Fitch nahm den Misserfolg des Super Committees des US Kongress, sich des US Defizits anzunehmen, zum Anlass die Aussichten für die US Staatsschulden von stabil auf negativ herabzusetzen.
Nach seinem gestrigen Hoch verzeichnete der USD einen Rückgang zu den anderen Haupt-Währungen, nachdem in der italienischen Presse Berichte erschienen, wonach der Internationale Währungsfond (IWF) bereit sei Italien finanziell zu unterstützen. Diese Berichte erwiesen sich später als eine Zeitungsente. Kursbewegungen an den Devisenmärkten wurden in letzter Zeit mehr und mehr von Schlagzeilen bestimmt, und das dürfte sich auch so fortsetzen, wenn der Bericht über das 2-tägige Treffen der Eurogruppe vorliegt.
Die überhaupt nicht den Erwartungen entsprochene deutsche Anleihen-Auktion zeigt deutlich, dass die europäische Schuldenkrise auch im Herzen Europas Einzug gehalten hat.
Trotz starker deutscher Daten deuten die Einkaufsmanagerindexe auf geringeres EU Wirtschaftswachstum hin. Die gestrigen Wirtschaftsdaten aus Deutschland zeigten sich von ihrer positiven Seite, wohingegen die europäischen Einkaufsmanagerindexe enttäuschten und auf eine Rezession in der Eurozone hindeuteten.
Es finden sich immer mehr gute Gründe für die US Notenbank (Fed) mit einem quantitativen Lockerungsprogramm (QE3) zu beginnen.
Da Investoren ihre Käufe von höhere Erträge erzielenden Währungen reduzierten wurde der USD zum überwältigenden Favoriten.
Die dem so genannten Super Committee des US Kongress übertragene Aufgabe, die Probleme zu lösen mit denen sich die US Regierung den ganzen Sommer über abplagen musste, hat nicht zur Belebung der Stimmung an den Märkten beigetragen. Allerdings haben die jüngsten Verkäufe von US Anleihen und das Abschneiden des USD den Druck von den USA genommen, da sich Investoren derzeit auch hauptsächlich auf die Ereignisse in Europa konzentrieren.
Bemerkungen seitens des EZB Präsidenten Mario Draghi bekräftigen die Position der EZB hinsichtlich der europäischen Schuldenkrise. Seine Äußerungen können dahingehend gedeutet werden, dass die Europäische Zentralbank nicht bereit ist finanziell unter Druck geratenen Nationen unter die Arme zu greifen. Allerdings könnte eine kreative Lösungsfindung zwischen der EZB und dem IWF es der EZB ermöglichen die ihr durch die EU Verträge auferlegten Restriktionen zu umgehen.
Laut einem Bericht des World Gold Council haben Zentralbanken im 3. Quartal ihre Goldkäufe mehr als verdoppelt. Bei steigenden Erwartungen für ein quantitatives Lockerungsprogramm (QE3) durch die US Notenbank dürften solch große Goldkäufe weiterhin den langfristigen Aufwärtstrend beim Goldpreis unterstützen.
Nach der Veröffentlichung des Inflationsberichts der Bank of England ist die BoE einen Schritt näher an der Umsetzung eines neuerlichen quantitativen Lockerungsprogramm (QE). Es wird kaum mit Wirtschaftswachstum gerechnet, da die Sparmaßnahmen sich negativ auf die Wirtschaft Großbritanniens auswirken. Auch die Verschlechterung der weltweiten Konjunkturaussicht dämpft das Wirtschaftswachstum Großbritanniens. Aufgrund solcher Berichte wird an den Märkten mit neuerlichen von Staatsanleihen durch die BoE gerechnet, was zu Kursrückgängen beim Pfund Sterling führen könnte.
Die Stimmungslage in Europa verschlechtert sich während spanische und italienische Staatsanleihen weiterhin unter Druck sind. Sowohl der USD als auch deutsche Anleihen zeigen sich in diesem Handelsumfeld von ihrer besten Seite während Rohstoffe generell abwärts tendieren. Eine Ausnahme bildet hier das Rohöl, dessen Preis sich an dem psychologisch wichtigen Wert von $ 100 pro Barrel versucht.
