2009-11-20
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD legt angesichts schwacher US-Wirtschaftsdaten zu
USD und Yen verzeichneten am Donnerstag gegen den EUR und weitere höher rentierende Währungen Kursgewinne, nachdem enttäuschende US-Konjunkturdaten veröffentlicht wurden und die Kurse an den globalen Aktienmärkten in den Keller rutschten. Der Dollar-Index wurde bei 75,3108 gehandelt, von zuvor 75,108 zu später Stunde am Mittwoch. Der USD wurde von den fallenden Kursen an den US-Aktienmärkten gestützt, die einer Schwäche bei den europäischen und asiatischen Aktienmärkten folgten. Seit Beginn der globalen Finanzkrise scheint der US-Dollar in inverser Beziehung zu Bewegungen an den Aktienmärkten und Rohstoffanleihen zu stehen.
Das US-Arbeitsministerium teilte am Donnerstag mit, dass 505.000 US-Bürger in der vergangenen Woche erstmals einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt hatten. Die Zahl blieb damit im Vergleich zur Vorwoche unverändert, jedoch nach wie vor zu hoch, um als Zeichen einer Verbesserung des US-Arbeitsmarkts gedeutet zu werden. Der Sammelindex der Frühindikatoren in den USA ist im Oktober um 0,3% gestiegen. Noch im Vormonat lag das Ergebnis bei +1,0%. Hat sich das Erholungstempo der US-Wirtschaft tatsächlich verlangsamt?
Aktuell sind Währungsschwankungen begrenzt. Die Märkte bleiben in Hinsicht auf das Wirtschaftsbelebungstempo und den Kurs der US-amerikanischen Währungspolitik unsicher.
EUR – EUR kämpft an $1,50-Marke
Der EUR und andere hochverzinsliche Währungen verloren am Donnerstag an Boden, als das nachlassende Anlegervertrauen Investoren angesichts der schleppenden globalen Wirtschaftserholung dazu veranlasste, sich den Safe-Havens US-Dollar und Yen zuzuwenden. Sowohl die jüngst enttäuschenden US-Konjunkturdaten, als auch die fallenden globalen Aktienkurse minderten die Risikobereitschaft unter den Investoren. Darüber hinaus trug die Befürwortung einer restriktiveren Haltung in Bezug auf Kapitalzuflüsse und Währungsschwankungen seitens führender Notenbanker ebenfalls zur Risikoaversion der Händler bei. Der EUR wurde gestern bei $1,4910, von zuvor $1,4960 am späten Mittwochabend gehandelt. Zum Yen notierte die Gemeinschaftswährung bei 132,54 Yen von zuvor 133,73. Das Pfund Sterling schloss von vortäglichen $1,6740 bei $1,6651.
Der EUR tut sich aktuell schwer, die Marke von $1,50 zu überschreiten und schwankt überwiegend in der Handelsspanne zwischen $1,48 und $1,50. Angesichts der Einstellung der US-Notenbank zur USD-Schwäche lassen Anleger zunächst weiterhin Vorsicht walten. Darüber hinaus geben Notenbanker weltweit die unterschiedlichsten Signale zu einer möglichen Anhebung ihrer Leitzinssätze.
JPY – JPY nahe 2-Wochen-Hoch gegen EUR
Der JPY wurde gestern um ein neues 2-Wochen-Hoch gegen den EUR gehandelt, nachdem der größte Einbruch der Aktienkurse in diesem Monat Anleger dazu veranlasste, in den „sicheren“ japanischen Yen und USD zu investieren. Japans Yen wurde heute Morgen um die Marke 132,80 pro EUR gehandelt. Den höchsten Stand seit dem 3. November erreichte der JPY zuvor gestern bei 131,76. Zum USD wurde ein Kurszuwachs von 0,4% auf 88,98 deutlich.
Derzeit scheint die Sorge um die globale Wirtschaftserholung Safe-Havens wie US-Dollar und Yen unter den Händlern zu favorisieren. Das Interesse an Titeln, die mit wirtschaftlichem Wachstum korrelieren, wie beispielsweise Aktien und Währungen rohstoffreicher Länder, gibt wiederum nach. Heute beendet die Bank von Japan ihre zweitägige geldpolitische Sitzung. Es wird weltweit erwartet, dass Japans Overnigth Call Rate unverändert bei 0,1% bleibt.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
EUR/USD unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt aktuell gemischte Signale aus. Auch die 4-Stunden-Chart lässt keine eindeutige Tendenz erkennen. Deutlichere Signale auf den Stunden-Charts abzuwarten, könnte sich heute auszahlen.
GBP/USD
Die inzwischen typischen Kursschwankungen für GBP/USD setzten sich auf der Stunden-Chart fort. Der RSI der Tages-Chart schwankt im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI der 4-Stunden-Chart bereits im „überkauftem“ Bereich, was bedeuten könnte, dass sich schon bald eine zinsbullische Preiskorrektur vollzieht. Kaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.
USD/JPY
Aktuell bewegt sich dieses Paar im „überkauften“ Bereich auf der Wochen-Chart. Ihr RSI deutet auf eine bevorstehende Aufwärtsausrichtung hin. Die steigende Tendenz des Tages-Chart-Momentums bestätigt diesen Trend. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte bei diesem Paar eine gute Strategie für heute sein.
USD/CHF
Die Tages-Chart gibt für USD/CHF gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Mittlerweile hat sich der RSI der Wochen-Chart jedoch im „überkauftem“ Bereich eingefunden, was bedeuten könnte, dass in nächster Zukunft eine zinsbullische Kurskorrektur zu beobachten sein wird. Hier könnte es eine gute Strategie sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.


