2008-10-24
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Wilde Preisschwankungen für den USD
Die momentan äußerst starken Kursschwankungen des USD waren in der Vergangenheit bislang nicht zu beobachten. Innerhalb einer Stunde kann die amerikanische Währung derzeit um über 100 Punkte steigen! Anleger haben sich den Aufwärtstrend des USD zu Nutze gemacht und verbuchen stündlich Gewinne. Diese Art von Währungsschwankungen ergibt sich nur selten. Diese Gelegenheit sollten Anleger unbedingt ausnutzen.
Die Bewegungen des heutigen Morgenhandels müssten die “Hackordnung” unter den Währungen neu bestimmen, während sich EUR und GBP gegenüber dem USD geschlagen geben müssen. Die so genannte Ruhe vor dem Sturm ergab sich gestern Abend zu Handelsschluss, bevor der USD anschließend heute früh neue Höhen erreichte.
Noch zu später Stunde gestern Abend, fing sich der Dollar und blieb gewissermaßen unverändert gegen den EUR. Diese Entwicklung ist eventuell auf Spekulationen zurückzuführen, dass die US-Regierung durch die zusätzliche Aufwendung von $40 Mrd. eine weitere Initiative zeigen wird, um Zwangsvollstreckungen entgegenzuwirken. Diese Mutmaßungen kamen dem Dollar zugute, der lediglich 13 Punkte verlor und bei $1,2767/EUR schloss. Hier wird erneut deutlich, dass die USA Einheitlichkeit und Zusammenhalt zeigen und die wirtschaftliche Größe besitzen, auf angemessene Weise der aktuelle Finanzkrise entgegen zu treten. Darüber hinaus sagen einige Experten voraus, dass der Dollar zum Jahresende sogar bis auf $1,2190/EUR klettern wird, da sich die Sorge um eine sich verschlechternde Wirtschaftslage in Europa verschärft. Die europäische Währung stürzte in dieser Woche ein, nachdem einige Anleger der Annahme waren, dass die EZB ihren Leitzins senken würde, um die Wirtschaft der 15 Nationen anzutreiben.
EUR – EUR erleidet Niederlage gegen USD
Die sich verschlechternde finanzielle Lage der Schwellenmärkte, die einige europäische Regierungen dazu veranlasst haben, Maßnahmen vorzunehmen, um ihre Wirtschaft zu schützen, löste bei den Anlegern eine erhöhte Dollar-Nachfrage aus und brachte den EUR auf ein neues 2-Jahres-Rekordtief gegen den Dollar. Anleger und Experten waren überrascht vom heftigen Sturz der europäischen Währung. Langsam breitet sich die Befürchtung aus, dass die europäische Wirtschaft stärker von der Finanzkrise betroffen sei, als die US-Wirtschaft. Aktuell lassen EUR-Verkäufe nicht nach, während die Auswirkungen der globalen Kreditkrise sich über die gesamte Euroregion ausweiten. Derzeit verschärft sich die Sorge um das Länderrisiko in Europa. Nach Weißrussland, der Ukraine und Island hat nun auch Pakistan eine Summe in Höhe von $20 Mrd. in Form eines Notkredits beim IWF angefordert. Anscheinend befinden sich diese Währungen unter spekulativen Attacken, da ihr Kreditgewerbe nicht ausreichend von ihren Regierungen unterstützt wird. Eine der Ursachen des sich fortsetzenden EUR/USD-Falls ist das steigende Risiko, dass insbesondere der Inflationsdruck in Osteuropa einen negativen Effekt auf die Wirtschaft der Eurozone haben wird.
Auch der GBP hat sich in seinem Wert dem Dollar gegenüber verschlechtert. Dieser liegt derzeit bei $1,6150, was einen Rückgang von 6,5% innerhalb einer Woche darstellt. Auch hier haben sich diese Kursentwicklungen vor dem Hintergrund einer möglichen Leitzinssenkung durch die Bank of England ergeben. Da die Darlehen europäischer und britischer Banken an die Schwellenmärkte ca. ein Fünffaches entsprechender Kredite der USA betragen, könnten EUR und GBP ihren drastischen Abwärtstrend sogar fortsetzen. Während die Spannungen, der sich aus diesen Schwellenmärkten ergeben, steigen und die Wirtschaftslage der Eurozone sich weiterhin verschlechtert, bleibt der Druck auf Europas Währung bestehen, während der Dollar sich mehr und mehr erholt. Die gravierenden wirtschaftlichen Probleme Osteuropas werden in diesen schwierigen Zeiten besonders deutlich und treten infolge des Integrationshandels zu Tage. Daher könnte sich für die Eurozone ein schärferer Konjunkturabschwung ergeben als für die USA. Des Weiteren könnten die einbrechenden europäischen Aktienmärkte den ohnehin angeschlagenen EUR zusätzlich unter Druck setzen.
