2008-10-28

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Weiterhin auf Rekordkurs gegenüber EUR
Während der USD seinen Wertzuwachs an allen Fronten fortsetzt, sind sich Anleger einig, dass die US-Wirtschaft ein sehr viel stärkeres Fundament besitzt und deutlich besser in der Lage ist, der drohenden globalen Rezession entgegen zu wirken, als andere Wirtschaftssysteme der Industrienationen.
Der Dollar bricht täglich neue Rekorde gegenüber dem EUR: EUR/USD erreichte gestern die 1,2330-Marke. Ähnliche Entwicklungen konnten gegenüber dem GBP beobachtet werden. Am stärksten scheinen derzeit die europäischen Nationen von einer bevorstehenden Rezession betroffen zu sein. Weltweit haben Anleger ihr Vertrauen in die Fähigkeit der Eurozone verloren, ihren Ausweg aus der misslichen Lage zu finden.
Weiteren Aufschwung für den USD gaben die gestern veröffentlichten Zahlen zu den Verkäufen von US-Hausneubauten, die besser als erwartet ausfielen. Der Indikator wies aus, dass 464.000 neue Einzelfamilienhäuser im Monat September verkauft wurden. Wichtig hierbei sei zu beachten, dass sich dieser Index zum ersten Mal in vier Monaten im Vergleich zum Vormonat verbessern konnte. Bislang gilt die sich verschlechternde Lage des US-Immobiliensektors als Auslöser für die globale Finanzkrise. Somit überraschten die gestrigen Daten die Experten, die nun der Annahme sind, dass sich die US-Wirtschaft bereits stabilisiert haben könnte und den Dollar weitere Kurssteigerungen erwarten.
Für heute steht um 14:00 GMT der Bericht zum US-Verbrauchervertrauen auf der Agenda, der mittelmäßige Ergebnisse bringen soll. Am morgigen Handelstag wird die US-Notenbank voraussichtlich eine Leitzinssenkung von 0,5% beschließen. Dies könnte folgende Auswirkungen mit sich bringen: Langfristig mag der USD von der Zinssenkung profitieren, jedoch könnte sich in den kommenden Tagen zunächst eine gemäßigte Abwärtskorrigierung gegenüber den Hauptwährungen einstellen. Hier sollten Anleger ihre Gelegenheit unter keinen Umständen verpassen, kurzfristige Gewinne zu erzielen. Behalten Sie die Markttendenzen gut im Auge.

EUR – Weitere Zinssenkung für den EUR?
Derzeit scheint sich der EUR gegenüber allen Hauptwährung, ausgenommen dem USD, zu stabilisieren. Seit Beginn der aktuellen Handelswoche konnte der EUR seinen extremen Abwärtstrend gegen JPY und CHF beenden. Lediglich gegenüber dem USD fällt der EUR weiterhin.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Kampf gegen einen drohenden Wirtschaftsabschwung eine weitere Senkung der Leitzinsen signalisiert. Man könnte auf der nächsten Sitzung am 6. November erneut den Leitzins senken, erklärte EZB-Präsident Jean Claude Trichet gestern in seiner Rede in Madrid. Zum genauen Umfang dieser Zinssenkung äußerte sich Trichet jedoch noch nicht.
Viele Anleger gehen davon aus, dass dies einen Wendepunkt für den Abwärtstrend des EUR bedeuten könnte. Insgesamt war man sich bislang einig, dass eine erneute Leitzinssenkung für die Eurozone nur eine Frage der Zeit sei. Daher mieden Anleger Investitionen in dieser Region, was unter anderem zu den jüngsten Abwärtstendenzen des EUR führte. Nun stellt sich die Frage, wie sich das Investorenverhalten verändern wird, nachdem eine solche Zinssenkung mittlerweile in Teilen bestätigt wurde. Einige Anleger sehen hier eine großartige Handelsgelegenheit, den großen Reibach zu machen und von der geschwächten Währung zu profitieren. Seien Sie also nicht überrascht, sollte sich in den kommenden Wochen eine zinsbullische Korrigierung für den EUR einstellen.
In der Zwischenzeit erwarten Experten den anstehenden Bericht zum Deutschen Verbrauchervertrauen, der eher düster ausfallen könnte. EUR-Anleger sollten damit rechnen, dass der heutige Handelstag von hoher Volatilität geprägt sein wird, begleitet von leichten Abwärtstendenzen.

