2009-05-27

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar-Kurspaare gewinnen aufgrund positivem Verbrauchervertrauen
Der Dollar verbuchte gestern Gewinne gegenüber seinen Hauptwährungen, nachdem Anzeichen eines gesteigerten US-Verbrauchervertrauens und neu aufkeimenden Sorgen über Deutschlands Bankensystem, der europäischen Währung zusetzten, die in der gesamten letzten Woche einen zinsbullischen Lauf hatte. Der Index des Conference Boards kletterte im Monat Mai auf 54,9 Punkte. Im Monat April lag dieser noch bei 40,8 Punkten. Die US-Währung machte Boden gut, nachdem Medienberichten zufolge die Lage des deutschen Bankensystems erneut in Frage gestellt wurde. Die Marktteilnehmer reagierten sofort und schraubten ihre Positionen gegen den US-Dollar zurück.
Zum mittäglichen Handel in New York, steigerte der Dollar seinen Wert zum EUR um 0,2% auf $1,3893, nachdem er zuvor bei $1,3859 gehandelt wurde. Auch zum japanischen Yen verbesserte der Dollar seinen Kurs und schloss bei 95,10 Yen, nachdem er am vergangenen Freitag noch bei 94,77 Yen notierte. Im weiteren Handelsverlauf erholte sich der EUR gegenüber dem Dollar leicht. Nach Ausgabe der Ergebnisse zum US-Verbrauchervertrauen schloss der EUR im späten New Yorker Handel bei $1,3984.
In der vergangenen Woche wurde der Dollar bei einem neuen 5-Wochentief gehandelt. Diese Entwicklung ließ sich überwiegend auf die jüngst entstandenen Sorgen zurückführen, nach denen die fiskalische Glaubwürdigkeit der USA im Rahmen des AAA-Rating angezweifelt wird und die Amerikaner ihr Budgetdefizit zurückführen müssten. Jedoch wird sich ein Verlust des AAA-Rating wohl kaum bedeutend auf den Wert des USD auswirken, denn der Status des Dollars als Reservewährung der Welt gelte nach wie vor, so Analysten.
Für heute steht ein weiterer wichtiger US-Indikator auf der Agenda: Der Indikator Verkauf bestehender Häuser im Monat April. Die Ergebnisse werden um 16:00 Uhr veröffentlicht. Die Verkaufszahlen sollen laut Prognose von 4,57 Million auf 4,65 Million steigen. Dieser Index könnte den Dollar, nach den starken Wertverlusten gegenüber dem EUR im vergangenen Monat stützen.

EUR – EUR-Kurswert von Sorge über deutschen Bankensektor getroffen
Die europäische Währung verbuchte zum ersten Mal in 7 Tagen Kursverluste und musste die Gewinne der letzten Woche, die den EUR bis auf ein 4-Monatshoch gebracht hatten, wieder einbußen. Die Währung der 16 Nationen verlor gestern insbesondere aufgrund von Mutmaßungen der Marktteilnehmer, ob die Kursgewinne der vergangenen Woche aufrechterhalten werden könnten. Letztendlich rutschte der EUR um 0,2% auf $1,3982 von zuvor $1,4017 ab. Am 22. Mai erreichte Europas Währung noch einen Höchststand seit dem 2. Januar bei $1,4051. Zum Yen wurde der EUR bei 132,87 gehandelt, nachdem er zuvor bei 132,92 Yen schloss.
Ursache für die Kursverluste waren fallende Aktienkurse und schwache Konjunkturdaten. Nachdem laut Medienberichten die Lage des deutschen Bankensystems derzeit erneut in Frage gestellt wird, begannen die Marktteilnehmer ihre EUR-Positionen zu verkaufen. Die EUR-Kursverluste gegenüber dem Dollar stellten sich jedoch erst nach Veröffentlichung des Budgetdefizits in Deutschland ein. Experten schätzen, dass die deutschen Banken auf faulen Papieren im Wert von 200 Milliarden Euro (280 Milliarden Dollar) sitzen, die durch die Finanzkrise unverkäuflich wurden.
Dennoch dürfte der EUR, entsprechend den Technischen Analysen, in seinem Wert gegenüber dem Dollar weiter steigen. Zum ersten Mal seit September ist der 50-Tages-Durchschnittswert bis über den des 200-Tages-Durchschnitts gestiegen. Ersterer liegt heute bei $1,3409, letzterer bei $1,3385. Beide werden als zinsbullisches Signal gedeutet.

JPY – Yen verliert gegen US-Dollar
Der japanische Yen rutschte gestern zum Dollar ab, nachdem US-Wirtschaftsberichten zufolge, die Erholung der Märkte näher rücke, die die Nachfrage nach “sicheren” Anlagen dämpft. Dabei verbuchte der JPY gegenüber 15 der 16 meistgehandelten Währungen Verluste, während in den USA das Verbrauchervertrauen auf einen neuen Höchststand seit vergangenem September kletterte.
Darüber hinaus begab sich der JPY auf Talfahrt, nachdem Regierungsberichten zufolge deutlich wurde, dass die zweitgrößte Wirtschaft der Welt für den Monat April einen Handelsbilanzüberschuss verzeichnete. Folglich wurde der Yen zu Handelssluss bei 95,36 Dollar von zuvor 95,03 Dollar gehandelt. Zum EUR rutschte der Yen von 132,90 EUR auf 133,34 EUR ab.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Nachdem dieses Paar die 1,4050-Marke erreicht hat, ist der Preis inzwischen wieder leicht abgerutscht, während EUR/USD aktuell bei 1,3960 gehandelt wird. Allem Anschein nach, könnte sich eine technische Preiskorrektur einstellen: Ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart ist bereits deutlich zu erkennen. Für heute könnte es bei diesem Paar richtig sein, zu verkaufen.

GBP/USD
Nach einigen gescheiterten Versuchen, das Widerstandslevel bei 1,6000 zu durchbrechen, scheint das zinsbullische Momentum an seine Grenzen gekommen zu sein. Aktuell sind alle Oszillatoren der Tages-Chart abwärts gerichtet, was ein Zeichen dafür sein kann, dass sich als nächstes eine gemäßigte Abwärtsbewegung einstellt.

USD/JPY
Auf der Stunden-Chart bildet sich eine sehr deutliche zinsbullische Handelsspanne heraus, in deren oberen Bereich das Paar mittlerweile schwankt. Die Tages-Chart gibt weiterhin zinsbullische Signale aus, während ihr RSI den “überkauften” Bereich verlassen hat und mittlerweile wieder aufwärts gerichtet ist. Kaufen könnte heute eine gute Strategie bei diesem Währungspaar sein.

USD/CHF
Dieses Paar unterlag in letzter Zeit hohen Kursschwankungen, nachdem sich auf der Tages-Chart eine Triple-Doji-Formation gebildet hat. Dennoch wird ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der Tages-Chart deutlich, was bedeutet, dass eine zinsbullische Preisausrichtung bevorstehen könnte.

 

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