JPY – Yen weiterhin auf dem Aufwärtstrend
Der immense Wertzuwachs des Yen, der derzeit zu beobachten ist, bringt die Vermutung auf, dass die Bank of Japan ihren Leitzins senken könnte. Die Spekulation ergibt sich aus der Besorgnis, dass die weltweit zweitgrößte Wirtschaft von einer anhaltenden Rezession heimgesucht werden könnte. Die Bank of Japan hatte sich zu Beginn des Monats nicht an der gemeinschaftlichen Leitzinssenkung der Zentralbanken Nordamerikas und Europas beteiligt. Die BoJ hat Japans Leitzins derzeit bei 0,50% festgelegt. Dabei zählen Japans Kreditkosten zu einer der niedrigsten weltweit. Angesichts der aktuellen Entwicklungen stürzender Aktienmärkte und eines sich kontinuierlich steigernden Yen-Wertes, die der bereits angeschlagenen Wirtschaft zusätzlich schaden, könnte Japans Regierung keine Wahl bleiben. Experten zufolge ist die Wahrscheinlichkeit mittlerweile sehr hoch, dass Japans Zentralbank, ihre Zinsrate senken wird.
Diese Leitzinsssenkung scheint unabdingbar, da die Sorge um Japans Finanzsystem unentwegt steigt. Der Nikkei 225 Stock Average fiel in diesem Monat um 25%, der JPY kletterte um 8,7% gegenüber dem Dollar und steigerte sich um 19% gegen den EUR. Nachdem Japans Regierung in dieser Handelswoche bereits zugestanden hat, dass auch Japan nun zum ersten Mal in den vergangenen sechs Jahren eine Rezession erwarte und das Wirtschaftsvolumen bereits seit dem zweiten Quartal schrumpfe, stehen die Chancen auf eine Veränderung der Leitzinsrate gut. Auch wenn die japanische Regierung bislang von jeglichen Maßnahmen dieser Form abgesehen hat, werden ihr jedoch voraussichtlich kaum andere Möglichkeiten bleiben, den globalen Wirtschaftsturbulenzen auf andere Weise entgegen zu treten.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Die Stunden-Chart gibt neueste Signale einer zinsbullischen Bewegung aus. Anzeichen eines Abwärtstrends haben sich mittlerweile aufgelöst. Der RSI der 4-Stunden-Chart bestätige diese Tendenz und lässt erkennen, dass der Aufwärtstrend Potential in sich trägt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte sich heute als richtig erweisen.
GBP/USD
Die rückläufige Anordnung auf der Tages-Chart bleibt momentan unverändert, jedoch scheint das Momentum nachzulassen. Auf der 4-Stunden-Chart kann eine leicht rückläufige Anordnung beobachtet werden, jedoch noch ohne genaue Ausrichtung. Anleger sollten auf einen Durchbruch warten und erst anschließend einsteigen.
USD/JPY
Dieses Paar weist seit geraumer Zeit ein beständiges Abwärtsmomentum des RSI auf der Tages-Chart aus. Auch heute ergibt sich keine Veränderung. Obwohl die Anzeichen nicht allzu deutlich sind, könnte der nächste Richtpreis dieses Paares bei 94,00 liegen. Hier bietet sich Forex-Anlegern eventuell die Gelegenheit, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
USD/CHF
Dieses Paar unterliegt bereits seit einer Weile hohen Kursschwankungen, ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Oszillatoren der 4-Stunden-Chart lassen keine eindeutige Tendenz erkennen. Eine gute Strategie für heute könnte lauten: Warten Sie auf deutlichere Signale auf der Stunden-Chart.
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard


