2009-05-22

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar auf 5-Monatstief
Gestern setze die US-Währung ihre Talfahrt gegenüber dem EUR fort und rutschte um 1% bis auf 1,3950 ab. Dabei erreichte der Dollar einen neuen Tiefststand gegenüber seinen Gegenwährungen, während die Händler immer weniger in US-Anlagen investieren.
Gegenüber dem EUR und dem Pfund Sterling verlor der Dollar in dieser Woche täglich an Boden und markierte gestern Kursverluste zum Yen zum dritten Tag infolge. Analysten ordnen die deutlichen Kursverluste des Dollar einer gesteigerten Risikobereitschaft und wachsendem Konjunkturoptimismus zu. Vor dem Wochenende würden offenbar einige Marktteilnehmer ihre US-Dollar Positionen auflösen, sagten Händler.
Einer der wichtigsten Indikatoren des gestrigen Handelstages waren die US-Arbeitslosenerstanträge. Auch wenn die Arbeitslosenquote geringer als befürchtet gestiegen ist, brachten die Ergebnisse dem US-Dollar keinen Kurszuwachs. Die Anleger warten heute wichtige Ergebnisse ab, bevor sie ihre Handelsstrategien bestimmen.
Den größten Einfluss auf den US-amerikanischen Dollar und seine Crosse wird die dabei die für 20:00 Uhr anberaumte Rede von US-Notenbankchef Bernanke an der Boston College Law School sein. Bernankes Ansprache wird wie gewöhnlich einige Kursschwankungen für den Dollar auslösen. Anleger sollten demnach die Bewegungen der US-Währung nicht aus den Augen verlieren, nach denen sich die Tendenzen zum kommenden Wochenauftakt bestimmen lassen.

EUR – EUR weiterhin stark gegen USD
Der EUR verbuchte gestern Kursgewinne gegenüber dem US-Dollar, nachdem vielversprechende Wirtschaftsdaten aus Europa veröffentlicht wurden. Neue Hoffnungen wurden geschnürt, dass sich die Eurozone bald von ihrer Rezession erholen könnte. Der EUR erreichte ein 5-Monatshoch zum Dollar und kletterte bis über die 1,3950-Marke. Gegenüber dem JPY legte Europas Währung 80 Punkte zu und beendete die gestrige Börsensitzung bei 131,19.
Der EU-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor erreichte neue Rekordergebnisse für die letzten 7 Monate und lässt Experten davon ausgehen, dass die Wirtschaftaktivität der Eurozone im zweiten Quartal geringfügig zurückgehen wird, nachdem ein regelrechter Einsturz im ersten Quartal des Jahres erfolgte. Der Bericht zeigte eine deutliche Verbesserung und verstärkte die Hoffnung der Ökonomen, dass sich der Grad des konjunkturellen Abschwungs in der Eurozone nun mäßigen könnte, insbesondere nach der schweren Dürreperiode des 4. Quartals 2008 und des 1. Quartals 2009. Der überraschend abgeschwächte Einbruch der Produktionsaktivität im Mai verstärkt die Hoffnungen auf eine Stabilisierung der Konjunktur.
Darüber hinaus verbesserten sich die Konjunkturerwartungen für die Wirtschaft der Eurozone in den letzten Wochen, nachdem auch hier überraschend positive Daten veröffentlicht wurden. Für den EUR werden trotz Volatilität der Nicht-EUR-Crosse erste Zeichen von Stabilität deutlich. Für Anleger ist es momentan von größter Bedeutung, die Zeichen der Wirtschaftsindikatoren aus den USA, Europa und Japan richtig zu deuten, um ihre Investitionen korrekt zu bestimmen.

JPY – JPY bei leichten Verlusten gegenüber EUR und Gewinnzuwachs zum Dollar
Der japanische Yen beendete den gestrigen Handel bei gemischten Ergebnissen gegenüber seinen Gegenwährungen. Zum EUR verlor der JPY und brachte das oft gehandelte Währungspaar bis auf die 131,19-Marke. Zum GBP rutschte der JPY unwesentlich ab, um bei 149,31 zu notieren. Zumindest zum USD verzeichnete der JPY einen Gewinnzuwachs von 35 Punkten und schloss hier letztendlich bei 94,17.
Heute werden die japanischen Märkte starken Einfluss auf den JYP nehmen. Japan veröffentlicht den aktuellen Leitzins. In Japan ist der Zinssatz für Übernachtkredite an Finanzinstitutionen die Overnight Call Rate. Der japanische Leitzins wird voraussichtlich unverändert bleiben, Anleger sollten ihr Augenmerk jedoch auf die angesetzte Pressekonferenz der Bank of Japan richten, um die Prognosen für Japans konjunkturelle Zukunft zu erfahren. Sollte die japanische Regierung ihren Konjunkturausblick anheben, könnte dies ein erstes Anzeichen für eine Erholung der Wirtschaft in Japan bedeuten.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Paar verhielt sich in der vergangenen Woche außerordentlich zinsbullisch und wird mittlerweile zwischen 1,3900 und 1,3950 gehandelt. Der Hauptoszillator der Tages-Chart deutet darauf hin, dass sich dieser Trend in unmittelbarer Zukunft fortsetzen wird. Dennoch verdeutlicht der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart, dass sich schon bald ein rückläufiges Cross bilden könnte, was wiederum auf eine bevorstehende Abwärtsausrichtung hindeutet. Dieser Augenblick ist dafür geschaffen, zu einem frühen Zeitpunkt Profit aus der Situation zu schlagen.

GBP/USD
Dieses Kurspaar hat sich in letzter Zeit fortwährend stabilisiert und erreicht mittlerweile neue Höchststände. Eine Fortsetzung des zinsbullischen Trends wird vom MACD der Tages- und Wochen-Chart gestützt. Auf der anderen Seite steht das rückläufige Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden- und Tages-Chart im Widerspruch zu dieser Tendenz. Hier könnte es eine gute Entscheidung sein, Kauf-Positionen zu eröffnen, bevor der zinsbullische Trend ein Ende findet.

USD/JPY
In den letzten Handelstagen ergaben sich für dieses Paar äußerst rückläufige Tendenzen. Der MACD der Stunden-Chart lässt keine eindeutige Ausrichtung erkennen. Der Slow Stochastic und der RSI der Tages-Chart deuten darauf hin, dass dieses Paar zunächst weiter abrutschen könnte, bevor sich eine Aufwärtskorrektur einstellt. Händler sollten sich diesen zinsbullischen Trend zu Nutze machen, bevor das Potential ausgeschöpft ist.

USD/CHF
Der Slow Stochastic der Tages-Chart verdeutlicht, dass sich der aktuelle Abwärtstrend dieses Paars kurzfristig fortsetzen könnte. Auch der MACD auf der 4-Stunden-Chart stützt diese Tendenz. Trotzdem verdeutlicht der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart, dass sich ein zinsbullisches Cross bereits ankündigt. Hier könnte es eine gute Entscheidung für heute sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald sich das zinsbullische Cross einstellt.

 

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