Die angesichts der Dubai-Krise vor dem Wochenende entstandene Marktvolatilität hat vorerst wieder nachgelassen. Aktuell scheint die wichtigste Veröffentlichung der anstehenden Handelswoche der ADP-Arbeitsmarktbericht (exklusive Landwirtschaft) aus den USA zu sein, der für Freitag erwartet wird. Die Veröffentlichung dieses Berichts bereitet in der Regel einzigartige Handelsgelegenheiten zur Gewinnmaximierung. Forex-Händler sollten sich das nicht entgehen lassen.
Die Sorge um die Zahlungsfähigkeit Dubais brachte die Börsianer am Donnerstag in Unruhe. Die Furcht, dass die Araber angesichts der Lage Aktienpositionen auflösen könnten, belastete gestern die europäischen und asiatischen Aktienmärkte und brachte dem jüngst schwachen US-Dollar als Safe-Haven-Währung Auftrieb. Analysten zufolge ist wieder ein Stück weit Vertrauen der Marktteilnehmer zerbrochen worden. Die Märkte sind schockiert. Händler fragen sich, welche potenziellen Brandherde der Weltwirtschaft noch bestehen.
Angesichts der steigenden globalen Aktienkurse am gestrigen Handelstag, wertete der USD gegen andere Hauptwährungen ab. Dies veranlasste die Händler wiederum, in Währungen und Rohstoffe anzulegen, die höhere Erträge abwerfen und dazu, sich vom USD abzuwenden. Der jüngst entstandene Marktoptimismus drückt den Dollar-Kurs weiter nach unten. USD-Abwärtstendenzen könnten auch heute wieder beobachtet werden.
Der US-Dollar hat sich am Dienstag überwiegend in seiner jüngsten Handelsspanne zum EUR gehalten. Jedoch wurde die USD-Stimmung gedrückt, nachdem deutlich wurde, dass die US-Notenbank mit einer Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung in den USA im langsamen Tempo rechne. Laut den Protokollen der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses bleibt die Konjunkturerholung schleppend, während die Arbeitslosigkeit möglicherweise bis ins Jahr 2011 auf hohem Niveau verbleibt.
Der US-Dollar rutschte am Montag nach einem erfolgreichen Tag am US-Aktienmarkt kräftig ab. Unter den Investoren wurde eine eindeutig erhöhte Risikobereitschaft beobachtet. Die Wall Street schloss gestern fest. Steigende Aktienkurse sowie Rohstoffpreise und ein positives Ergebnis der US-Verkäufe bestehender Häuser wirkten direkt auf den Handel. Investoren lösten ihre USD-Positionen auf, um in gewinnträchtigere Währungen wie EUR zu investieren. Europas Gemeinschaftswährung verzeichnete einen deutlichen Kursanstieg.
Während die Hauptwährungen uneinheitlich bleiben, wird derzeit nur ein zinsbullischer Trend an den Märkten deutlich – der des Rohstoffs Gold. In den gestrigen Abendstunden kletterte der Goldpreis bis über die Marke von $1,163 pro Feinunze und markierte somit einen neuen Höchstkurs. Jedoch hätte eine mögliche USD-Erholung das Potenzial, dem Aufwärtstrend für Gold ein Ende zu setzen.
USD und Yen verzeichneten am Donnerstag gegen den EUR und weitere höher rentierende Währungen Kursgewinne. Händler verweisen auf das schleppende Tempo der wirtschaftlichen Erholung weltweit als Ursache. Rückläufige Aktien- und Rohstoffkurse veranlassten Investoren dazu, sich auf „sichere“ Währungen wie USD und JPY zu konzentrieren.
Der EUR zog gegen den US-Dollar am Mittwochabend an, erreichte jedoch nicht die Marke von $1,50. Zuvor erklärte der Fed-Präsident von St. Louis, dass die US-Notenbank ihren Leitzins bis 2012 unverändert belassen könnte. Weitere Aussagen von Notenbank-Gouverneuren bestätigten eine mögliche Aufrechterhaltung des Niedrigzinsniveaus bis in das Jahr 2012. Die ausbleibende Zinsanhebung belaste den USD, so Experten. Investoren nutzen die amerikanische Währung, um ertragsstarke Investitionen zu finanzieren.
