2009-11-23

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Befindet sich der US-Dollar auf Erholungskurs?
Der USD konnte gestern einen Teil seiner Kursverluste der vergangenen Woche gegen EUR und Pfund wieder ausgleichen. Zum EUR zog der Dollar um 200 Punkte an. Gegen das Pfund Sterling machte die US-Währung nahezu 400 Punkte gut. Das Währungspaar GBP/USD rutschte bis auf die Marke von 1,6470 ab.
Hauptursache für den USD-Kursanstieg schienen positive US-Wirtschaftsdaten zu sein. Die Einzelhandelsumsätze waren im Oktober um 1,4% angestiegen und lagen dabei über den Erwartungen von 1,0%. Darüber hinaus lieferte der Bericht zu den TIC-Langzeit-Anschaffungen für den Monat September ein weitaus besseres Resultat als zuvor prognostiziert. Die Datenbank Treasury International Capital System misst den Differenzwert zwischen langfristigen ausländischen Sicherheitsanlagen, die von US-Bürgern gekauft und langfristigen US-Sicherheitsanlagen die von Ausländern gekauft werden. Die überraschend positiv ausgefallenen Zahlen verdeutlichten, dass Ausländer ihre Investitionen in die US-Wirtschaft erhöht haben, was den US-Dollar in der Regel stärkt. Des Weiteren stieg der US-Kernindex der Verbraucherpreise, der die Veränderung des Wertes aller Güter und Dienstleistungen (exklusive der schwankungsanfälligen Energie- und Lebensmittelpreise), die von Personen innerhalb der USA erworben werden, um 0,2%. Der US-amerikanische Core Consumer Price Index gilt in den USA als wichtiger Indikator im Rahmen der Konjunkturanalyse.
In der kommenden Woche stehen einmal wieder wichtige Veröffentlichungen auf der US-Wirtschaftsagenda. Anleger sollten ihr Augenmerk auf folgende Meldung richten: Verkäufe bestehende Häuser, Verkäufe von Neubauten, Verbrauchervertrauen (Conference Board) und Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Wichtigster Indikator am heutigen Handelstag ist der Index der Verkäufe bestehende Häuser. Ein positives Ergebnis kann die Hoffnung auf eine schnellstmögliche Erholung des US-Immobilienmarktes und gleichzeitig den Dollar-Kurs stärken.

EUR – EUR Aufwärtstrend unterbrochen
In der letzten Woche ergaben sich für den EUR überwiegend Abwärtstendenzen gegenüber den Hauptwährungen. Gegen den Yen setzte die europäische Gemeinschaftswährung ihren Abwärtstrend fort. Das Paar EUR/JPY rutschte bis unter die Marke von 132,0. Auch zum USD verzeichnete der EUR Kursverluste.
Die Abwärtstendenzen des EUR beruhten größtenteils auf enttäuschende Konjunkturdaten aus der Eurozone in der letzten Handelswoche. Der Eurozonen-Verbraucherpreisindex ging um 0,1% im Oktober zurück. Dies war der fünfte Rückgang des Indikators in Folge. Allem Anschein nach sind Europas Nationen noch weit von einer vollständigen wirtschaftlichen Erholung entfernt. Darüber hinaus drehte die Leistungsbilanz der Eurozone, die die Differenz zwischen Export und Import von Waren und Dienstleistungen misst, im Monat Oktober unerwartet ins Minus. Analysten hatten ein Ergebnis von 0,6 Mrd. Euro erwartet. Laut der Europäischen Zentralbank liegt das Defizit bei saisonbereinigten 5,4 Mrd. Euro. Ausländische Investitionen in der Eurozone lassen nach und schwächen den EUR.
In dieser Woche erwartet die Marktteilnehmer eine Reihe wichtiger Wirtschaftsdaten aus Europa. Einfluss nehmende Veröffentlichungen werden überwiegend aus Deutschland erwartet, die größte Industrienation der Eurozone. Der Wirtschaftskalender ist prall gefüllt. Analysten erwarten positive Zahlen aus Deutschland und Frankreich. Sollten die Ergebnisse die Prognosen erfüllen, könnte der EUR wieder neue Unterstützung finden.

