Gerade nachdem in der vergangenen Woche leichte Erholungsanzeichen für die europäische Gemeinschaftswährung deutlich wurden, stufte die Ratingagentur Fitch am Freitagabend die Kreditwürdigkeit Spaniens von der Bestnote „AAA“ auf „AA+“ herab. Als Grund nannte die Agentur unter anderem die hohe Verschuldung sowie die daraus resultierenden drastischen Sparbeschlüsse Madrids, die das Wirtschaftswachstum in Spanien vorerst bremsen würden. Infolgedessen wertete der Euro zunächst deutlich ab, erholte sich jedoch im Anschluss wieder leicht. Wie fällt der EUR-Trend in dieser Handelswoche aus? Wird der Kurs des Euro erneut fallen?
Am gestrigen Donnerstag ergab sich für den Euro eine leichte Erholung gegenüber dem USD, nachdem die Kurse an den Aktienmärkten wieder anzogen und die Volksrepublik China einem Zeitungsbericht zufolge die Streuung ihrer Devisenreserven nicht beabsichtigt, zu ändern. Viele Anleger stellen sich die Frage, ob die europäische Gemeinschaftswährung ihre frisch verzeichneten Kursgewinne nun bis in die kommende Woche halten kann?
Sowohl die Aktienkurse an der Wall Street, als auch die europäische Gemeinschaftswährung begaben sich am gestrigen Dienstag zwischenzeitlich auf Talfahrt. Händler verweisen auf die Verstaatlichung einer spanischen Sparkasse am Wochenende sowie die Befürchtung der Investoren, das Bankensystem weiterer Mitgliedstaaten der EU könnte ebenfalls betroffen sein, als Beweggrund für die jüngste Verunsicherung an den Märkten.
In der Nacht vom Montag auf Dienstag rutschte der Kurs des Euro erneut deutlich ab. Nach der Übernahme der angeschlagenen spanischen Sparkasse CajaSur durch Spaniens Zentralbank am Wochenende, befürchten Händler nun weitere staatliche Rettungsaktionen im spanischen Bankensektor. Das Währungspaar EUR/USD rutschte im gestrigen Handelsverlauf erneut um über 100 Punkte ab und handelt aktuell um 1,2300.
In der vergangenen Woche erholte sich der EUR leicht gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen. Anhaltende Sorgen um die finanzielle Stabilität der Eurozone und die Konsequenzen der aktuellen Kreditkrise, die das Wachstum im Euroraum bremst, setzten der Einheitswährung zum Wochenstart jedoch erneut zu. Wird sich der Euro in der anstehenden Handelswoche erneut auf Talfahrt begeben?
Am Devisenmarkt beobachteten die Marktteilnehmer gestern eine kräftige Erholung des Euro. Dabei werden sowohl technische Faktoren als auch verbesserte Wachstumsaussichten als Ursache genannt, die den Risikoappetit der Anleger erhöhen sollen. Ob die europäische Gemeinschaftswährung ihre jüngst gesehenen Gewinne behaupten kann, bleibt zunächst abzuwarten. Technische Daten verdeutlichen, dass der EUR-Abwärtstrend nach wie vor intakt ist, sich jedoch erste Anzeichen einer kurzfristigen Konsolidierung zeigen.
Der EUR wertete im gestrigen Tagesverlauf um 1% gegen den US-Dollar sowie den japanischen Yen auf und konnte deutliche Kursverluste des Vortages zum Teil ausgleichen. Auch am Mittwoch blieb es volatil an den Märkten. Investoren spekulierten über weitere künftige Maßnahmen der EZB, die Geldwertstabilität zu bewahren. In der vergangenen Woche hatten die EZB-Währungshüter aktiv in das Marktgeschehen an den europäischen Kreditmärkten eingegriffen und erstmalig Staatsanleihen gekauft.
Die Kurse an den Aktienmärkten schwankten am gestrigen Montag extrem stark. Das Währungspaar EUR/USD setzte seinen Abwärtstrend insgesamt fort. Das Barrel Rohöl wurde bei unter $70 gehandelt. Das Anlegervertrauen an der Wall Street wurde jedoch gestärkt, nachdem aktuelle US-Konjunkturdaten eine nachhaltige Erholung der Wirtschaftslage in den USA signalisierten. Der EUR konnte einen kleinen Teil der zuvor verbuchten Verluste ausgleichen und Rohöl schloss am Montag nahezu unverändert.
Nach mehreren Wochen einer kräftigen Dollar-Aufwertung gegen den Euro, hat das Währungspaar EUR/USD schlussendlich jede Unterstützung durchbrochen und erreichte seinen tiefsten Stand in den letzten vier Jahren. Ein Großteil der Marktbeobachter sieht in der griechischen Schuldenkrise und ihren Auswirkungen auf die Eurozone den Auslöser für die heftigen Kursbewegungen, die das Cross innerhalb eines Monats um insgesamt 1.400 Punkte stürzen ließen. Kann der Euro noch weiter fallen?
Der US-Dollar befand sich am Donnerstag gegenüber EUR und Pfund Sterling überwiegend in der Offensive und setzte seine eindrucksvollen Kursgewinne fort. Die Risikobereitschaft unter den Anlegern blieb auch gestern aufgrund der Sorgen um die langfristige Tragweite der Schuldenkrise im Euroraum gedämpft.