Die Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke überraschten viele Investoren. Dieser sprach sich am Montagabend für einen starken US-Dollar aus, was die europäische Gemeinschaftswährung am Dienstag unter Druck brachte und dem USD auch in den kommenden Tagen zugute kommen kann. Abwärtsdruck erfährt die US-Währung jedoch nach wie vor durch die plötzlich ansteigende Risikobereitschaft angesichts positiver Konjunkturdaten. Der Save-Haven-Status des US-Dollar hat bislang nicht abgenommen. Nach dem enttäuschend ausgefallenen Bericht zum US-Verbrauchervertrauen in der vergangenen Woche, haben Save-Havens wie USD und JPY leicht an Stärke verloren.
Der US-Erzeugerpreisindex wird voraussichtlich am heutigen Dienstag den USD-Handel bestimmen. Weitere wichtige Veröffentlichungen aus den USA, die Forex-Anleger nicht aus den Augen verlieren sollten, sind: die Kernrate der Erzeugerpreise (exklusive Nahrung und Energie) für Oktober, US-Saldo Wertpapierkäufe und -verkäufe ausländischer Investoren im September und die Zahlen zur US-Industrieproduktion für Oktober.
Der stärkste Trend am Markt scheint aktuell der steigende Gold-Kurs zu sein. Die Preise für Gold erproben täglich neue Höchststände. Mit dem Beginn einer neuen Handelswoche und einer Reihe wichtiger Veröffentlichungen aus der US-Wirtschaft, stellt sich die Frage, wird der Rohstoff Gold seinen Aufwärtstrend fortsetzen?
Der US-Dollarkurs wird heute überwiegend von den für 14:30 Uhr erwarteten Daten zur US-Handelsbilanz bestimmt. Auch weitere Konjunkturdaten aus den USA spielen eine Schlüsselrolle im heutigen Devisenhandel, wie beispielsweise die US-Importpreise für den Monat Oktober, die ebenfalls um 14:30 Uhr veröffentlicht werden sowie der US-Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan um 15:55 Uhr. Darüber hinaus sollten Forex-Händler die 1. Veröffentlichung der BIP-Zahlen der Eurozone für das 3. Quartal im Auge behalten, die um 11:00 Uhr ausgegeben werden. Händler sollten damit rechnen, dass die vorgenannten Indikatoren im weiteren Tagesverlauf sowohl auf den USD und EUR, als auch auf deren Währungspaare Einfluss nehmen werden.
Die für 14:30 Uhr erwarteten US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe der Woche sind die wichtigste Veröffentlichung, die den USD-Trend des heutigen Handelstages bestimmen wird. Weitere wichtige Konjunkturdaten, die den Devisenhandel, insbesondere für USD und EUR vorantreiben könnten, sind: Zahlen zur Industrieproduktion der Eurozone für den Monat September um 11:00 Uhr und die US-Rohöllagerbestände der Woche um 17:00 Uhr. Anlegern könnten sich im Anschluss an diese entscheidenden Indizes gute Handelsgelegenheiten bieten.
Der US-Dollar erholte sich im Laufe des gestrigen Handelstages vom zuvor erreichten 15-Monatstief. Der EUR rutschte bis unter die Marke von $1,50 ab, als Anleger beurteilten, ob die globalen Konjunkturaussichten den jüngsten Nachfrageanstieg nach gewinnträchtigen Währungen rechtfertigen. Für das Britische Pfund Sterling wiederum wurde der gestrige Handelstag zum schweren Kampf gegen die Hauptwährungen, nachdem die Ratingagentur Fitch bei Reuters-TV erklärte, dass Risiken für Großbritannien, aufgrund der steigenden Staatsverschuldung herabgestuft zu werden, bestehen. Großbritannien verfügt bislang über die Rating-Bestnote „AAA“.
