2009-11-17
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar fällt auf breiter Front
Der USD verzeichnete gestern gegen jede Hauptgegenwährung Kursverluste. Dies war die Reaktion der Händler, USD-Anlagen abzustoßen, nachdem die wichtigsten US-Aktienindizes anzogen. Auslöser hierfür waren einerseits das Ergebnis der US-Einzelhandelsumsätze, die über den Erwartungen lagen sowie das Versprechen asiatischer Führungskräfte, ihre Stimulus-Politik gegen die Finanzkrise weiterhin aufrecht zu erhalten. Die Umsätze im Einzelhandel im Monat Oktober stiegen um 1,4%. Experten hatten eine Steigerung von 0,9% prognostiziert. Laut US-Handelsministerium wurden die Vormonatswerte im Nachhinein von zunächst -1,5% auf -2,3% nach unten revidiert. Der Auftrieb an den US-Aktienbörsen brachte den S&P-500-Index auf ein 13-monatiges Hoch. Dieser kletterte um 1,5% auf über 1105 Zähler.
Der USD gab folglich deutlich nach und markierte einen neuen 15-monatigen Tiefstand gegenüber Währungen wie dem Pfund Sterling. Das entsprechende Paar kletterte um kräftige165 Punkte auf die Marke von 1,6876. Das Cross USD/JPY verbuchte ebenfalls wesentliche Verluste und rutschte um 52 Punkte bis auf 89,04 ab. Das Währungspaar EUR/USD stieg um 20 Punkte auf 1,4985. Darüber hinaus verlor der US-Dollar im weiteren Handelsverlauf auch gegen den Kanadischen Dollar an Boden. Der U.S. Dollar Index (USDX), der den Wert des USD anhand eines Währungskorbs aus sechs Währungen vergleicht, fiel um 0,7% auf 74,834, nachdem zunächst die Marke von 74,679 erreicht wurde. Dies war das niedrigste Level seit August 2008.
Heute stehen ausschlaggebende Veröffentlichungen auf der US-Wirtschaftsagenda: Wichtigste unter ihnen sind die für 14:30 Uhr erwarteten Daten zum US-Erzeugerpreisindex und die Kernrate der Erzeugerpreise, exklusive Nahrung und Energie, das US-Saldo v. Wertpapierkäufen und -verkäufen ausländischer Investoren um 15:00 Uhr sowie die Zahlen zur US-Industrieproduktion um 15:15 Uhr. Jeder dieser Indikatoren wird voraussichtlich großen Einfluss sowohl auf den USD-Kurs, als auch auf dessen Kursschwankungen nehmen. Der Devisenmarkt wird vor, während und nach den Veröffentlichungen erwartungsgemäß stark volatil sein. Anleger sollten ihre Dollar-Positionen rechtzeitig eröffnen, solange sich die Gelegenheit heute bietet, hohe Profite zu erzielen.
EUR – GBP steigt infolge Marktoptimismus
Die britische Währung verzeichnete bereits im heutigen Dienstagshandel einen deutlichen Kursanstieg gegenüber den Hauptgegenwährungen. Zum Teil resultierte diese Entwicklung aus einem neu entstanden Optimismus am britischen Immobilienmarkt. Die zweitgrößte britische Immobiliengesellschaft, British Land and Land Securities, soll in den nächsten Tagen eine über den Erwartungen liegende Gewinnsteigerung ankündigen. Da der Immobilienmarkt einen wichtigen Teil der britischen Wirtschaft ausmacht, wirkte sich diese Nachricht positiv auf die Stimmung der Anleger aus.
Das Pfund Sterling machte gegen die übrigen Hauptwährungen deutlich an Boden gut. Das Cross GBP/USD schloss gestern um 117 Punkte fester bei 1,6828. Weitere deutliche Kursgewinne der britischen Währung konnten gegen den EUR beobachtet werden. Das entsprechende Kurspaar gab um 53 Punkte nach und notierte bei 0,8900. EUR/USD wiederum kletterte um 20 Punkte auf die Marke von 1,4985. Eine Erholung an den globalen Aktienmärkten, ausgelöst von beachtenswerten US-Einzelhandelsumsätzen führte zu den vorgenannten Entwicklungen. Händler berichteten, dass risikoreichere Währungen wie das Pfund Sterling die größten Nutznießer dabei waren.
