2009-10-02
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – US-Dollar steigt vor NFP-Arbeitsmarktdaten an
Gestern ergaben sich für den US-Dollar zinsbullische Tendenzen gegenüber einem Großteil der Gegenwährungen. Mit einem Anstieg von über 100 Punkten zum EUR, rutschte das Währungspaar EUR/USD bis auf die Marke von 1,4501 ab. Japans Yen gegenüber verzeichnete der Dollar wiederum Kursverluste.
Der insgesamt zinsbullische USD-Trend wurde gestern auf die enttäuschenden US-Arbeitsmarkt- und Produktionsdaten zurückgeführt, die die Sorge um eine stockende Wirtschaftserholung weltweit verstärkten, was dem US-amerikanischen Dollar als Safe-Haven-Währung neuen Aufschwung verlieh. Der wöchentliche Arbeitsmarktbericht, der die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in einer Woche ausgibt, kletterte in der letzten Woche auf 551.000 Anträge. In der vorangegangenen Woche lag die Zahl bei revidierten 534.000 Antragstellern.
Darüber hinaus enttäuschte der Einkaufsmanagerindex gestern die Erwartungen. Das Ergebnis lag bei 52,6 Punkten. Experten hatten ein Resultat von 53,9 Punkten vorausgesagt. Diese unzufriedenstellenden US-Daten schienen grundlegend zur Befürchtung der Investoren beizutragen, nach der die zum Stillstand gekommene Wirtschaftserholung den US-Dollar bis in die kommende Handelswoche hinein stärken würde.
Für heute steht die wichtigste Datenveröffentlichung des Monats auf der Agenda – um 14:30 Uhr werden die US-Arbeitsmarktdaten der Beschäftigung ausschließlich des Agrarbereichs für September ausgegeben. Dabei misst der Indikator den Wechsel der Anzahl neuer Arbeitsplätze während des Monats September. Aufgrund seiner frühzeitigen Veröffentlichung tendiert der Bericht starken Einfluss auf die Märkte zu nehmen. Sollte das Ergebnis eine Erholung des US-amerikanischen Arbeitsmarktes verdeutlichen, könnte sich der zinsbullische USD-Trend möglicherweise kurzfristig fortsetzen.
EUR – EUR stürzt aufgrund 10-Jahreshoch der Arbeitslosenquote
Am Donnerstag rutschte der EUR in seinem Kurs gegenüber sämtlichen Hauptwährungen ab. Dabei fiel die Gemeinschaftswährung um nahezu 150 Punkte zum USD. Das Währungspaar EUR/USD stürzte bis auf die Marke von 1,4501. Auch dem JPY und GBP gegenüber ergaben sich für den EUR deutliche Abwärtstendenzen.
Äußerst enttäuschende Konjunkturdaten aus der Eurozone nahmen gestern ihren Einfluss auf den EUR. Die Einnahmen der Einzelhändler in Deutschland gingen im Vergleich zum Vormonat im August um 1,5% zurück. Nach wie vor scheint die Sorge um die steigende Arbeitslosigkeit in Deutschland die Verbraucherausgaben in Zaum zu halten, trotz vermehrter Anzeichen einer Konjunkturerholung. Zusätzlich zu den düsteren Daten, erreichte die Arbeitslosenquote in der Eurozone im Monat August mit 9,6% ein Rekordhoch der letzten zehn Jahre. Angesichts der schwachen Ergebnisse entsteht für Investoren der Eindruck, dass die Eurozone nach wie vor weit entfernt von einer Wiederbelebung ihrer Wirtschaft sei. Der USD verzeichnete infolgedessen Kursgewinne, während der EUR abschwächte.
