2009-11-09

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar fällt aufgrund negativer Arbeitsmarktdaten
Für den Dollar ergab sich in der vergangenen Woche eine extrem bärische Handelswoche. Bei einem Kursabfall von über 200 Punkten zum EUR kletterte das Währungspaar EUR/USD bis auf die Marke von 1,4900. Zum Pfund Sterling rutschte der USD um nahezu 300 Punkte ab.
Zum Wochenstart zeichneten sich zunächst eher zinsbullische Signale für die US-amerikanische Währung ab. Nach einigen positiv ausgefallenen Konjunkturdaten am Montag machte der Dollar folglich auf breiter Front Boden gut. Dabei stieg das Ergebnis der Verkäufe bestehender Häuser, das die Verkaufszahlen bestehender Immobilien in den USA sowie die Anzahl der zum Verkauf stehenden Häuser und die Dauer der Monate, die sie frei zum Verkauf standen widerspiegelt, im Monat September um 6,1% an. Die Prognosen beliefen sich auf eine Zunahme von 0,2%. Angesichts der Tatsache, dass die Immobilienbranche in den USA als einer der Katalysatoren der Finanzkrise gilt, stützen optimistische Veröffentlichungen aus dem Bereich Wohnungswesen stets die US-Währung.
Bis zum Ende der Woche wurde jedoch eine heftige Trendwende des US-Dollars deutlich, die sich aus enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten ergab. Der ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung stellte dar, dass 190.000 Personen in den USA ihren Arbeitsplatz im Monat Oktober verloren haben. Experten prognostizierten lediglich 173.000 verlorene Arbeitsplätze. Demnach ist die Zahl der Arbeitslosen in den USA auf den höchsten Stand seit 26 Jahren gestiegen. Die Arbeitslosenquote erreicht 10,2%. Das US-Arbeitsministerium beziffert die „echte“ Arbeitslosenquote in den USA mit 17,5%.
In der kommenden Woche stehen wieder viele wichtige Indikatoren auf dem US-Wirtschaftskalender. Am Dienstag erwartet die Marktteilnehmer das Ergebnis zu den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe. Angesichts der enttäuschenden Zahlen der vergangenen Woche, erfährt dieser Bericht wieder ein Stück weit mehr an Bedeutung. Anleger sollten ihr Augenmerk außerdem auf das Resultat der US-Handelsbilanz am Freitag richten. Diese wird die Differenz zwischen dem Export und Import von Waren und Dienstleistungen im Monat September ausgeben. Für beide Indizes werden positive Zahlen erwartet. Trotzdem wird der Dollar-Kurs allem Anschein nach weiterhin schwach bleiben.

EUR – EUR bei Kursgewinnen gegenüber Hauptwährungen
In der letzten Woche ergaben sich für den EUR überwiegend Aufwärtstendenzen gegenüber den Gegenwährungen. Deutlich zu beobachten war der zinsbullische Trend zum USD. Hier erreichte die europäische Gemeinschaftswährung die Marke von 1,4900. Zum japanischen Yen ergaben sich ebenfalls zinsbullische Tendenzen. Das Währungspaar EUR/JPY wird aktuell um 134,0 gehandelt.
Dieser Kursanstieg ließ sich in der vergangenen Woche auf zwei Hauptursachen zurückführen. In erster Linie wurden die zinsbullischen EUR-Bewegungen von einer Reihe positiver Wirtschaftsdaten aus den führenden Wirtschaftsnationen Europas ausgelöst. Deutschlands Industrieauftrag beispielsweise, der den Gesamtwert der Auftragseingänge, Auslieferungen und Lagerbestände heimischer Hersteller misst, stieg im Monat September um 0,9% an. Hier konnte zum fünften Mal in Folge ein positives Ergebnis beobachtet werden. Darüber hinaus lag Frankreichs Handelssaldo sowie die Handelsbilanz über den Erwartungen der Analysten. Unter den Marktteilnehmern verbreitet sich eine optimistische Marktstimmung, die den EUR-Kurs stärkt und nach der sich die Nationen der Eurozone tatsächlich auf Erholungskurs befinden.
Weitere Ursache für den EUR-Aufwärtstrend waren die enttäuschenden US-Wirtschaftsdaten. Die schlechte Lage auf dem US-Arbeitsmarkt veranlasst Investoren vermehrt dazu, dem USD den Rücken zu kehren und sich auf weitere Anlagen zu konzentrieren. Dies stärkt wiederum naturgemäß den EUR.
Auch die Eurozone veröffentlicht in dieser Woche einige interessante Indikatoren. Da Deutschland als stärkste Wirtschaftsnation der Eurozone gilt, könnte es für Anleger besonders wichtig werden, deutsche Konjunkturdaten gut im Auge zu behalten, die stets großen Einfluss auf den EUR nehmen. Die ZEW-Konjunkturerwartungen werden am Dienstag ausgegeben. Ein erneutes Ergebnis über der Marke von 56,0 wird dem EUR voraussichtlich weiteren Aufschwung verleihen. Zudem werden am Freitag die Zahlen zu Deutschlands BIP erwartet. Das BIP ist ein wichtiges Maß für die wirtschaftliche Leistung eines Landes und die wichtigste Größe der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung.

