2009-11-12

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Anträge auf Arbeitslosenhilfe – Wird der USD weiterhin abschwächen?
Der US-Dollar erreichte am Mittwoch einen 15-monatigen Tiefstand gegenüber den Hauptwährungen. Auslöser ist wieder einmal die Annahme, dass die US-Zinssätze auch in den kommenden Monaten und weit bis in das neue Jahr hinein niedrig bleiben. Wichtige Unterstützungsmarken wurden jedoch nicht durchbrochen, so dass der Dollar im Tagesverlauf zunächst leichte Gewinne verbuchte. Zu Handelsschluss verzeichnete der USD geringfügige Verluste zum EUR, setzte damit den Trend vom Vortag fort und brachte das beliebte Währungspaar bis auf 1,5015. Zum AUD konnten zinsbullische USD-Tendenzen beobachtet werden. Hier schloss die US-Währung bei 0,9355. Auch gegenüber dem GBP ergab sich ein ähnlicher Trend: Der USD kletterte über 120 Punkte in die Höhe, um bei 1,6595 zu notieren.
Den jüngsten Dollar-Trend führen die Marktteilnehmer auf neu aufkommende Sorgen um die US-Wirtschaft und ihr Erholungstempo sowie auf Aussagen der Federal Reserve in dieser Woche, nach denen die US-Notenbank von einer Anhebung der US-Zinssätze in unmittelbarer Zukunft zunächst absehen will, zurück. Anleger investierten folglich wieder verstärkt in Währungen und Rohstoffe, die höhere Erträge abwerfen.
Heute stehen einige wichtige Veröffentlichungen auf der US-Wirtschaftsagenda. Besondere Aufmerksamkeit gilt den US-Rohöllagerbeständen, die laut Prognosen im Vergleich zu ihrer Vormessung steigen sollen. Forex-Händler sollten das Ergebnis des Indikators gut im Auge behalten, da dieser in starker Korrelation mit dem Wert des USD steht. Des Weiteren werden die US-Zahlen zu den Arbeitslosenerstanträgen Einfluss auf die Märkte nehmen. Sollten die Daten enttäuschen, könnte sich die aktuelle Problematik der US-Wirtschaftserholung bestätigen und der USD seinen Abwärtstrend fortsetzen.

EUR – EUR steigt – GBP fällt
Der EUR handelte im gestrigen Handel gestärkt gegen einen Großteil der Hauptgegenwährungen und bewies erneut, dass die europäische Gemeinschaftswährung für den Augenblick stabil ist und Anleger sich hier auf konstante Gewinne verlassen können. Die Währung der 16 Nationen erweiterte am Mittwoch zuvor erreichte Kursgewinne gegenüber Japans Yen und wurde hier, angesichts eines umfassenden JPY-Verkaufs, um 134,70 gehandelt. Für den EUR ließ sich ein ähnlicher Trend gegenüber dem USD beobachten. Die europäische Währung schloss bei 1,5015.
Das Pfund Sterling rutschte deutlich gegen Dollar und EUR ab, nachdem Englands Notenbank-Chef Mervyn King erklärte, dass die aktuelle GBP-Schwäche Großbritanniens Exporteuren sowie der Erholung des Landes helfe. Die schwache Währung solle zur Belebung der wirtschaftlichen Aktivität führen. Die Aussagen von King zur Pfund-Schwäche belasteten die britische Währung stark.
Als wichtigster Indikator der Eurozone gelten heute die Daten zur Industrieproduktion der Eurozone, die um 11:00 Uhr erwartet werden. Experten gehen von rückläufige Zahlen im Vergleich zur Vormessung aus. EUR-Anleger sollten ihr Augenmerk heute insbesondere auf diese Veröffentlichung richten. Sollten die Ergebnisse die Erwartungen übertreffen, könnte dies den EUR bereits kurzfristig in die Höhe treiben. Darüber hinaus ist für 20:00 Uhr eine Ansprache von EZB-Chef Trichet angesetzt. Diese ist von großer Bedeutung und wird wie gewöhnlich einige EUR-Kursschwankungen auslösen.

JPY – Yen gibt aufgrund steigender Aktienmärkte nach
Für den japanischen Yen ergaben sich gestern gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen Kursverluste bei bärischen Tendenzen. Die steigenden Aktienmärkte in Asien und Europa verringerten die Nachfrage nach Safe-Haven-Währungen. Zum EUR gab der JPY deutlich nach und notierte bei 1,3470. Das Kurspaar USD/JPY schloss fester um die Marke von 89,80.
Die gestern ausgegebene Kernrate der „Machinery Orders“, die Auftragseingänge im Maschinenbau für den Monat September, stiegen deutliche stärker als erwartet. Die vom Kabinettsbüro veröffentlichten Daten verdeutlichten einen Anstieg um 10,5%. Im Vormonat belief sich die Steigerung auf lediglich 0,5%. Dennoch stützten die Ergebnisse die Währung des Inselstaats nicht. Anleger scheinen heute weitere wichtige Konjunkturdaten abzuwarten, um ihre Handelsstrategien zu bestimmen.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Paar steht aktuell bei 1,4995. Für heute kann von hoher Volatilität für EUR/USD ausgegangen werden. Der RSI der Wochen-Chart zeigt, dass sich EUR/USD mittlerweile im „überkauften“ Bereich eingefunden hat. Demnach ist hier eine rückläufige Kurskorrektur jederzeit möglich. Der MACD der Wochen-Chart deutet ebenfalls darauf hin, dass sich bärische Tendenzen anbahnen. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte sich heute auszahlen.

GBP/USD
Für dieses Währungspaar ergaben sich gestern insgesamt zinsbullische Tendenzen. GBP/USD wird momentan um 1,6561 gehandelt. Auf der Wochen-Chart ist zu erkennen, dass das Paar den unteren Bereich der Bollinger Bands erreicht. Dies könnte bedeuten, dass sich heute weitere Abwärtstendenzen einstellen. Ähnliches zeichnet sich auch auf den Bollinger Bands der 4-Stunden-Chart ab. Verkaufen könnte die richtige Entscheidung für heute sein.

USD/JPY
Der Kurs dieses Paares befindet sich aktuell im „überkauftem“ Bereich des Wochen-RSI. Möglicherweise ergibt sich hier eine Preisausrichtung nach oben. Auf den Bollinger Bands der Stunden-Chart scheint sich das Paar zügig nach oben zu bewegen. Dies bestätigt die sich ankündigende Aufwärtstendenz. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte sich bei diesem Paar heute auszahlen.

USD/CHF
Der Slow Stochastic der Tages-Chart lässt erkennen, dass sich jüngst ein zinsbullisches Cross gebildet hat, was heute auf eine bevorstehende Aufwärtskorrektur hindeutet. Dabei steigt das Paar auf den Bollinger Bands der Wochen-Chart. Im weiteren Handelsverlauf auf steigende Kurse zu setzten, könnte in den kommenden Stunden hohe Profite abwerfen.

 

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