2009-11-11
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – US-Dollar erholt sich leicht von 15-Monatstief
Der US-amerikanische Dollar legte am Dienstag leicht zu und konnte Vortagesverluste wieder wettmachen, blieb dabei jedoch nahe des zuvor erreichten Rekordtiefs der letzten 15 Monate gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen. Nachdem die Ratingagentur Fitch gestern kritisch erklärte, dass Großbritanniens Rating in absehbarer Zukunft auf den Prüfstand kommen könnte, stieg die Nachfrage nach dem Safe-Haven-USD plötzlich an.
Anleger beobachten einen neuen Trend, nach dem sich Händler aufgrund des derzeit schwindenden Bedarfs an risikoreichen Anlagen erneut auf USD-Investitionen konzentrieren. Dementsprechend könnte die US-Währung ihren jüngsten Aufwärtstrend auch in den kommenden Handelstagen weiter ausbauen. Der USD legte um 0,1% auf $1,4980 pro EUR zu. Mit $1,4626 wurde am 3. November das höchste Niveau innerhalb eines Monats erreicht.
Analysten zufolge fehlte den Investoren nach dem letzten dramatischen USD-Kursabfall zwar jeglicher Katalysator für weitere Abwärtstendenzen, jedoch trug das Anlegerverhalten dazu bei, dass die schwache Handelsstruktur der amerikanischen Währung erhalten blieb.
Die Aufrechterhaltung einer den Erwartungen entsprechend niedrigen US-Zinsrate weit bis in das nächste Jahr hinein, veranlasst Händler dazu, den US-Dollar als Vorzugswährung für Carry Trades zu nutzen, insbesondere angesichts steigender Aktienmärkte.
EUR – Steigende Aktienmärkte: EUR holt gegen Pfund auf
Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag mit Kursgewinnen geschlossen. Der EUR legte gegenüber dem Britischen Pfund zu, nachdem die Ratingagentur Fitch mitteilte, dass das Rating Großbritanniens im Vergleich zu Ländern, die die Rating-Bestnote „AAA“ aufweisen am stärksten in Gefahr sei. Zum GBP wurde der EUR gestern bei 89,86 UK-Pence gehandelt, von zuvor 89,49 am Montag. Die europäische Gemeinschaftswährung, die zunächst gegenüber Yen und USD nachgab, nachdem Deutschlands ZEW-Konjunkturindex im November erneut stärker als von Experten erwartet gesunken ist, konnte mit steigenden Aktienmärkten entsprechende Kursverluste wieder ausgleichen.
Der GBP fiel gegenüber den 16 Hauptwährungen nach der Rating-Warnung von Fitch für Großbritannien. David Riley, Leiter für Ratings von Staatsanleihen bei Fitch warnte, dass Großbritannien aufgrund des wachsenden Schuldenbergs des Landes, am ehesten die Top-Note verlieren könnte.
Das Pfund Sterling rutschte bis unter die Marke von $1,67 ab, nachdem noch am Montag ein Rekordhoch bei $1,6844 erreicht wurde. Trotz der jüngsten Erholung des Pfunds steht es um Großbritanniens finanzielle Stabilität nach wie vor nicht gut. Die bärische Stimmung wird voraussichtlich weiter anhalten.
JPY – Yen baut Kursgewinne gegenüber US-Dollar aus
Der japanische Yen machte am Dienstag deutlich an Boden gut, nachdem die Wachstumsrate der Auftragseingänge „Machinery Orders“ die Prognosen der Experten weit überstieg. Möglicherweise ist dies ein erstes Anzeichen für einen anhaltenden Erholungskurs der japanischen Wirtschaft. Der Yen wurde vor Veröffentlichung des Berichts bei 89,76 pro Dollar gehandelt und kletterte im Anschuss bis auf 89,61 pro Dollar. Innerhalb der letzten drei Monate legte die Inselwährung um 7% zu.
Heutigen Berichten zufolge scheint das wirtschaftliche Erholungstempo in China, Japans größtem Markt, zu steigen, was den japanischen Yen zusätzlich stützt. Darüber hinaus spielte Japans Leistungsbilanzüberschuss von überraschenden +0,2% im September eine wichtige Rolle im gestrigen Devisenhandel.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Der MACD der 4-Stunden-Chart sowie der Slow Stochastic der Tages-Chart geben ein bärisches Cross aus. Der entsprechende RSI schwankt bereits im neutralen Bereich. Bei diesem Paar heute zu verkaufen, könnte sich auszahlen.
GBP/USD
Dieses Währungspaar unterliegt aktuellen Kursschwankungen. Ein Großteil der Indikatoren bewegt sich überwiegend im neutralen Bereich. Der Slow Stochastic der Tages-Chart lässt jedoch ein rückläufiges Cross erkennen. Hier schwankt der RSI im „überkauften“ Bereich. Auch bei diesem Paar könnte es von Vorteil sein, heute auf fallende Kurse zu setzen.
USD/JPY
Der Slow Stochastic der Stunden- und 2-Stunden-Chart zeigt ein neues zinsbullisches Cross an. Darüber hinaus ist zu erkennen, dass der Preis die untere Grenze der Bollinger Bands auf der 2-Stunden-Chart überwunden hat. Des Weiteren bewegt sich der RSI auf der Stunden- und 4-Stunden-Chart bereits im „überkauften“ Bereich. Kaufen ist bei USD/JPY heute möglicherweise eine gute Wahl.
USD/CHF
Der MACD der Stunden- und 4-Stunden-Chart bildet aktuell ein zinsbullisches Cross. Auch für den Tages-Slow Stochastic wird mittlerweile ein zinsbullisches Cross deutlich. Eine gute Strategie für heute könnte lauten: Kaufen.


