2009-11-24
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD-Einbußen aufgrund steigender Aktienkurse
Deutlich gestiegen war am Montag die Zahl der Verkäufe bestehender Häuser in den USA für den Monat Oktober. Die Wall Street schloss fest, während neue Zuversicht in die US-amerikanische Wirtschaft unter den Händlern zu spüren war. Jedoch war es kein herausragender Handelstag für den USD: Händler verzichteten gestern auf ihre USD-Anlagen zugunsten von risikoreichen Währungen wie dem EUR. Der Dollar-Index fiel von 75,647 auf 75,130 Zähler. Der USD verzeichnete Verluste gegenüber den Hauptwährungen. Wieder einmal wurde den Anlegern bewusst, wie volatil die US-Währung derzeit ist, die zuvor erreichte Kursgewinne der vergangenen Woche wieder einbußte.
In den kommenden Handelstagen erwarten Händler für den USD größere Bewegungen im Vorfeld zum Feiertag „Thanksgiving“ am Donnerstag. Weitere wichtige US-Veröffentlichungen heute: Die annualisierten BIP-Zahlen des 3. Quartals (2. Veröffentlichung) sowie der Bericht des Conference Board zum Index des Verbrauchervertrauens (14:30 Uhr und 16:00 Uhr) können den USD-Handel für diese Woche bestimmen. Sollten die Daten, wie erwartet, ein verlangsamtes US-Wirtschaftswachstum ausweisen, könnte die US-amerikanische Währung bei einer Wiederaufnahme des Safe-Haven-Status leicht aufwerten.
EUR – EUR fester jedoch nicht über $1,50
Gestützt durch einen beeindruckenden Anstieg der globalen Aktienmärkte am Montag, zeigte sich der EUR gegen die Hauptwährungen in der Tendenz vergleichsweise stark, konnte die wichtige Widerstandsmarke bei $1,50 jedoch nicht überwinden. Um die Marke 1,4980 zum USD stabilisierte sich der EUR schließlich und schien fortwährend innerhalb der Handelsmarke zwischen 1,4800 und 1,4990 zu verbleiben. Auch zum Yen zog der EUR an. Hier kletterte die Gemeinschaftswährung am Montag von zuvor Y133,22 auf Y132,26, nachdem auch der Safe-Haven-JPY unter dem Einfluss der steigenden Aktienkurse stand.
Heute sollten sich EUR-Händler auf Deutschlands Geschäftsklimaindex des Ifo konzentrieren. Das Institut für Wirtschaftsforschung veröffentlicht um 10:00 Uhr seinen Bericht für November. Dieser gilt als viel beachteter Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Eurozone. Laut Prognose soll der Index steigen. Möglicherweise ergibt sich dadurch ausreichend Auftriebskraft für den EUR, um die Marke von $1,50 zu überwinden.
JPY – JPY erholt nach gestrigen Verlusten
An der japanischen Börse sind die Aktienkurse am Dienstag erneut eingebrochen. Der Yen wertete deutlich auf und konnte gestrige Kursverluste, die sich im Zuge der weltweiten Erholung an den Aktienmärkten ergeben hatten, wieder aufholen. Zum EUR stieg Japans Yen von 133,22 auf 132,77 und erholte sich entsprechend von den zuvor entstanden Verlusten. Der Nikkei-Index fiel zum fünften Tag in Folge angesichts der wachsenden Sorge in Japan vor einer Deflation. Momentan scheint der Yen in den Augen der Investoren immer noch „sicher“ zu sein.
Heute Nacht veröffentlicht das japanischen Finanzministerium um 00:50 Uhr die aktuellen Zahlen zur Handelsbilanz. Analysten gehen davon aus, dass die japanische Handelsbilanz auch in diesem Monat wieder ins Plus dreht. Sollten die Voraussagen stimmen, könnten sich für den JPY weitere Aufwärtstendenzen ergeben. Es besteht eine positive Korrelation zwischen der Exportnachfrage und der Nachfrage einer Währung.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Die typischen Kursschwankungen auf der Tages-Chart setzen sich fort. Sowohl RSI als auch Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart schwanken im neutralen Bereich. Dennoch bewegt sich das Kurspaar aktuell an der oberen Grenze des RSI der Wochen-Chart. Hier stellt sich eventuell schon bald eine Abwärtsbewegung ein. Bei EUR/USD könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald ein Durchbruch der unteren Handelsgrenze erfolgt.
GBP/USD
Ein neues Cross des Slow Stochastic mit Tendenz steigend hat sich auf der Tages-Chart gebildet und weist auf eine zinsbullische Ausrichtung bereits in unmittelbarer Zukunft hin. Die steigende Tendenz des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart bestätigt diese Neigung. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte heute die richtige Entscheidung sein.
USD/JPY
Der 4-Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Ihr RSI bewegt sich im neutralen Bereich. Mittlerweile hat sich der RSI der Wochen-Chart jedoch im „überkauftem“ Bereich eingefunden, was bedeuten könnte, dass in nächster Zukunft eine zinsbullische Kurskorrektur zu beobachten sein wird. Hier empfehlen wir, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.
USD/CHF
Dieses Paar unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt aktuell unterschiedliche Signale aus. Auch die Oszillatoren der 4-Stunden-Chart lassen eine eindeutige Tendenz nicht erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie heute auf deutlichere Signale auf den Stunden-Charts.


