Der Tag nach dem Feiertag Thanksgiving ist in den USA bekannt als der Black Friday und markiert gleichzeit den Beginn der Weihnachtseinkaufssaison. Dieser Tag gilt als der geschäftsträchtigste für den Einzelhandel. Viele Arbeitnehmer nehmen frei, um ihre Feiertagsvorkehrungen zu treffen. Als Ergebnis dessen könnten sich heute hohe Kursschwankungen und ein erhöhtes Handelsvolumen ergeben. Kurzfristig gesehen, stellt sich eventuell weltweit ein Aufschwung für die Wirtschaft ein, da die Verbraucher ihr Geld vermehrt ausgeben.
Der US-Dollar verhielt sich in den vergangenen Tagen rückläufig zum EUR und JPY. Die Marktteilnehmer erwarten jedoch einen ruhigen Handelstag, da die Devisenmärkte heute aufgrund des US-amerikanischen Feiertags Thanksgiving geschlossen bleiben. Anleger sollten ihr Augenmerk heute auf die US-Notenbank richten, die weitere Leitzinssenkungen in Betracht zieht. Dementsprechend wird sich der Kurswert des Dollar heute bei einem geringen Handelsvolumen ergeben.
Laut einem gestern veröffentlichten Bericht der US-Notenbank sei die US-Wirtschaft im dritten Quartal geschrumpft. Die Verbraucherausgaben hätten einen neuen Tiefstand der letzten 28 Jahre erreicht und verstärken die Sorge um eine tiefgreifende Rezession. In den Augen der US-Regierung bleibt die Kreditkrise verantwortlich für den Konjunkturabschwung, die wiederum ein Resultat des Zusammenbruchs des US-Immobilienmarktes war.
Der Citigroup Rettungsplan verhalf den Hauptwährungen dabei, etwas Boden gegenüber dem USD gutzumachen. Anleger konzentrieren sich jedoch momentan auf kurzfristige Gewinne bei volatilen Währungen wie dem EUR oder JPY. Dieser Trend brachte dem Dollar in den vergangenen Tagen deutliche Abwärtstendenzen.
Die US-Regierung hilft der stark angeschlagenen Großbank Citigroup mit einem $306 Milliarden schweren Rettungspaket, während Amerikas neuer Präsident Obama eine weitere Kapitalspritze in Höhe von $300-700 Milliarden zur Ankurbelung der landeseigenen Wirtschaft plant. Diese jüngste Entwicklung ist entweder ein Anzeichen für einen Aufwärtstrend des zukünftigen USD-Kurses oder eine Andeutung auf die momentane Schwäche der US-Wirtschaft. Anleger sollten dabei nicht vergessen, dass der Dollar seinen Wert in der vergangenen Woche trotz negativer Wirtschaftsdaten verbessern konnte. Auszugehen ist von einem Ende des aktuellen USD-Aufwärtstrends zu einem zukünftigen Zeitpunkt. Werden die Rettungsmaßnahmen ausreichen, diese Tendenz abzuwenden?
Der Dollar kann sich momentan gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen durchsetzen. Dennoch sind einige Marktteilnehmer besorgt, dass die anhaltende US-Rezession ihren Einfluss auf die Märkte nehmen wird. Andere Investoren bleiben angesichts der ums Überleben kämpfenden US-Automobilindustrie und des US-Finanzriesen Citigroup, deren Aktie am Donnerstag um gut 26% auf ein 14-Jahrestief eingebrochen war, unruhig.
Die gestern veröffentlichten Wirtschaftsdaten aus den USA verunsicherten die Anleger. Um 13:30 MGZ konnte eine kurzzeitige Spannungsspitze beobachtet werden, die die Stärke der US-Wirtschaft infrage stellte. Das Anlegervertrauen konnte jedoch bereits nach kurzer Zeit wieder hergestellt werden. Anschließend verhielten sich die Märkte gemäß ihrer akutellen Trends. Anleger, die diese Bewegung vorausahnten, konnten hohe Profite erzielen, während andere große Verluste erlitten.
In den vergangenen Tagen stärken zwei Faktoren den US-amerikanischen Dollar: Zum einen beweisen die anhaltend schlechten Daten aus der Eurozone, dass die schwersten Sorgen derzeit aus Europa stammen. Des Weiteren stellt sich ein so genannter “Herdentrieb” ein. Der aktuelle Aufwärtstrend des USD erscheint in den Augen der Anleger derart dauerhaft zu sein, dass diese derzeit ein Potenzial für nahezu unbegrenzten Profit sehen. Demnach können Sie es kaum erwarten, sich diesem Trend anzuschließen und ignorieren dabei jegliche Wirtschaftindikatoren.
Die Staats- und Regierungschefs der Gruppe der 20 der Industrie- und Schwellenländer haben sich bei ihrem Treffen am vergangenen Samstag zu kurzfristigen Maßnahmen bei der Planung einer neuen Weltfinanzarchitektur verpflichtet. Diese umfassen unter anderem den Ausbau einer „soliden“ Regulierung für alle Finanzprodukte, Märkte und Marktteilnehmer sowie mehr Transparenz und Verantwortlichkeit.
