2008-10-20

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – US-Präsident Bush und Frankreichs Staatschef Sarkozy berufen Weltfinanzgipfel ein
Bei einem stabilen Preislevel von 1,3400 gegen den EUR startet der USD heute in die neue Handelswoche und behält seine Stärke bei. Dieser Wertzuwachs, der sich gerade in den letzten Wochen ergeben hat, überrascht die Anleger. Experten hatten im Zuge der Wirtschaftskrise einen starken Wertverlust vorausgesagt. Diesem entgegengesetzt, hat der USD seinen derzeitigen Aufwärtstrend bislang fortsetzen und, den JPY ausgenommen, Boden gegenüber den Hauptwährungen gutmachen können.
Auf die Frage, ob der USD in dieser Woche einen Umschwung erleiden würde, antworteten Experten nur zögerlich. Bei den momentan vorherrschenden Unsicherheiten, wird es immer schwieriger, eine präzise Prognose vorzunehmen. Aktuell gelten als wichtigste Marktdaten, Nachrichten, die sich auf die verschiedenen Rettungspakete beziehen, die derzeit von der US-Regierung und Europa diskutiert und in die Tat umgesetzt werden. US-Präsident Bush, Frankreichs Staatschef Sarkozy und die EU-Kommission kündigten nach diesem Wochenende an, dass sie anderen Staats- und Regierungschefs unterbreiten wollten, sich zu einer Reihe von Gipfeln zur Finanzkrise zu treffen. Diese Treffen sollen kurz nach der US-Präsidentschaftswahl am 4. November beginnen.
Heute werden erneut Details zur Umsetzung des US-Rettungsplans bekannt gegeben. Je genauer die Tendenzen des USD eingeschätzt werden können, desto höhere Gewinne sind derzeit möglich. Anleger sollten ihr Augenmerk auf Hinweise durch die anstehenden Veröffentlichungen richten. Auslöser für eine bedeutungsvolle Preisbewegung wird jedoch voraussichtlich ein gesteigertes Anlegervertrauen sein und weniger die zahlreichen Wirtschaftsindikatoren auf der Agenda. Anleger erwartet heute im weiteren Tagesverlauf die Anhörung von US-Notenbankchef Ben Bernanke vor dem Haushaltsausschuss des Repräsentantenhauses zu den Wirtschaftsaussichten und Finanzmärkten. Anleger aufgepasst, zweifelsohne wird Bernanke sich zu Entscheidungen bezüglich zukünftiger US-Währungspolitik seitens der US-Notenbank äußern.

EUR – Eurzone erwartet eine ruhige Wirtschaftswoche
Die anhaltenden Marktunsicherheiten haben die Devisenmärkte fest im Griff. Die Hauptwährungen der Welt, stehen kurz davor, große Preisbewegungen zu erfahren. Ungewiss bleibt jedoch, in welche Richtung diese Tendenzen ausgerichtet sein werden. Auch der EUR bildet dabei keine Ausnahme. Trotz Schwankungen gegenüber den Währungsgegnern innerhalb des oberen und unteren Preisniveaus einer eher engen Handelsspanne, konnte die europäische Währung bislang keinen bedeutenden Durchbruch erzielen. Der EUR eröffnete den heutigen Handel bei 1,3400 gegen den USD und 0,7765 gegen den GBP. Welchen Trend wir die Eurozonen-Währung in den sorgenschweren Märkten einschlagen wird, bleibt ungewiss.
In einem Interview am Sonntag forderte EZB-Chef Jean-Claude Trichet die Banken auf, in naher Zukunft wieder Kredite an andere Banken und an Kunden zu vergeben. Die Regierungen und Zentralbanken Europas hätten die Banken durch ihre Rettungspakete mit ausreichender Liquidität versorgt. Die Erklärung, dass den Banken eine unbegrenzte Summe an EUR und USD zur Verfügung gestellt werden würde, minderte die Sorge um ausreichende Liquidität. Ob dies tatsächlich Erfolg haben wird, bleibt nach wie vor unklar. Momentan kämpfen die einzelnen Regierungen und Zentralbanken gegen den Verlust des Anlegervertrauens in die Märkte, da dieser größeren Schaden als jeder Indikator, der derzeit veröffentlicht wird, anrichtet. Aktuell spielen Zahlen eine Nebenrolle, während die Anlegerstimmung die Markttendenzen bestimmt.
In dieser Woche werden nur wenige Wirtschaftsindikatoren den EUR betreffend veröffentlicht. Nachdem die beiden letzten Wochen überwiegend den verschiedenen Rettungsplänen gewidmet waren, wird es in der anstehenden Woche für Anleger etwas ruhiger bleiben. Jedoch kann der Schein zuweilen trügen. Nachdem US-Präsident Bush und Frankreichs Staatschef Sarkozy nun zu einem Weltfinanzgipfel aufgerufen haben, besteht die Möglichkeit, dass unerwartete Informationen veröffentlicht werden, bis die anberaumten Treffen in die Wege geleitet werden. Solche Ereignisse beeinflussen die Märkte tendenziell stärker. Anleger sollten mit zukünftigen Kursschwankungen rechnen und die Nachrichten dieser Woche aufmerksam verfolgen.

