dezember vergangenen Jahres um 14,4% gesunken. Das japanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im Vergleich zum Vorquartal um 3,5% zurück, was den stärksten Verlust seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 1955 darstellt. Die Wirtschaftskrise hat die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt stärker in Mitleidenschaft gezogen als andere Industrieländer. Als Grund nennen Experten die starke Exportabhängigkeit des Landes. Japans Wirtschaft schrumpfte mehr als doppelt so stark wie in den USA. Aktuell investieren die Marktteilnehmer zwar verstärkt in Yen-Anlagen, dennoch könnte der USD in den nächsten Tagen gegenüber dem Yen wieder an Boden gewinnen.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Paar verzeichnet mittlerweile seit einigen Tagen einen steten Aufwärtstrend. Diese Bewegung hat den Preis für EUR/USD in den überkauften Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart gedrückt, was bedeuten könnte, dass sich mittelfristig eine Abwärtskorrektur einstellt. Langfristig scheint sich der zinsbullische Trend jedoch fortzusetzen. Kaufen könnte bei diesem Paar weiterhin eine zuverlässige Wahl sein.

GBP/USD
Die stark zinsbullischen Tendenzen dieses Währungspaars spiegeln sich inzwischen in den meisten Oszillatoren wider, die darauf hindeuten, dass eine Korrektur unmittelbar bevorsteht. Diese Entwicklung konnte in den vergangenen zwei Tagen beobachtet werden und wird allem Anschein nach auch heute anhalten. Des RSI auf der Stunden, 4-Stunden- und Tages-Chart verdeutlicht, dass sich das Paar im “überkauften” Bereich bewegt. Der Slow Stochastic auf der 4-Stunden- und Tages-Chart weist rückläufige Crosse aus. Eine gute Entscheidung könnte hier lauten: Den abwärtsgerichteten Durchbruch abzuwarten, um zur Preiskorrektur einzusteigen.

USD/JPY
Ein neues zinsbullisches Cross des Slow Stochastic erscheint auf der 4-Stunden-Chart und verdeutlicht, dass eine zinsbullische Korrektur erwartet werden kann. Aktuell bewegt sich der Kurs des Paars im “überkauften” Bereich des RSI auf der 4-Stunden- sowie Stunden-Chart, was die vorgenannte Tendenz bestätigt. Für heute könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

USD/CHF
Normalerweise schließt sich an einen dauerhaften Abwärtstrend, wie für USD/CHF beobachtet, eine Preiskorrektur an. Dies ist hier jedoch nicht der Fall. Die meisten Oszillatoren sind derzeit neutral ausgerichtet. Der Preis scheint sich jedoch bereits im “überkauften” Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart zu bewegen, was wiederum eine bevorstehende Aufwärtskorrektur ankündigen würde. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte hier heute richtig sein.

 

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