2008-11-28

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Black Friday könnte USD-Volatilität steigern
Während des gestrigen US-Feiertages Thanksgiving konnte nur wenig Bewegung des USD gegenüber dem EUR und JPY beobachtet werden. Die Marktvolatilität war auf ein Minimum begrenzt. Während des frühen Morgenhandels rutschte der Dollar zum JPY auf 94,95 ab, während er zum EUR bis auf 1,2966 kletterte. Das Anlegervertrauen ist nach wie vor, angesichts der sich verschlechternden konjunkturellen Begebenheiten, erschüttert. Bis Handelsschluss konnte die US-amerikanische Währung jedoch gegenüber den Hauptwährungen wieder Boden gutmachen.
Jüngst hat es den Anschein, als dass der USD, trotz schlechter Wirtschaftsdaten, der Nutznießer der Risikoaversion ist. Der Dollar bleibt auch während der Finanzkrise eine sichere Anlage. Mittlerweile gibt jedoch das Ausmaß an Finanzspritzen, mit deren Hilfe die US-Regierung ihrer Rezession entegegenwirken will, Anlass zur Sorge um die US-amerikanische Währung. Anleger orientieren sich vermehrt in Richtung japanischer Yen, der derzeit als zusätzliche “Sicherheit” betrachtet wird.
Heute, am Balck Friday, dem Beginn der Weihnachtssaison für den Einzelhandel, werden nur wenige Indikatoren aus der US-Wirtschaft veröffentlicht. Wichtiges Ereignis ist allerdings das Treffen zwischen dem designierten US- Präsident Barack Obama und dem früheren Notenbankchef Paul Volcker, die gemeinsam ein neues Team an Wirtschaftsberatern aufstellen wollen, um der bedrohlichen Lage der US-Wirtschaft Einhalt zu gebieten.
Anleger sollten dieses Treffen aufmerksam verfolgen. Darüber hinaus sind auch die neuesten Entwicklungen aus der Eurozone und Asien nicht aus den Augen zu verlieren. Jegliche Daten aus diesen Regionen bestimmen heute die Tendenzen des USD. Insgesamt können sich USD-Anleger auf hohe Kurssschwankungen gefasst machen.

EUR – Verbraucherstimmung für die Euro-Zone auf tiefstem Stand seit 1993
Der EUR konnte seinen Wert seit Bekanntgabe des 200 Milliarden schweren Konjunkturprogramms der Europäischen Komission zur Ankurbelung der Wirtschaft kaum steigern. Anfänglich machte der EUR Boden gegenüber dem US-Dollar gut, nachdem sich ein Anstieg an den europäischen Aktienmärkten ergab. Enttäuschende Wirtschaftsdaten leiteten jedoch sogleich eine Trendwende für die 15-Nationen-Währung ein.
Der Gesamtindex zur Wirtschafts- und Verbraucherstimmung für die Eurozone notierte im November bei 74,9. Die Prognose lag bei 78,0. Dieser neue Tiefstand seit August 1993 spiegelt den Pessimismus im Sektor Industrie und Dienstleistung wider, während sich die Konjunkturschwäche in Europa unvermindert fortsetzt.
Die Zahl der Arbeitslosen ist in Deutschland im November saisonbereinigt um 10.000 auf 2,98 Millionen zurückgegangen. Dies ist die niedrigste Angabe seit dem Jahr 1992. Die Bundesanstalt für Arbeit wanrte jedoch davor, dass auch der Arbeitsmarkt bereits in naher Zukunft die Auswirkungen der Rezession zu spüren bekommen wird.
Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Jean-Claude Trichet lehnte es gestern ab, sich zum Thema Leitzinssenkung zu äußern, nachdem er am Mittwoch bekannt gegeben hatte, dass die EZB eine Reduzierung der Zinssätze in Betracht zieht, sollte sich der konjunkturelle Druck verstärken. Viele Experten erwarten eine Zinssenkung von 50 Basispunkten auf 2,75% am 4. Dezember. Einige rechnen sogar mit einer deutlicheren Maßnahmen.
Die heute veröffentlichten Wirtschaftsnachrichten aus der Eurozone werden nur wenig Einfluss auf die Märkte nehmen. Auch wenn die Indikatoren in den vergangenen Wochen etwas an Bedeutung verloren haben, tragen sie dennoch ihren Beitrag zur Bestimmung des Verbrauchervertrauens bei. Insbesondere könnten sich enttäuschende Zahlen negativ auswirken.