JPY – Positive Konjunkturdaten bringen JPY Kursgewinne
In der letzten Woche verzeichnete der Yen Kursgewinne gegenüber den Hauptwährungen. Deutlich zu beobachten war dies gegenüber dem Pfund Sterling. GBP/JPY verbuchte einen Verlust von über 400 Punkten. Auch zum USD ergaben sich für Japans Währung Aufwärtstendenzen.
Die Yen-Stärke lässt sich hier überwiegend auf positive Konjunkturdaten aus Japan zurückführen. Der vorläufige Bericht zum Bruttoinlandsprodukt, der die inflationsbereinigte Veränderung aller Güter und Dienstleistungen, die in Japan erbracht werden, misst, erhöhte sich um erstaunliche 1,2%. Die Zahlen könnten ein mögliches Anzeichen dafür sein, dass es Japans Wirtschaft besser geht, als von Experten eingeschätzt. Der japanische Yen zeigt sich aktuell verhältnismäßig stark. Sollte es bei optimistischen Konjunkturdaten bleiben, könnte der Yen seinen Aufwärtstrend vorerst fortsetzen. Des Weiteren hatte die Bank von Japan (BoJ) ihre Zinssätze in der letzten Woche unverändert bei 0,10% belassen, die niedrigste Rate in der Gruppe der Industrienationen. Diese Entscheidung nahm jedoch wenig Einfluss auf Japans Währung, da auch die übrigen Wirtschaftsnationen bislang von einer Zinsanhebung absehen.
Für die kommende Woche kündigen sich einige wichtige Indizes für Japan an. Wichtigster wirtschaftlicher Indikator mit der größten Wirkung auf die Märkte ist dabei Japans Handelsbilanz, die am Dienstag veröffentlicht wird. Diese ist eine Gegenüberstellung von Export und Import von Waren einer Volkswirtschaft. Angesichts der Tatsache, dass Japans Wirtschaft stark exportabhängig ist, könnte ein positives Ergebnis dem Yen Aufschwung verleihen.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Nachdem das Währungspaar die Marke von 1,4950 erreicht hat, setzte eine technische Preiskorrektur ein. EUR/USD wird mittlerweile um 1,4920 gehandelt. Dennoch wird ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart bereits deutlich, was bedeutet, dass eine zinsbullische Preisausrichtung bevorstehen könnte. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, ist heute möglicherweise die richtige Entscheidung.

GBP/USD
Dieses Paar lässt keine eindeutigen Tendenzen erkennen. Einziges deutliches Zeichen geben die Bollinger Bands auf der Stunden-Chart an, die sich beginnen zu verdichten. Der MACD bewegt sich auf allen Charts nahe der Marke 0, was möglicherweise bedeutet, dass sich eine volatile Bewegung bereits ankündigt. Sollte ein Preissprung erfolgen, könnte es eine gute Entscheidung sein, entsprechende Positionen zu eröffnen, um Profite aus dem neuen Trend zu schlagen.

USD/JPY
Die Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI der Tages-Chart bereits im „überkauftem“ Bereich, was bedeuten könnte, dass sich hier bald eine zinsbullische Preiskorrektur ergibt. Eine gute Strategie könnte lauten: bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.

USD/CHF
Auf der Stunden-Chart bildet sich eine sehr deutliche zinsbullische Handelsspanne heraus, in deren unteren Bereich das Paar mittlerweile schwankt. Darüber hinaus sind alle Oszillatoren auf der 4-Stunden-Chart abwärts gerichtet, was ein Zeichen dafür sein kann, dass sich der Abwärtstrend fortsetzt. Verkaufen könnte heute die richtige Wahl sein.

 

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