2009-11-19

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar gibt nach 3-Wochen-Rallye nach
Heute Morgen bereits verzeichnete der USD, aufgrund von Spekulationen, nach denen US-Investoren ausländische Fonds zum Ende des Jahres zurückführen wollen und Händler mittlerweile weniger auf eine Dollar-Schwäche spekulieren, Kursgewinne gegen den EUR. Die Tatsache, dass der USD im Vorfeld nicht bis über die Marke von $1,50 pro Euro abschwächte, stärkte den Dollar laut Analysten zusätzlich und veranlasste Händler ihre Short-Positionen zu reduzieren.
Zum EUR kletterte der USD gestern von $1,4963 pro EUR auf $1,4938 pro EUR. Die Marke von $1,6714 pro Pfund Sterling von zuvor $1,6749 wurde am Mittwoch ebenfalls erreicht. Dennoch erwarten einige Anleger im weiteren Handelsverlauf heute Kursverluste für den USD. Auslöser hierfür könnte der Philadelphia-Fed-Index für den Monat November sein, der heute Nachmittag ausgegeben wird und möglicherweise zum vierten Monat in Folge eine Steigerung der wirtschaftlichen Aktivität im Fed-Bezirk Philadelphia verdeutlicht. Demnach könnte die Attraktivität gewinnträchtiger Anlagen wiederum zunehmen. Insgesamt ist nicht davon auszugehen, dass sich der USD-Aufwärtstrend gegen den EUR fortsetzt, solange die US-Notenbank nicht bereit ist, ihre Zinssätze anzuheben.
Der Philadelphia-Fed-Index für November soll heute laut Prognose der Volkswirte von 11,5 Zählern im Oktober auf 12,2 anziehen. Ein positives Ergebnis wäre ein weiteres Zeichen für Expansion in den USA, die den US-Dollar stützten kann.

EUR – EUR gibt Gewinne aufgrund schwacher US-Daten ab
Der EUR musste am Mittwoch zuvor verzeichnete Kursgewinne gegen den USD wieder abgeben, nachdem enttäuschende Inflationszahlen und ein Rückgang bei den US-Baubeginnen auf ein langsames Erholungstempo der US-Wirtschaft deuteten.
Ein gebremstes Wirtschaftswachstum könnte die globale wirtschaftliche Erholung verzögern und Investoren dazu veranlassen, ihre risikoreichen und gewinnträchtigen Anlagen einzuschränken. Kurzfristig erreichte die europäische Gemeinschaftswährung gestern ein Tagestief bei $1,4839 von zuvor $1,4850. Bis zum Ende des Tages erholte sich der EUR jedoch und schloss nach den Aussagen der US-Notenbanker zur anhaltenden Niedrigzinspolitik bis 2012 um 0,5% fester.
Des Weiteren fiel das Britische Pfund zum ersten Mal in 5 Tagen gegen den EUR. Englands Währung gab um 1% nach und notierte bei 89,38 Pence. Auch zum USD verbuchte das Pfund Kursverluste und rutschte hier bereits heute um 0,4% auf $1,6744.
Zum dritten Tag in Folge verlor der Sterling gegen den USD. In einem Bericht meldet die Tageszeitung „Daily Telegraph“, dass es um die Kreditinstitute in Großbritannien schlechter steht, als in den übrigen Wirtschaftsnationen.

JPY – Yen steigt angesichts Investorenbedarfs an Sicherheit
Im gestrigen Handel verbuchte der Yen Kursgewinne gegenüber allen 16 Hauptgegenwährungen. Dies lässt sich auf die derzeitigen Schwierigkeiten der Großbanken in Japan zurückführen, ihr Eigenkapital im nötigen Umfang aufzustocken. Japanische Anleger setzen wieder verstärkt auf Vermögenswerte im Ausland. Fallende Aktienkurse an den asiatischen Börsen stützten Japans Währung letztendlich.
Zum EUR stieg der JPY leicht an. Anleger rechnen gegenwärtig mit weiteren Verlusten im europäischen Bankensektor, die die Nachfrage nach dem verhältnismäßig „sicheren“ Yen erhöht. Zum EUR notierte der Yen gestern von zuvor 133,10 EUR bei 133,64 EUR. Gegen das Pfund Sterling stieg der japanische Yen von 149,58 auf 148,90 pro Pfund. Das Tageshoch lag zwischenzeitlich bei 148,78, dem höchsten Stand seit dem 12. November.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Die Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI der Stunden-Chart bereits im „überkauftem“ Bereich, was bedeuten könnte, dass eine zinsbullische Preiskorrektur bald einsetzt. Hier empfehlen wir, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überschritten ist.

GBP/USD
Auf der 4-Stunden-Chart verdeutlicht ein neu entstandenes zinsbullisches Cross des Slow Stochastic, dass sich eine zinsbullische Preiskorrektur ankündigt. Die steigende Tendenz der Oszillatoren auf der Stunden-Chart bestätigt diese Neigung. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte heute die richtige Entscheidung sein.

USD/JPY
Die inzwischen typischen Kursschwankungen auf der Stunden-Chart setzen sich fort. Der RSI der 4-Stunden-Chart schwankt dabei im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI der Wochen-Chart bereits im „überkauften“ Bereich, was bedeuten könnte, dass sich schon bald eine zinsbullische Ausrichtung ergibt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, ist bei diesem Paar möglicherweise eine gute Strategie für heute.

USD/CHF
Dieses Paar unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Oszillatoren der 4-Stunden-Chart lassen eine eindeutige Tendenz nicht erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie bei diesem Kurspaar deutlichere Signale auf der Stunden-Chart ab.

 

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