Wichtigster Indikator aus der Eurozone heute ist der europäische Erzeugerpreisindex. Hier wird der Wert sowie Wechsel aller Güter und Dienstleistungen, die von Personen innerhalb der Eurozone erbracht worden sind, gemessen. Das Ergebnis hat in der Regel eine große Wirkung auf die Märkte. Anleger sollten heute jedoch gleichzeitig die US-Arbeitsmarktdaten im Auge behalten, die ebenfalls den Ton im heutigen Freitagshandel angeben werden.
JPY – Yen zieht gegen Hauptwährungen an
Gestern ergab sich für den JPY ein zinsbullischer Trend gegenüber einem Großteil der Gegenwährungen. Der Yen kletterte gegenüber dem EUR um über 150 Punkte in die Höhe. Das Währungspaar rutschte dementsprechend bis auf 130,00 ab. Auch zum USD und GBP verbuchte der Yen Kursgewinne. Der starke Aufwärtstrend des Yen ergab sich überwiegend aus einer Reihe positiver Konjunkturdaten der japanischen Wirtschaft. Japans Einzelhandelsumsätze im Monat August verschlechterten sich zwar um 1,8%. Experten hatten jedoch einen Rückgang um 2,4% erwartet. Der „Non-Manufacturing Index“, der die allgemeinen Geschäftsbedingungen im Land misst, lieferte ebenfalls ein Ergebnis, das über den Erwartungen lag.
Unmissverständlich stützt die fortdauernde Veröffentlichung positiver Konjunkturdaten das Vertrauen der Marktteilnehmer in die wirtschaftliche Erholung des Inselstaates, was somit den Yen wieder in die Höhe treibt. Heute bleibt Japan dem Wirtschaftskalender fern. Händler sollten die Fundamentaldaten aus den USA und der Eurozone aufmerksam verfolgen, da diese die heutigen Markttrends angeben werden. Besondere Aufmerksamkeit sollte dabei den US-Arbeitsmarktdaten geschenkt werden.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Für dieses Währungspaar ergaben sich gestern insgesamt zinsbullische Tendenzen. EUR/USD wird momentan um die Marke von 1,4545 gehandelt. Die Oszillatoren der Charts geben überwiegend gemischte Signale aus. Dabei zeichnet die Wochen-Chart ein präziseres Bild. MACD und RSI der Wochen-Chart zeigen das Paar im „überkauften“ Bereich. Die nächste Bewegung könnte daher abwärts gerichtet sein. Sich den bevorstehenden Trend jetzt zu Nutze zu machen, scheint die beste Wahl für den heutigen Freitagshandel zu sein.
GBP/USD
GBP/USD verzeichnete in dieser Woche einen äußerst volatilen Handel. Der MACD der Stunden-Chart, der RSI der Tages-Chart und der Stochastic Slow der 4-Stunden-Chart verdeutlichen jeweils, dass sich das Währungspaar im „überkauften“ Bereich bewegt. Ferner zeigt auch der MACD der Wochen-Chart den Kurs des Paares im „überkauften“ Raum. Klare Signale abzuwarten, könnte heute hier die richtige Wahl sein.
USD/JPY
USD/JPY verzeichnete gestern deutliche Aufwärtstendenzen. Die Oszillatoren der Charts deuten jedoch auf eine Trendwende für heute hin. Der Slow Stochastic der Wochen-Chart lässt erkennen, dass sich jüngst ein zinsbullisches Cross gebildet hat, was auf eine bevorstehende Aufwärtskorrektur hindeutet. Bei diesem Trend frühzeitig Positionen zu eröffnen, könnte sich heute auszahlen.
USD/CHF
Dieses Paar markiert zum dritten Tag in Folge Aufwärtstendenzen und wird momentan um die Marke von 1,0400 gehandelt. Der Slow Stochastic der Wochen-Chart verdeutlicht ein neues zinsbullisches Cross. Demnach könnte auch der heutige Trend ein zinsbullischer werden. Der MACD der Tages-Chart bestätigt diese Neigung. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte Ihnen bei diesem Paar heute große Profite einbringen.