Eine Reihe wichtiger Konjunkturdaten, die die Märke bewegen könnten, erwartet die Marktteilnehmer heute insbesondere aus Großbritannien und der Eurozone. Um 10:30 Uhr werden die britischen Verbraucherpreise sowie der Einzelhandelspreisindex für Oktober veröffentlicht. Aus der Eurozone sehen wir um 11:00 Uhr der Veröffentlichung der Handelsbilanz entgegen. Positive Ergebnisse werden dem EUR und GBP voraussichtlich zinsbullische Tendenzen verschaffen. Für Forex-Händler könnte es heute ratsam sein, EUR und GBP-Positionen schnellstmöglich zu eröffnen. Dies würde maximale Marktpartizipation im heutigen Dienstagshandel bedeuten.
JPY – Yen steigt gegen US-Dollar
Am Montag schloss der JPY gegenüber dem US-Dollar fester. Die Marktteilnehmer führten den Kursanstieg auf Japans Bruttoinlandsprodukt (BIP) zurück, das im dritten Quartal mit einer Jahresrate von 4,8% deutlich zulegte. Japan gilt als die Nummer 2 der Weltwirtschaft. Zum zweiten Mal in Folge wuchs die Wirtschaft des Inselstaats seit Beginn der Finanzkrise. Weiterer Auftrieb für Japans Yen ergab sich gestern in Singapur aus dem Versprechen asiatischer Führungskräfte, ihre Stimulus-Politik gegen die Finanzkrise weiterhin aufrecht zu erhalten.
Der Yen kletterte um 52 Punkte gegenüber dem USD in die Höhe und schloss bei 89,04. Auch gegen den EUR machte die japanische Währung Boden gut. Allem Anschein profitiert Japan von den weltweiten Konjunkturspritzen. Möglicherweise stellt sich in absehbarer Zukunft auch eine sich selbst tragende Erholung ein. Experten gehen davon aus, dass sowohl die japanische Wirtschaft, als auch der Yen zunächst weiterhin auf Erholungskurs bleiben werden.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Die Stunden-Chart gibt ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic aus. Potenzial für eine Aufwärtsbewegung besteht. Das Währungspaar unterliegt Kursschwankungen und wird innerhalb des oberen Bereichs der Bollinger Bands gehandelt. Der 20-Day-Average scheint die nächste bedeutende Widerstandsmarke zu sein. Die Mittellinie innerhalb der Bandbreite könnte für Händler heute als guter Anhaltspunkt zur Gewinnerzielung gelten.
USD/JPY
Der langfristige Abwärtstrend setzt sich auch heute fort. Dieses Währungspaar verzeichnet seit drei Tagen Kursverluste. Auf der Stunden-Chart wurde USD/JPY letztlich zwischen 89,15 und 89,00 gehandelt. Händler, die den bewährten Handelsbereich erkennen, könnten hohe Profite erzielen, indem sie Stopps und Limits innerhalb der entsprechenden Preisebenen platzieren.
GBP/USD
GBP/USD gibt bärische Signale aus. Die 4-Stunden-Chart zeigt ein bärisches Cross des Slow Stochastic-Oszillators an, was bedeuten könnte, dass eine rückläufige Preiskorrektur bevorsteht. Dies wird durch den RSI (Relative Strength Index) bestätigt, der sich im „überkauften“ Bereich befindet. Eine rückläufige Preisentwicklung ist wahrscheinlich. Händler sollten bei diesem Währungspaar bevorzugt auf fallende Kurse setzen.
USD/CHF
Auf der Tages-Chart wird deutlich, dass sich dieses Währungspaar mittlerweile wieder im oberen Bereich der Bollinger Bands eingefunden hat, nachdem es diesen zunächst überwinden konnte. Der Slow Stochastic-Oszillators hat inzwischen ein bärisches Cross gebildet. was auf eine mögliche rückläufige Preisbewegung deutet. Händler sollten diese rückläufigen Schwankungen nicht verpassen, die in einen langfristigen Trend umschwenken könnten.