Deutliche Kursgewinne an den Aktienmärkten steigerten gestern die Risikobereitschaft der Anleger, die sich risikoträchtigen Währungspaaren zuwendeten. Darüber hinaus trugen schlecht ausgefallenen US-Wirtschaftsdaten ihren Beitrag zum Gewinnzuwachs des EUR gegenüber dem USD und JPY.
Der Bankenausschuss des US-Senats kündigte gestern Änderungen des geplanten $700 Mrd. schweren Rettungsplans für den angeschlagenen Finanzsektor an. Das überarbeitete Rettungspaket ist die Antwort auf die Sorge der Investoren, dass dieses zur Stabilisierung der schwer erschütterten Finanzmärkte nicht greift. Die Sorge der Abgeordneten konzentriert sich auf die Frage, ob der Rettungsplan ausreicht, um das Vertrauen der Institute untereinander wieder herzustellen und die Banken zu motivieren, sich gegenseitig Geld zu leihen.
Die Rohölpreise verzeichneten einen weiteren Tag starker Verluste. Der so oft gehandelte Rohstoff fiel im gestrigen Handel bis unter $60 pro Barrel. Zum zweiten Tag infolge erreichte der Rohölpreis das von unseren ForexYard-Experten prognostizierte Preisniveau. Der derzeitige Abwärtstrend des Rohöls lässt sich größtenteils auf den nachlassenden Bedarf zurückführen, der von Experten aufgrund des schlechten Konjunkturausblicks der globalen Wirtschaftsaktivität befürchtet wird sowie den im Verhältnis unveränderten Fördermengen.
Der US-Dollar konnte zuvor entstandene Verluste zurückgewinnen, nachdem die erste Begeisterung bezüglich des Konjunkturpakets der chinesischen Regierung nachgelassen hatte. Auch viele europäische Währungen gaben zunächst nach, als China die Planung einer fast $600 Mrd. Dollar schweren Finanzspritze bekannt gab. Auch wenn das Paket ein Schritt in die richtige Richtung ist, könnte es nicht ausreichen, die drohende Rezession abzuwenden.
Die wichtigsten Währungen - aktuelle Meldungen
USD - Wechselt der USD seinen Kurs?
Der Dollar verzeichnete heute im frühen Morgenhandel einen eher schlechten Start in die neue Handelswoche. Dabei verlor der USD gegenüber den Hauptwährungen, den JPY ausgenommen, stark an Boden. Ursache für diese neueste Entwicklung sind die schlecht US-Arbeitsmarktdaten (exklusive Agrar) sowie der Arbeitslosenrate zum Ende [...]
Die Bank of England überraschte die Märkte gestern mit einer deutlich starken Leitzinssenkung, während die Europäische Zentralbank ihren Leitzins entsprechend den Erwartungen herabsetzte. Die niedrigeren Zinsen reduzieren Kredite für Verbraucher sowie Unternehmen und kurbeln die Wirtschaft möglicherweise an.
Anleger gehen heute von einer Leitzinssenkung seitens der EZB aus, die eine Steuerung ihrer Zinsen als Maßnahme zur Bekämpfung der aktuellen Wirtschaftsverlangsamung einsetzt. Bereits seit einigen Monaten ist die Wirtschaftsaktivität in Europa dramatische rückläufig. Die Politik der Leitzinsregulierung soll sich bis Mitte nächsten Jahres fortsetzen, was voraussichtlich zu einem weiteren Wertzuwachs des US-Dollar führen wird.
Der historische Sieg des neuen US-Präsidenten Barack Obama könnte sich positiv auf den Dollar auswirken. Angesichts eines gestärkten demokratischen Kongresses, dürfte es für Obama leicht sein, seine Ansichten durchzusetzen. Allerdings behaupten einige Experten, dass ein überraschender Sieg des Republikaners John McCain mindestens so vorteilhaft für die Märkte gewesen wäre. Die Mehrheit der Anleger ist erleichtert, dass der Marathon-Wahlkampf schließlich zum Ende gekommen ist. Experten warnen jedoch: Bei einer derartigen Mehrheit der Demokraten im US-amerikanischen Kongress, könnten Pläne von vornherein vereitelt werden.
Während sich alle Augen auf die bevorstehende US-Präsidentschaftswahl richten, stabilisiert sich der USD. Überraschend senkte die australische Zentralbank gestern ihren Leitzins. Dabei fiel die Senkung deutlicher aus als erwartet und ließ den AUD an Wert verlieren.
Die Kursschwankungen des USD waren in der letzten Woche stärker als gewöhnlich zu spüren. Anleger konnten zum Ende der Handelswoche sprunghafte Entwicklungen beobachten. Experten erwarten bereits in naher Zukunft starke zinsbullische Bewegungen des USD gegenüber mindestens zwei europäischen Hauptwährungen.

