2009-05-29
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – BIP-Zahlen stehen an – Wird der USD weiterhin schwächeln?
Der US-Dollar schwächelte während des gestrigen Handelstages und verzeichnete Kursverluste gegenüber den Gegenwährungen. Mit einem Rückgang bis auf 1,4000 zum EUR und 1,6000 zum GBP, scheint heute ein Ende der USD-Abwärtstendenzen nicht in Sicht.
Die Marktteilnehmer werden ihr Augenmerk heute voraussichtlich wieder einmal auf das Thema faule Kredite in den USA richten, die als ein Hauptgrund für die Zurückhaltung der Banken bei der Kreditvergabe gelten und wiederum die Erholung der Gesamtwirtschaft erschweren. Dementsprechend wird sich der USD am heutigen Handelstag höchstwahrscheinlich erneut bärisch zeigen. Anlagen, die höhere Erträge abwerfen und Währungen wie der EUR und der GBP könnten davon profitieren. Darüber hinaus haben die positiven Wirtschaftsdaten aus Europa der vergangenen Woche eine deutliche Investmentverlagerung in Richtung diversifizierte Portfolios ergeben. Händler setzen derzeit auf ein höheres Risiko. Sie wenden sich dementsprechend von Safe-Haven-Anlagen ab.
Am heutigen Handelstag übernimmt die Vielzahl an Konjunkturdaten aus Europa wieder einmal das Steuer. Der Hauspreisindex des Monats Mai in Großbritannien könnte eine plötzliche Rückkehr zur Marktschwäche nach sich ziehen und die Ergebnisse der Geldmenge M3 der Eurozone haben das Potential, der europäischen Währung einen Schlag zu verpassen. In den USA wird der vorläufige Bericht zu den BIP-Zahlen um 14:30 Uhr veröffentlicht. Experten erwarten einen weniger starken Rückgang als im vergangenen Quartal, was wieder ein Anzeichen dafür sein könnte, dass sich die Vereinigten Staaten von Amerika auf Erholungskurs befinden. Das Thema faule Kredite wird dem USD jedoch voraussichtlich auch zum Wochenende Abwärtstendenzen bescheren.
EUR – Jüngste Gewinne des EUR unbeständig
Der EUR galt in der vergangenen Woche als größter Nutznießer der jüngsten Zunahme an Risikobereitschaft unter den Marktteilnehmern und konnte somit gegenüber jeder Hauptwährung Kursgewinne verbuchen. Die Währung der 16 Nationen kletterte gegenüber dem USD bis zur psychologisch wichtigen Marke bei 1,4000. Im Anschluss wurde das Widerstandslevel kurzfristig durchbrochen, bevor die europäische Währung nachgab, um wieder unterhalb der Marke zu notieren. Angesichts der jüngsten JPY-Verkäufe, konzentrierte sich ein Großteil der Investoren auf den EUR und brachten diesen bis auf 135,40 pro Yen.
Aktuell verbreitet sich unter den Marktteilnehmer die Hoffnung, dass die Eurozone sich alsbald erholen könnte. Ein plötzlicher Anstieg des Verbrauchervertrauens in einigen großen Industrienationen innerhalb der Eurozone kann als Ursache dafür genannt werden. Insbesondere der deutsche Markt brachte jüngst ein weites Spektrum an positiven Ergebnissen hervor, die die abgespannten Händler davon überzeugten, dass die schwerste Phase der Rezession mittlerweile überwunden sein könnte. Momentan gilt der EUR als erste Wahl unter den Investoren, die ihre Portfolios für gewinnträchtige Anlagen eilig diversifizieren. Stellt sich nur die Frage, wie lange dieser Trend positiver Konjunkturdaten aus Europa anhalten wird. Einige Analysten sagen voraus, dass diese Phase
zwar den Beginn einer Erholung markiert, jedoch kurzfristig nicht in diesem Tempo aufrechterhalten werden kann.
Heute stehen zwei äußerst wichtige Veröffentlichungen aus der Eurozone auf dem Wirtschaftskalender. Zum einen, der Hauspreisindex (Mai) der Nationwide Building Society in Großbritannien um 8:00 Uhr, der wieder einmal darauf hinweisen könnte, dass die Entwicklungen am Immobilienmarkt nach wie vor rückläufig sind. Diesem folgt der Bericht zur Geldmenge M3 der Eurozone. Die Geldmenge steht in direkter Korrelation zur Zinsrate und gilt somit als wichtige Maßeinheit des Währungswerts. Sollte das Ergebnis negativ ausfallen, könnte sich zumindest vorübergehend bis zum Ende des Handelstages eine Trendwende für den EUR ergeben.
JPY – Kehren die JPY-Carry Trades zurück?
Gestern verzeichnete der JPY einen seiner rückläufigsten Börsengänge des Monats. Bei einem Rückgang bis auf 97,00 gegenüber dem USD und 155,00 gegenüber dem GBP, ergab sich zum mittäglichen Handel am Donnerstag ein heftiger JPY-Abstoß. Ursache hierfür war die wachsende Sorge darüber, dass japanische Aktien stabiler seien, als zuvor prognostiziert, was wiederum zu einer erhöhten Risikobereitschaft unter vielen Safe-Haven-Investoren führte. Daraus erfolgte eine regelrechte Investitionsflucht in Richtung europäische Anlagen, die höhere Erträge erbringen. Einige Analysten erwarten nun die Rückkehr der JPY-Carry Trades, die den Yen bis auf die Tiefstände von 2007/2008 führen könnten.
Für heute stehen nicht viele Datenveröffentlichungen von Bedeutung auf der japanischen Wirtschaftsagenda. Der gestrige Bericht der Verbraucherpreise deutete jedoch auf einen Rückgang der Preise für japanische Güter und Dienstleistungen hin und markierte somit eine geschwächte Nachfrage dieser Marktsektoren innerhalb der japanischen Wirtschaft. Auch diese Zahlen haben die Händler zusätzlich dazu veranlasst, den “sicheren” JPY-Investitionen den Rücken zuzukehren. Solange die Eurozone und die USA keine dramatisch negativen Konjunkturdaten veröffentlichen, wird der JYP seinen Abwärtstrend voraussichtlich fortsetzen.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Der zinsbullische Trend dieses Paares scheint nachzulassen. Mittlerweile konsolidiert sich EUR/USD um die 1,3980-Marke. Darüber hinaus bewegt sich das Kurspaar an der oberen Grenze des RSI auf der Tages-Chart. Hier stellt sich eventuell schon bald eine Abwärtsausrichtung ein. Bei diesem Währungspaar könnte es heute von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald der Durchbruch der Handelsspanne erfolgt.
GBP/USD
Die 4-Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI der Tages-Chart bereits im “überkauftem” Bereich, was bedeuten könnte, dass sich schon bald eine bärische Preiskorrektur ergibt. Auch hier könnte die Entscheidung richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald ein Durchbruch stattgefunden hat.
USD/JPY
Ein neues Cross des Slow Stochastic, Tendenz fallend, hat sich auf der Tages-Chart gebildet, das auf eine rückläufige Ausrichtung bereits in unmittelbarer Zukunft hinweist. Die fallende Tendenz der Oszillatoren auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Sobald die Überwindung des unteren Bereichs der Handelsspanne vollzogen ist, könnte es eine gute Entscheidung sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
USD/CHF
Dieses Paar unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die 4-Stunden-Chart lässt keine eindeutige Tendenz erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie deutlichere Signale auf den Stunden-Charts ab.