JPY – Ist der JPY-Aufwärtstrend beendet?
Nach einer langen Woche stabiler Kursgewinne, hat der JPY mittlerweile einen leichten Abwärtstrend eingeschlagen. Noch heute Morgen eröffnete Japans Währung den Handel bei 102,00 gegen den USD. Seither verlor der JPY konsequent an Boden und wird derzeit bei 101,41 gehandelt. Einigen Experten zufolge, hat sich diese Entwicklung aufgrund der anhaltenden Marktunsicherheiten ergeben, die nicht nur Japans Märkte betreffen. Anleger warten auf das sprichwörtliche “Zeichen von oben”. Sie wollen die Märkte vorerst beobachten, bevor sie eine Entscheidung treffen. Heute werden Forex-Anleger diese unbestimmten Kursschwankungen voraussichtlich bis Handelsschluss verfolgen können.
Japans Notenbank-Gouverneur Masaaki Shirakawa erklärte in einer frühen Rede, dass die BoJ die aktuellen Entwicklungen der Weltwirtschaft im Auge behalten sollte und sich vor potentiellen Konsequenzen der globalen Finanzkrise auf Japans Wirtschaft in Acht nehmen sollte. In der Vergangenheit profitierte die japanische Währung in Zeiten eines konjunkturellen Rückgangs. Sobald jedoch das Anlegervertrauen aufgebaut ist, verkaufen Anleger ihre Carry Trades im Austausch mit Gewinn bringenden Währungen.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Paar schwankt nach wie vor innerhalb eines begrenzten Preisniveaus und wird nun um die 1,3500-Marke gehandelt. Ein rückläufiges Kreuz des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart verdeutlicht, dass ein Abwärtstrend stattfinden könnte. Für ist es eventuell richtig, zu verkaufen.

GBP/USD
Seitdem dieses Paar um über 100 Punkte dazu gewonnen hat, scheint das zinsbullische Momentum abzuebben. Inzwischen sind alle Oszillatoren der Stunden-Chart abwärts gerichtet, was ein Zeichen dafür sein kann, dass eine Abwärtsbewegung unmittelbar bevorsteht. Die richtige Strategie für heute könnte lauten: bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

USD/JPY
Auf der 4-Stunden-Chart bildet sich eine sehr deutliche zinsbullische Handelsspanne heraus, in deren oberen Bereich das Paar mittlerweile schwankt. Der RSI der Tages-Chart nähert sich mittlerweile der 40-Marke, was wiederum darauf hindeutet, dass das zinsbullische Momentum weiteres Potential in sich trägt. Kaufen könnte hierbei eine gute Entscheidung sein.

USD/CHF
Trotz der heftigen Kursschwankungen dieses Paares, bewegt es sich auf der Tages-Chart im neutralen Bereich, ohne erkennbare Ausrichtung. Allerdings verengen sich die Bollinger Bands auf der 4-Stunden-Chart, was darauf hindeutet, dass eine starke Preisbewegung bevorsteht. Anleger sollten zunächst auf einen Durchbruch warten, bevor sie sich diesem Trend anschließen.

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

 

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