Goldterminkontrakte markierten gestern neue Rekordwerte. Für Händler gilt das Edelmetall Gold derzeit als Safe-Haven-Anlage, während die Unsicherheit an den europäischen Märkten angesichts der angespannten Lage im Euroraum weiterhin anhält. Analysten werteten den verstärkten Gold-Handel als Versuch der Investoren, einen Schutz gegen die inflationären Tendenzen zu schaffen.
Nach Einigung auf einen milliardenschweren EU-Stabilisierungsplan beruhigten sich die Finanzmärkte am Montag leicht. Der Dow Jones Industrials Average schloss mit nahezu 4% im Plus, während das Risikoappetit der Anleger die Märkte im Handelsverlauf überwiegend beherrschte. Der USD wertete bis Handelsschluss auf, so dass das Cross EUR/USD nahe des zuvor am letzten Freitag erreichten Niveaus notierte und somit die zunächst verzeichneten Kursgewinne der europäischen Gemeinschaftswährung, die sich als erste Reaktion auf die Verabschiedung der geplanten Rettungshilfe für Athen einstellten, wieder abgegeben wurden.
Die letzte Handelswoche lässt sich grundsätzlich mit einigen wenigen Worten beschreiben. Worte wie „ungewöhnlich“, „auffallend“ und „außerordentlich“ verwendeten Marktbeobachter wiederholt und versuchten das in der Tat einzigartige Marktgeschehen weltweit zu beschreiben. Einige Marktteilnehmer waren sich schnell einig und glaubten nicht an ein Anhalten des außergewöhnlichen Handels. Die Verabschiedung eines Milliarden schweren Rettungsprogramms für Griechenland seitens der EU am Wochenende könnte nun tatsächlich sämtliche Trends der vergangenen Handelswoche umkehren. Somit ist auch in dieser Woche erneut von einem außerordentlichen Handelsablauf an den Märkten auszugehen.
Nachdem die europäische Gemeinschaftswährung am Mittwoch bereits ein neues Rekordtief der letzten 14 Monate markierte, könnte sich heute im Anschluss an die neuesten NFP-Arbeitsmarktdaten aus den USA ein wesentlich deutlicherer Preisrutsch als bislang ergeben. Auf der Wirtschaftsagenda um 14:30 Uhr soll der Bericht zur Beschäftigung (exklusive des Agrarbereichs) laut Analysten einen Anstieg Beschäftigungszahl in den USA im Monat April verdeutlichen. Entsprechend könnte der EUR erneut unter Druck geraten.
Die Befürchtung einer Ausweitung der Griechenland-Schuldenkrise auf weitere konjunkturschwache Mitgliedsstaaten der Eurozone wie Spanien und Portugal sowie die Zweifel an der Qualifikation des geschnürten Rettungspakets, Athen wieder in die Zahlungsfähigkeit zurückzuführen, drückten den EUR zur Wochenmitte auf ein 14-monatiges Rekordtief gegen den USD.
Analysten weisen nach wie vor auf die offensichtlichen Zweifel vieler Investoren an der EU-Rettungsaktion für Griechenland hin, die sich inzwischen die Frage stellen, ob das in die Krise geratene Mitgliedsland überhaupt vor einer möglichen Staatspleite bewahrt werden kann. Während sich die Konjunkturlage angesichts Staatsverschuldungen und steigender Arbeitslosigkeit im Euroraum zuspitzt, verbreitet sich Unsicherheit an den Finanzmärkten, die eine Jagd nach Sicherheitsanlagen zur Folge hat. Nutznießer Nummer eins der neuesten Risikoaversion ist abermalig der USD, der seinen zinsbullischen Trend voraussichtlich bis zum Wochenende fortsetzen wird.
Der Index der US-Hausverkäufe aus Bestand, den die National Association of Realtors (NAR) heute um 16:00 Uhr ausgibt, ist die wichtigste Veröffentlichung, die den USD-Trend am Handelstag bestimmen wird. Weitere wichtige Konjunkturdaten, die den Devisenhandel, insbesondere für USD, EUR und GBP vorantreiben könnten sind: Deutscher Einzelhandelsumsatz (März) um 8:00 Uhr sowie Großbritanniens Einkaufsmanagerindex, verarbeitendes Gewerbe (April) um 10:30 Uhr. Anlegern könnten sich im Anschluss an diese entscheidenden Indizes gute Handelsgelegenheiten bieten.
Nach einer zinsbullisch geprägten Handelswoche für den US-Dollar sowie kontinuierlichen Kursverlusten der europäischen Gemeinschaftswährung, bringt der neueste Beschluss aus Brüssel zur Rettung der Griechen vor einer Staatspleite dem Euro wieder Auftrieb. Die Einheitswährung korrigierte einen Teil der zuvor verbuchten Kursverluste, seitdem sich die Euro-Staaten am Sonntag einigen konnten und den Rettungsplan für Athen konkretisierten. Die Märkte reagieren zunächst mit Erleichterung, Euro und Aktienkurse steigen wieder. Aktuell ist ein guter Einstiegszeitpunkt mit einzigartigen Handelsgelegenheiten zur Gewinnmaximierung in der anstehenden Handelswoche. Stellen Sie sich auf hohe Volatilität ein und machen Sie sich die kommenden Bewegungen am Markt zu Nutze.