JPY – Extreme Volatilität für den JPY
Nach einer Woche extremer Aufwärtsbewegungen, äußert sich Japans Regierung nun besorgt über Anzeichen einer JPY-Überbewertung. In einem Interview erklärte Frankreichs Wirtschaftsministerin Christine Lagarde am Montag wiederum, dass die führenden Industriestaaten keine gemeinsamen Interventionen am Devisenmarkt planten, um den rasanten Aufstieg des Yen zu stoppen. Dennoch warnte sie, dass die extremen Kursbewegungen die Stabilität von Konjunktur und Finanzmärkten gefährden könnten.
Die verstärkte Auflösung von Carry-Trades und die massiven Verluste an den Börsen sorgten in den vergangenen Wochen für einen extremen JPY-Wertzuwachs. Nach wie vor bestimmt die Furcht vor einer tiefen und langen weltweiten Rezession das Anlegervertrauen, was massive Umschichtungen aus risikobehafteten Positionen zur Folge hat. Mittlerweile hat die japanische Regierung Banken und Finanzmärkten ein Maßnahmenpaket zur Stabilisierung ihrer Wirtschaft in Aussicht gestellt.
In Japan verbreitet sich dazu die Sorge, dass der japanische Außenhandel durch den starken Wertzuwachs des JPY zu Schaden kommen könnte. Da Japans Konjunkturaussichten ohnehin nicht rosig sind, könnte eine solche Entwicklung die asiatische Nation empfindlich treffen. Allem Anschein nach versucht Japan den JPY mit allen Mitteln auf ein geregeltes Level zurück zu führen. Anleger sollten jegliche Stellungnahmen diesbezüglich ernst nehmen und die Marktentwicklungen aufmerksam verfolgen, da sich bereits in naher Zukunft neue Trends einstellen könnten.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Paar befindet sich nach wie vor inmitten eines konsequenten Abwärtstrends. Dennoch hat der RSI der 4-Stunden- sowie der Tages-Chart seinen Höhepunkt im “überkauften” Bereich erreicht, was bedeutet, dass eine zinsbullische Korrigierung unmittelbar bevorstehen könnte. Innerhalb eines kürzeren Zeitrahmens der Stunden-Chart hat eine deutliche zinsbullische Bewegung bereits stattgefunden, die noch weiteres Potential in sich zu tragen scheint. Die richtige Strategie für heute könnte lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

GBP/USD
Nach dem jüngsten, äußerst ausgeprägten Abwärtstrend, scheint sich dieses Paar um die 1,5650-Marke zu konsolidieren. Innerhalb des kurzen Zeitrahmens der 4-Stunden-Chart deutet ein zinsbullisches Kreuz darauf hin, dass sich eine leichte Korrigierung einstellen könnte, bevor ein verstärkter Abwärtstrend anknüpft. Bei Höchstständen zu verkaufen, könnte heute eine gute Entscheidung sein.

USD/JPY
Auf der Stunden-Chart wird deutlich, dass das Paar sich am Anfang einer zinsbullischen Korrigierung befindet, die bei 92,70 initialisiert wurde. RSI und Momentum der Tages-Chart sind noch positiv geneigt, was darauf hinweist, dass einiges Potential für diesen Aufwärtstrend besteht. Die Oszillatoren der Tages-Chart deuten darauf hin, dass eine rückläufige Tendenz eher unwahrscheinlich ist. Auch die 4-Stunden-Chart lässt den Beginn eines zinsbullischen Momentums erkennen. Kaufen könnte heute die beste Entscheidung für USD/JPY lauten.

USD/CHF
Die Kursschwankungen dieses Paares setzen sich fort – ohne merkliche Ausrichtung. Die Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus und schwankt größtenteils im neutralen Bereich. Die Tages-Chart wiederum, deutet auf ein leicht zinsbullisches Momentum hin. Der Slow Stochastic der Tages-Chart ist positiv geneigt, während der RSI bestätigt, dass es tatsächlich aufwärts geht.

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

 

eToro OpenBook – ein einzigartiges Sozialhandelsnetzwerk

Beobachten Sie wie Millionen Mitglieder der eToro-Gemeinschaft in diesem Moment handeln.
Folgen Sie den Strategien der Top-Händler und entdecken Sie für sich selbst neue Handelsmöglichkeiten.
Kopieren Sie jeden beliebigen Handel mit einem Tastenklick.

Chance für jeden Händler

Wenn Sie ein erfahrener Händler sind, können Sie sich mit anderen Profis zur gegenseitigen Bereicherung austauschen.
Wenn Sie Anfänger sind, folgen Sie der Strategie von Top-Tradern und profieren Sie durch Kopieren deren Handelsentscheidungen.

Jetzt mehr erfahren

You must be logged in to post a comment.