Die Erholung die der EUR Ende vergangener Woche erfuhr war nur von kurzer Dauer, nachdem italienische und spanische Staatsanleihen einen Aufschwung verzeichneten. Der heutige Wirtschaftskalender weist eine ganze Reihe wichtiger Wirtschaftsdaten aus Europa, Großbritannien und den USA auf, wobei die wichtigsten das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone und die US Einzelhandelsumsätze sein dürften.
Das Gerede über einen Ausstieg Griechenlands aus der Europäischen Währungsunion (EWU) dürfte sich fürs Erste erübrigt haben. Der neue griechische Ministerpräsident Lucas Papademos versprach alle griechischen Verpflichtungen zu erfüllen um unter den europäischen Rettungsschirm schlüpfen zu können. Das dürfte auch dazu beitragen, das brüchige Vertrauen von Investoren in den EUR wieder herzustellen.
Die Oktober-Daten des schweizer Verbraucherpreisindex zeigten einen größer als erwarteten Rückgang bei den Preisen. Daher versuchten Händler sich weitestgehend vom CHF zu trennen, bevor die SNB den nächsten Schritt unternimmt des CHF zu schwächen.
Während die Märkte nach neuen Ausrichtungen suchen handeln die Haupt-Währungen weiterhin innerhalb einer begrenzten Handelsspanne. Die wichtigsten Ereignisse der vergangenen Woche, wie der US Arbeitsmarktbericht und die Leitzinsentscheidungen der EZB und der US Notenbank, verursachten zwar zeitlich begrenzte heftige Kursbewegungen, doch wurden bestehenden Kurs-Level nicht durchbrochen, dieweil das Marktgeschehen von den Ereignissen in Europa bestimmt wurde. Diese Woche stehen zwar keine bedeutsamen Wirtschaftspublikationen auf dem Wirtschaftskalender, doch dürften Schlagzeilen aus Griechenland und Italien die Händler die ganze Woche über beschäftigen.
Zu Beginn eines jeden Monats steht für gewöhnlich der US Arbeitsmarktbericht (NFP) im Mittelpunkt des Interesses wenngleich Marktteilnehmer sich ebenfalls auf die Ereignisse in Europa fokussieren. Gestern sorgte EZB Präsident Mario Draghi für ein wenig Erleichterung, als er überraschenderweise eine Senkung des Leitzinssatzes um 25 Basispunkte bekannt gab.
Der heutige Tag markiert das Ende einer Ära, da die Pressekonferenz der EZB nicht von Mister Euro, Jean-Claude Trichet, geleitet wird. An seiner Stelle übernimmt nun der Italiener Mario Draghi den Vorsitz der EZB. Draghi wird sich mit einer ganzen Reihe von Themen auseinanderzusetzen haben. Während das vorrangigste Thema wohl die europäische Schuldenkrise sein dürfte, weisen neueste Wirtschaftsdaten auf sinkende Wachstumsaussichten der Eurozone und die Möglichkeit einer EU Rezession hin.
Dass das Hauptinteresse der Märkte auf den Ereignissen der Eurozone liegt ist nicht sehr überraschend, angesichts der Tatsache, dass die europäische Schuldenkrise sein zweijähriges Jubiläum begeht. Auch nach der Bekanntgabe des griechischen Ministerpräsidenten George Papandreou im griechischen Parlament ein Referendum über den EU Rettungsschirm durchzuführen, werden Anleger nicht weniger geneigt sein zu investieren. Allerdings dürfte die heutige Entscheidung des Offenmarktausschuss (FOMC) eines der wichtigsten Themen der letzten zwei Jahre an den Devisenmärkten ins Rampenlicht stellen: die Schwäche des US Dollar. Während das offizielle Statement des Offenmarktausschuss’ im Wesentlichen nicht Neues bringen dürfte, könnte die folgende Pressekonferenz mit Notenbankchef Ben Bernanke für ein wenig Aufregung sorgen.