Händler sehen den US-Dollar heute als treibende Kraft am Devisenmarkt. Nachdem sich gestern für die US-Währung ein überwiegend bärischer Handel ergeben hat, liegt der Anlegerfokus heute auf der für 15:15 Uhr angesetzten Rede des Präsidenten der Federal Reserve Bank of Atlanta und im Offenmarktausschuss (FOMC) stimmberechtigten Dennis Lockhart sowie auf den IBD/TIPP-Wirtschaftsaussichten um 16:00 Uhr. Anleger sollten ihre USD-Positionen jetzt eröffnen, noch bevor der Handelstag sich entfaltet.
Während der US-Dollar aufgrund enttäuschender US-Arbeitsmarktdaten vom letzten Freitag Kursverluste gegenüber den Hauptgegenwährungen verzeichnet, scheint der Rohstoff Gold aktuell den wohl zinsbullischsten Trend auf dem Markt zu markieren. Die Preise für Gold erproben täglich neue Höchststände. Mittlerweile wurde die $1.100-Marke pro Unze erreicht. Wird der Preis weiter steigen?
Heute richten Anleger ihr Augenmerk auf die Veröffentlichung des US-amerikanischen ADP-Arbeitmarktberichts, exklusive der Landwirtschaft. Dieser Indikator bereitet den Märkten und ihren Hauptwährungspaaren stets hohe Volatilität. Anlegern könnten sich im Anschluss an die Veröffentlichung um 14:30 Uhr gute Handelsgelegenheiten bieten.
Die Leitzinsbekanntgabe der Bank of England (BOE) ist für 12:00 MGZ vorgesehen und die Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank (EZB) für 13:30 MGZ. Da von beiden Banken angenommen wird dass sie ihre Zinssätze auf dem derzeitigen Stand belassen, dürften die begleitenden Kommentare Aufschluss über die gegenwärtige Lage der Wirtschaft geben und auch einen Ausblick in die nahe Zukunft gewähren. Von der BOE wird außerdem erwartet, dass sie ihr Programm zur Lockerung der Geldmarktpolitik ausdehnen werde.
Während Händler sich auf einen geschäftigen Handelstag einrichten wird allgemein erwartet, dass die US-Notenbank ihren Leitzinssatz heute unverändert bei nahe Null Prozent belässt. Manche Investoren spekulieren zwar auf eine Änderung beim Zinssatz, doch viele Experten sind der Ansicht die Notenbank werde ihre Zusage schon einhalten, den Leitzinssatz für einen längeren Zeitraum so niedrig wie möglich zu halten. Das könnte sich stabilisierend auf den USD-Handel auswirken oder auch möglicherweise die Leitwährung der Welt zu neuen Extremen treiben. Wird der USD nach dem gestrigen Aufschwung heute eine Umkehr dieses Trends erfahren?
Es ist sehr wahrscheinlich, dass der USD heute nach der für 15:00 MGZ vorgesehenen Bekanntgabe der Auftragseingänge der US-Industrie in Bewegung geraten wird. Die Wichtigkeit dieser Veröffentlichung findet sich in den Publikationen vom Montag die zeigten, dass sich die US-Wirtschaft auf dem Weg der Besserung befindet. Folglich könnte heute ein ähnlich gutes Ergebnis zu großer Volatilität und einem möglichen Ausverkauf des Dollar an den Devisenmärkten führen. Um heute größtmögliche Gewinne einzufahren sollte man rechtzeitig Positionen bei den Paarungen EUR/USD, GBP/USD und USD/JPY einnehmen.
Nachdem sich der Dollar in der zurückliegenden Woche erholte dürfte uns diese Woche große Volatilität bevorstehen. In den USA, der Eurozone und Großbritannien wird die Bekanntgabe der neuen Leitzinssätze erwartet. Außerdem wird am Freitag der ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung im Oktober veröffentlicht. Alles in allem dürften wir mit heftigen Fluktuationen rechnen, die jede Menge Gelegenheit zur Gewinnmitnahme bieten.