JPY – Japans Rezession schlimmer als erwartet?
Auch für den JPY ergaben sich gestern nur leichte Kursbewegungen. Aus den USA wurden, aufgrund des Feiertages Thanksgiving, keine Wirtschaftsindikatoren ausgegeben und auch die Eurozone veröffentlichte nur wenige Daten. Dementsprechend blieb es an den Märkten ruhig und der JPY wurde nach wie vor bei 95,00 zum USD und 123,00 zum EUR gehandelt.
Jüngste Zahlen aus Japan deuten darauf hin, dass die zweitgrößte Wirtschaftsnation sich mittlerweile immer deutlicher in Richtung Rezession bewegt. Berichten zufolge verschlechtern sich die Produktionszahlen in einem schnelleren Tempo als von Experten erwartet. Die japanischen Verbraucher halten sich in ihren Ausgaben stark zurück. Die Marktteilnehmer gehen bereits davon aus, dass die Rezession in Japan stärker ausfallen und länger anhalten könnte als bisher angenommen.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Etliche Versuche das Widerstandslevel von 1.3000 zu durchbrechen sind fehlgeschlagen. Das Paar konsolidiert sich mittlerweile um 1,2650. Die Stunden-Chart gibt derweilen gemischte Signale aus, während der Slow Stochastic auf Tages-Chart deutet auf einen bevorstehenden Abwärtstrend hin. Wir empfehlen: Warten Sie heute deutlichere Signale ab.

GBP/USD
Der zinsbullische Trend, der bislang auf der 4-Stunden-Chart zu beobachten war, scheint beendet. Ein wichtiger Durchbruch der 1,5600-Widerstandsmarke konnte nicht erreicht werden. Auf der Tages-Chart ist eine Konsolidierung um die1,5430-Marke zu erkennen – jedoch ohne deutliche Ausrichtung. Die Stunden-Chart bewegt sich im neutralen Bereich. Anleger sollten auch hier auf deutlichere Anzeichen warten, bevor sie diesem Markt beitreten.

USD/JPY
Auf der Tages-Chart konsolidiert sich dieses Paar um die 95,00-Marke. Auch hier ist eine deutliche Tendenz nicht zu erkennen. Die 4-Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus und auf der Tages-Chart schwankt das Paar überwiegend im neutralen Bereich. Anleger sollten weitere Entwicklungen vorerst beobachten, bevor sie eine Entscheidung treffen.

USD/CHF
Nachdem eine gemäßigte Abwärtskorrigierung stattgefunden hat, setzt sich die Bildung einer deutlich zinsbullischen Handelsspanne auf der 4-Stunden-Chart ohne Unterbrechung fort. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart zeigt eine Double-Top-Formation mit positiver Neigung und bestätigt ein Fortbestehen des Aufwärtstrends. Kaufen könnte hierbei eine gute Entscheidung für heute sein.

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

 

eToro OpenBook – ein einzigartiges Sozialhandelsnetzwerk

Beobachten Sie wie Millionen Mitglieder der eToro-Gemeinschaft in diesem Moment handeln.
Folgen Sie den Strategien der Top-Händler und entdecken Sie für sich selbst neue Handelsmöglichkeiten.
Kopieren Sie jeden beliebigen Handel mit einem Tastenklick.

Chance für jeden Händler

Wenn Sie ein erfahrener Händler sind, können Sie sich mit anderen Profis zur gegenseitigen Bereicherung austauschen.
Wenn Sie Anfänger sind, folgen Sie der Strategie von Top-Tradern und profieren Sie durch Kopieren deren Handelsentscheidungen.

Jetzt mehr erfahren

You must be logged in to post a comment.