JPY – Gemischte Ergebnisse für JPY gegenüber Hauptwährungen
In der letzten Woche setzte der Yen seinen volatilen Handel gegenüber den Hauptwährungen fort. Dabei unterlag die Inselwährung hohen Kursschwankungen, denen zum Ende der Handelswoche ein klarer Abwärtstrend folgte. Deutlich zu beobachten war dies gegenüber dem Pfund Sterling. GBP/JPY kletterte bis auf die Marke von 151,30.
Die veröffentlichten Konjunkturdaten Japans schienen jedoch keinen weiteren Einfluss auf den Yen zu nehmen. Der Index der „Average Cash Earnings“ (durchschnittliches Nettoeinkommen) fiel um 1,6%. Experten hatten mit einen Rückgang von 2,0% gerechnet. Dies zeigt, dass sich Japans Wirtschaft weiterhin mit zahlreichen Problemen plagt und es noch ein weiter Weg ist, bevor die Nation wieder auf Erholungskurs schwenkt. Die Frühindikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung in Japan, die in einem Sammelindex von 12 konjunkturellen Indizes zusammengefasst werden, erfüllten die Erwartungen der Experten bei einem Resultat von 86,4%. Dennoch hatten diese Konjunkturdaten wenig Wirkung auf den Yen-Kurs. Wieder einmal wurde deutlich, dass die bedeutendste Einflussgrößte auf den JPY nach wie vor die US-Wirtschaft ist. In Anbetracht der Abhängigkeit der japanischen Wirtschaft von den Entwicklungen des US-Verbrauchs ist es nicht überraschend, dass sich enttäuschende US-Daten negativ auf Japans Wirtschaft auswirken. Demzufolge ergaben sich nach der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktzahlen der vergangenen Woche auch Kursverluste für den Yen.
Wichtigster Index aus Japan in dieser Woche ist die Kernrate der Auftragseingänge „Machinery Orders“ am Dienstag. Dieser Bericht gilt als einer der führenden Indikatoren für die Produktion in Japan und nimmt demnach im Allgemeinen großen Einfluss auf den JPY-Wert. Darüber hinaus sollten Händler Fundamentaldaten, insbesondere aus der US-Wirtschaft aufmerksam verfolgen, die sich in der Regel auch auf den Yen auswirken.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Ein neues bärisches Cross des Slow Stochastic bildet sich auf der Tages-Chart und deutet auf eine rückläufige Preiskorrektur in unmittelbarer Zukunft hin. Die fallende Tendenz des Stunden-Chart-RSI bestätigt diesen Trend. Sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden ist, könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

GBP/USD
Dieses Paar GBP/USD zeigte sich in der vergangenen Woche äußerst zinsbullisch. Der Trend könnte jedoch noch heute ein Ende finden. Der RSI der Tages-Chart zeigt, dass sich GBP/USD inzwischen im „überkauften“ Bereich eingefunden hat. Demnach ist hier eine rückläufige Kurskorrektur jederzeit möglich. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte heute eine gute Entscheidung sein.

USD/JPY
Die Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Ein neues Cross, Tendenz fallend, des 4-Stunden-Slow Stochastic hat sich jedoch mittlerweile herausgebildet und lässt eine Preiskorrektur nach unten innerhalb des nächsten Zeitfensters vermuten. Verkaufen könnte eine gute Wahl für heute sein.

USD/CHF
In den letzten Handelstagen ergaben sich für dieses Paar äußerst rückläufige Tendenzen. Die technischen Daten lassen jedoch darauf schließen, dass sich bereits in nächster Zukunft eine Trendwende einstellen könnte. Beispielsweise verdeutlicht der Stochastic Slow der Tages-Chart einen sich ankündigenden zinsbullischen Umschwung. Ein Aufwärtstrend wird ebenfalls vom Slow Stochastic der Stunden-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte sich bei diesem Paar heute auszahlen.

 

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