2009-11-03
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Weltweite wirtschaftliche Erholung lässt Dollar-Kurs sinken
Der US-Dollar fiel am Montag verglichen zu EUR und CHF, nachdem positive Produktionsdaten und überraschende Gewinne bei Ford wieder Vertrauen in den Devisenmarkt zurückbrachte. Der US-Einkaufsmanger-Index des verarbeitenden Gewerbes stieg auf 55,7 und damit höher als mit 53,1 vorhergesagt. Obendrein stiegen die Ausgaben für noch nicht abgeschlossene, aber bereits vertraglich fixierte Immobilienverkäufe sowie laufende Bauvorhaben sehr viel stärker als von vielen Experten erwartet. Bei Ford wurde für das dritte Quartal ein optimistischer Gewinn von $997 Mio. bekannt gegeben. All diese Faktoren ließen US-Aktien steigen, was wiederum zum Kursanstieg bei der EUR/USD-Paarung führte.
Die EUR/USD-Paarung stieg um 40 Pips auf den Wert von 1,4800, nachdem beim Handel am Montag schon der Wert von 1,4840 erreicht wurde. Die USD/CHF-Paarung fiel gestern bis auf 1,0165, da Händler weiterhin die Schweizer Währung dem USD vorzogen, obschon vergangene Woche der USD gegenüber dem CHF Wirkung zeigte. Bei der GBP/USD-Paarung verzeichnete der Dollar allerdings erhebliche Gewinne. Das lag größtenteils daran, dass sich der Aktienmarkt in Großbritannien am Montag erholte, was auf die US-Wirtschaftsnachrichten und die optimistischen britischen Produktionsdaten zurückzuführen war.
Heute dürfte der wichtigste Indikator über den Gesundheitszustand der amerikanischen Wirtschaft die für 15:00 MGZ vorgesehene Bekanntgabe der Auftragseingänge der US-Industrie sein. Es wird wärmstens empfohlen die wichtigsten Wirtschaftspublikationen der führenden Industrienationen aufmerksam zu verfolgen. Außerdem sollte man darauf achten, ob Präsident Obama in seinen Reden wirtschaftliche Themen anspricht, da das wahrscheinlich zu großer Volatilität an den Devisenmärkten führen könnte. Folglich sollte man so bald wie möglich seine Position bei den USD-Paarungen einnehmen.
EUR – Optimistische Produktionsdaten verursachen Kursrückgang beim Pfund Sterling
Das britische Pfund Sterling fiel gestern im Vergleich zu seinen Haupt-Währungspartnern nachdem die britische Wirtschaft die besten Produktionsdaten seit 2 Jahren bekannt gab. Der britische Einkaufsmangerindex des verarbeitenden Gewerbes (PMI) stieg im Oktober auf 53,7 statt der vorhergesagten 53,1, gegenüber den 49,9 im September. Verglichen zum 0,4%-igen Rückgang beim Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal waren das mal gute Nachrichten. Wirtschaftswissenschaftler sehen in diesem Ergebnis Anzeichen dafür, dass die britische Wirtschaft im 4. Quartal 2009 aus der Rezession heraustreten könnte. Die Verluste beim GBP waren umso ärgerlicher, als sich britische Aktien aufgrund britischer und US-Daten erholten.
Die GBP/USD-Paarung fiel um etwa 60 Pips auf den Wert von 1,6390. Die EUR/GBP-Paarung stieg um über 50 Pips auf 0,9024. Das lag daran, dass die Daten der Eurozone nicht so gut waren wie die Großbritanniens. Zudem erholten sich die Aktienmärkte der Eurozone nicht in dem Maße wie ihre britischen und amerikanischen Gegenstücke. Folglich wandten sich Händler von USD und GBP ab und kauften höhere Erträge erzielende Anlagewerte wie EUR, Rohöl und Gold. Was die EUR/USD-Paarung betrifft, so schloss sie den zweiten Tag in Folge mit Gewinn um den Wert von 1,4800.
Heute werden einige wichtige Wirtschaftsdaten aus Großbritannien und der Eurozone erwartet. Um 09:30 MGZ wird in Großbritannien der Manufacturing PMI des Baugewerbes bekannt gegeben. Ein besser als erwartetes Ergebnis könnte beim heutigen Handel dem britischen Pfund Sterling helfen, da Investoren darauf aus sind große Gewinne zu verzeichnen. In der Eurozone wird es um 17:00 MGZ eine Ansprache des Bundesbank-Präsidenten Axel Weber geben. Diese Rede ist insofern wichtig, da Weber auch Mitglied des EZB-Rates ist. Händler werden hier nach Hinweisen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des Leitzinssatzes suchen. Folglich dürfte die Volatilität um dieses Ereignis herum recht groß sein.
JPY – JPY verliert auf gesamter Breite an Boden
Die japanische Währung verlor am Montag auf gesamter Breite an Boden, da aufgrund eines Feiertags in Japan der JPY-Handel auf Sparflamme lief. Folglich verlief der Handel äußerst rückläufig. Der JPY verlor verglichen zu all seinen Währungspartnern an Stärke. Die USD/JPY-Paarung stieg um 25 Pips auf den Wert von 90,31. Die EUR/JPY-Paarung stieg gar um 70 Pips auf 133,65. Auch im Vergleich zum NZD verlor der Yen kräftig an Boden.
Beim Handel am heutigen Dienstag bieten sich gute Gelegenheiten hinsichtlich der JPY-Paarungen. Später am Tage werden aus den USA, Großbritannien und der Eurozone entscheidende Wirtschaftsdaten erwartet. Folglich wird der Yen für den größten Teil des Tages weiterhin auf Sparflamme schmoren. Jedoch wird um 23:50 MGZ die japanische Monetary Base-Rate veröffentlicht, die ein wichtiger Indikator für den Gesundheitszustand der japanischen Wirtschaft ist. Ein positives Ergebnis könnte demzufolge dem JPY beim späten heutigen Handel zuträglich sein.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Das enge Range-Trading bei dieser Paarung setzt sich weiterhin fort, da in keine Richtung entscheidende Ausschläge zu verzeichnen sind und das Paar um den Wert von 1,4790 handelt. Beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart zeigt sich ein rückläufiger Cross, was darauf hindeutet, dass in nächster Zeit eine Abwärtskorrektur stattfinden könnte. Sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps verkaufen.
GBP/USD
Das typische Range-Trading auf dem Stunden-Chart setzt sich fort. Der RSI auf dem Tages-Chart bewegt sich im neutralen Bereich. Der RSI auf dem 4-Stunden-Chart bewegt sich jedoch im überkauften Bereich, was heißen könnte, dass in nächster Zeit eine zinsbullische Korrektur stattfinden dürfte. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen dürfte für heute die richtige Vorgehensweise sein.
USD/JPY
Das Tages-Chart vermittelt gemischte Signale und sein RSI bewegt sich im neutralen Bereich. Der RSI auf dem Wochen-Chart bewegt sich allerdings schon im überkauften Bereich was darauf hinweist, dass in nächster Zeit eine zinsbullische Korrektur stattfinden dürfte. Sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
USD/CHF
Diese Paarung unterliegt schon seit geraumer Zeit dem Range-Trading ohne spezifische Ausrichtung. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart vermittelt gemischte Signale. Auch das 4-Stunden-Chart gibt keine klare Ausrichtung vor. Auf klarere Signale auf den Stunden-Charts zu warten dürfte für heute eine gute Vorgehensweise sein.


