2009-10-01
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Gemischte Konjunkturdaten lasten auf US-Dollar
Am Mittwoch verzeichnete der US-Dollar Kursverluste gegenüber einem Großteil seiner Gegenwährungen, nachdem verschiedene Konjunkturdaten aus den USA verdeutlichten, dass die US-Wirtschaft trotz Erholungskurs nach wie vor instabil ist. Der Dollar-Index fiel im Nordamerikanischen Handel bis auf 76,744, von zuvor 77,085 zu Handelsschluss am Dienstag.
Einige USD-Kursverluste wurden im Laufe des Tages wieder ausgeglichen, nachdem der Chicago Einkaufsmanagerindex die Erwartungen enttäuschte. Daten aus Übersee verstärkten einen zunehmenden Optimismus in Bezug auf die globalen Wirtschaftsaussichten, was wiederum die Nachfrage der Investoren nach der verhältnismäßig sicheren US-Währung minderte. Als anschließend über die zum vierten Monat in Folge steigende Produktion in China Bericht erstattet wurde, erweiterte sich der halbjährige Abwärtstrend des US-Dollar zum EUR.
Heute werden äußerst wichtige Daten aus der US-Wirtschaft erwartet. Darunter: um 14:30 Uhr US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe der Woche, um 16:00 Uhr US-ISM-Index verarbeitendes Gewerbe für September sowie um 16:00 Uhr Ausstehende US-Hausverkäufe (August). Darüber hinaus ist eine Anhörung von US-Notenbankpräsident Bernanke um 15:00 Uhr vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen des US-Repräsentantenhauses in Washington geplant. Diese Indikatoren werden voraussichtlich einen höchst volatilen USD-Handel auslösen, insbesondere angesichts des für morgen mit Spannung erwarteten NFP-Berichts.
EUR – EZB-Stellungnahme stärkt EUR
Am Mittwoch verbuchte der EUR zum US-Dollar im Anschluss an die Veröffentlichung enttäuschender US-Wirtschaftsdaten und in Anbetracht nachgebender Aktienkursen, Gewinne. Darüber hinaus stützte das Ergebnis beim Jahrestender der Europäischen Zentralbank (EZB) am Mittwoch die Gemeinschaftswährung, da sich die Nachfrage der europäischen Banken diesmal nur auf 75,2 Mrd. Euro belief. Die EZB teilt den Jahrestender zum aktuellen Leitzins von 1,0% zu. Experten hatten im Durchschnitt mit einem höheren Volumen gerechnet und deuten das Resultat als gutes Zeichen für die Eurozone und Anzeichen für eine Entspannung der Situation auf dem Geldmarkt.
Der EUR notierte gestern bei $1,4634 von zuvor $1,4581 am Dienstag sowie bei 131,44 Yen (zuvor 131,33 Yen). Die Zentralbank der Vereinigten Staaten weist weiterhin auf eine Fortsetzung ihrer lockeren Währungspolitik hin, was wiederum die Risikobereitschaft unter den Investoren erhöht, trotz Sorge um die Nachhaltigkeit der konjunkturellen Erholung der US-Wirtschaft. Die währungspolitischen Maßnahmen sorgen derzeit für eine hohe Liquidität im Finanzsystem, die sich positiv auf risikoreiche Anlagen auswirkt.
Das Britische Pfund bleibt weiterhin unter dem erwarteten Leistungsniveau gegenüber den Gegenwährungen. Immer noch lastet die Bemerkung des britischen Notenbankchefs Mervyn King in einem Zeitungsinterview in der vergangenen Woche auf dem Pfund Sterling, nach der King erklärte, dass ein schwaches Pfund für das Land „hilfreich“ wäre. Kurz nach heutiger Markteröffnung wurde Englands Währung bei $1,5942 gehandelt.
Ein Großteil der heutigen Konjunkturdaten wird zwar aus den USA veröffentlicht, dennoch sollten Händler das Ergebnis des GB-Einkaufsmanagerindex, verarbeitendes Gewerbe, für September um 10:30 Uhr nicht außer Acht lassen. Ein Ergebnis über den Erwartungen, könnte vorangegangene Kursverluste möglicherweise ausgleichen.
JPY – JPY aufgrund wiederkehrender Risikobereitschaft rückläufig
Im gestrigen Handel verbuchte der Yen Kursverluste gegenüber 14 der 16 meist gehandelten Hauptwährungen, nachdem Äußerungen von Japans Finanzminister Hirohisa Fuji für Aufmerksamkeit sorgten. Demnach soll es einige Gründe für einen weiteren JPY-Kursanstieg geben. Weiterer Abwärtsdruck für den Yen gegenüber dem EUR ergab sich, nachdem der Internationale Währungsfonds (IWF) laut seines heute morgen veröffentlichten Weltwirtschaftsausblicks mittelfristig einen deutlich stärkeren Aufschwung sowie eine gedrosselte Kreditinanspruchnahme erwarte.
Aus dem heute vorgelegten Tankan-Bericht geht wiederum hervor, dass sich das Vertrauen japanischer Unternehmen in die wirtschaftliche Entwicklung von -48 Punkten im Juni auf -33 Punkte verbessert hat. Nur schwerfällig legt sich jedoch der Pessimismus angesichts vermehrter Anzeichen für eine Wiederbelebung des Exports. Da heute keine bedeutenden Indizes aus Japan veröffentlicht werden, ist es wahrscheinlich dass die Tagestendenzen des Yen von den Konjunkturdaten aus den USA und Europa beeinflusst werden.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Nach dem plötzlichen Kursabfall heute morgen, bewegt sich dieses Paar aktuell auf der Stunden-Chart im „überkauften“ Bereich des RSI. Der Slow Stochastic der Stunden-Chart bildet währenddessen ein zinsbullisches Cross. Unmittelbare kurzfristige Bewegungen scheinen auf eine aufwärts gerichtete Preiskorrektur hinzudeuten. Für heute könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
GBP/USD
Bei einem Kurs, der gerade den „überkauften“ Bereich des RSI auf der Tages-Chart überwunden hat, könnten sich bald zinsbullische Tendenzen ergeben. Auch das jüngste zinsbullische Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart unterstützt diese Neigung. Kaufen könnte die richtige Taktik für heute sein.
USD/JPY
Aktuell verdeutlicht ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic sowohl auf der Stunden-Chart als auch auf der 4-Stunden-Chart, dass ein Abwärtstrend unmittelbar bevorsteht. Verkaufen könnte bei USD/JPY heute von Vorteil sein.
USD/CHF
Die zinsbullische Handelsspanne dieses Paares setzt sich unvermindert fort. Im Anschluss an die jüngsten Aufwärtsbewegungen heute morgen, scheint dieses Paar nun bereit für eine Abwärtskorrektur, um weiterhin in der Handelsspanne Bestand zu haben. Das neue rückläufige Cross auf der Stunden-Chart und die Preisschwankungen im „überkauften“ Bereich des RSI bestätigen diese Tendenz. Kurzfristig zu verkaufen könnte sich auszahlen, jedoch scheint dieses Paar zinsbullisch zu bleiben. Langfristig gesehen könnten Long-Positionen eine gute Wahl sein, bis der aktuelle Impuls vorübergeht.


