2009-11-30

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar-Kurs weiterhin am Sinken
Abgesehen von kurzfristigen Erholungsanzeichen, setzte der US-Dollar seinen Abwärtstrend in der letzten Woche fort. Deutlichste Kursverluste erlitt die US-Währung gegenüber dem Yen und EUR. Das Währungspaar EUR/USD befindet sich einmal wieder über der Marke von 1,50.
Trotz insgesamt positiver US-Konjunkturdaten gab der Dollar nach. Der Indikator Verkäufe bestehende Häuser stieg im Monat Oktober um 10,1% auf 6,1 Mio. verkaufte bestehende Immobilien. Darüber hinaus kletterte der Index des Verbrauchervertrauens von 47,7 Punkten im Oktober auf 49,5 im Monat November. Allem Anschein nach fühlen sich die US-Bürger finanziell sicherer und konsumieren mehr als in den vergangenen Monaten. Die viel versprechenden US-Indizes veranlassten Händler wiederum dazu, in gewinnträchtige Anlagen wie EUR und Yen zu investieren. Da die Wirtschaft der Eurozone sowie Japans stark exportlastig ist, insbesondere in die USA, nimmt eine verbesserte finanzielle Lage in den Vereinigten Staaten letztendlich positiven Einfluss auf diese Wirtschaftsnationen. Dennoch sind Analysten davon überzeugt, dass optimistische US-Konjunkturdaten auf Lange Sicht den US-Dollar stützen werden.
Für die kommende Wirtschaftswoche stehen viele einflussreiche Indizes auf der Agenda. Wichtigster untern ihnen ist der ADP-Arbeitmarktbericht (exklusive Landwirtschaft), der am Freitag veröffentlicht wird. Dieser gilt als der Konjunkturindikator, der die größte Aufmerksamkeit erfährt. Forex-Händler sollten die für Mittwoch erwartete Prognose gut im Auge behalten, die bereits in der Vergangenheit die Märkte bestimmt hat.

EUR – Leitzinsentscheid in dieser Woche
In der letzten Woche ergaben sich für den EUR überwiegend Aufwärtstendenzen gegenüber den Gegenwährungen. Ungeachtet eines leichten Kursabfalls gegen Japans Yen, verzeichnete der EUR Kursgewinne gegenüber USD und Pfund Sterling.
Diese zinsbullischen Tendenzen ergaben sich aufgrund positiver Konjunkturdaten aus der Eurozone. Insbesondere überzeugende Konjunkturdaten aus Deutschland und Frankreich brachten der Gemeinschaftswährung Auftrieb. Deutschlands Geschäftsklimaindex stieg von 91,9 Punkten im Oktober auf 93,9 Punkte im November und markierte somit einen neuen 15-monatigen Rekord. Dieser Frühindikator gilt als äußerst zuverlässiges Maß für die Konjunkturaussichten der nächsten 6 Monate in Deutschland. Das neue Rekordhoch ist ein Anzeichen für den Erholungskurs, auf dem sich die deutsche Wirtschaft befindet. Positive Signale gab es ebenfalls aus Frankreich. Die erste Veröffentlichung des Einkaufsmanagerindexes wurde mit 60,4 Punkten im November ermittelt. Im Oktober belief sich der Index auf 57,7 Punkte. Zum vierten Monat in Folge ergaben sich steigende Zahlen. Auch Frankreichs Wirtschaft scheint sich langsam aber sicher zu erholen. Solange die Konjunkturdaten aus Deutschland und Frankreich positiv bleiben, wird der EUR seinen Aufwärtstrend voraussichtlich fortsetzen.
Bedeutendster Indikator aus der Eurozone in dieser Woche: EZB-Mindestbietungssatz für Dezember, Veröffentlichung am Donnerstag. Der Mindestbietungssatz hat bei der EZB die Leitzinsfunktion übernommen. Analysten zufolge wird die Notenbank ihren Zinssatz unverändert bei 1,00% belassen. Sollte die EZB jedoch mit einer Zinsanhebung überraschen, könnten sich heftige Kursschwankungen am Markt ergeben. Forex-Händler sollten hier besonders aufmerksam sein.

JPY – Yen-Aufwärtstrend setzt sich fort
Trotz leichter Kurskorrekturen, stellte auch die letzte Handelswoche keine Ausnahme zum zinsbullischen Trend des Yen dar. Auf breiter Front stieg Japans Währung in der vergangenen Handelswoche gegen US-Dollar, EUR und Pfund Sterling in die Höhe.
Hauptursache hierfür waren positive Konjunkturdaten aus der japanischen Wirtschaft. Wichtigste Veröffentlichung stellte dabei Japans Handelsbilanz dar. Diese gab die Differenz zwischen Export und Import von Waren und Dienstleistungen im Monat Oktober aus. Das Ergebnis lag für Oktober bei überraschenden +807,1 Mrd. JPY, dem besten Ergebnis in vier Monaten. Der japanische Export hat sich über den Erwartungen gesteigert. Angesichts der Tatsache, dass Japans Wirtschaft stark exportabhängig ist, verliehen die Zahlen dem Yen Aufschwung.
In dieser Woche werden gleich einige wichtige Wirtschaftsdaten des Inselstaats erwartet. Wichtigster Indikator dabei sind Japans für Mittwoch erwarteten Investitionsdaten „Capital Spending“. Dieser Indikator misst die Veränderung des Gesamtwertes neuer Investitionsaufwendungen von japanischen Unternehmen. Ein positives Ergebnis wird den Yen voraussichtlich stützen und den zinsbullischen Trend anhalten lassen.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Das Währungspaar EUR/USD könnte nach der deutlichen Aufwertung der letzten Woche zukünftig einen bärischen Trend einschlagen. Der RSI der Stunden-Chart bestätigt diese Tendenz, obwohl der RSI der 4-Stunden-Chart das Paar im neutralen Bereich zeigt. Hier einzusteigen, sobald die Zeichen deutlicher werden, könnte heute eine gute Entscheidung sein.

GBP/USD
Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart signalisiert einen bevorstehenden rückläufigen Trend für GBP/USD. Der Slow Stochastic der Stunden-Chart bestätigt dies. Verkaufen könnte heute die richtige Strategie für Forex-Händler sein.

USD/JPY
Die technischen Indikatoren, inklusive des RSI und Slow Stochastic auf den Stunden- und 4-Stunden-Charts zeigen USD/JPY im neutralen Bereich an. Anleger sollten weitere Entwicklungen vorerst beobachten, bevor sie ihre Positionen für dieses Währungspaar eröffnen.

USD/CHF
Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart verdeutlicht, dass sich für USD/CHF eine zinsbullische Tendenz ankündigt. Auch der RSI der Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Händler könnten hier bei engen Stopps auf steigende Kurse setzten. Dieses Währungspaar schlägt eventuell schon bad einen Aufwärtstrend ein.

 

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