2009-10-07
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar-Kurs fällt aufgrund erhöhter Risikobereitschaft
Der US-Dollar verbuchte gestern gegenüber einem Großteil seiner Gegenwährungen Verluste, nachdem die Golfstaaten, einem später zurückgewiesenen Bericht zufolge, die Abnablung vom US- Dollar als Zahlungsmittel im Rohölhandel diskutierten. Bis Handelsschluss fiel der USD um 0,5% gegenüber dem JPY auf 88,70 und markierte damit ein neues Rekordtief der letzten 8 Monate. Auch zum EUR ergaben sich ähnliche Entwicklungen. Hier notierte der USD bei 1,4723.
Ein Anstieg der Aktien- und Rohstoffpreise vor dem Hintergrund positiver US-Daten veranlasste Händlern dazu, dem USD den Rücken zu kehren und in vermeintlich risikoreichere Anlagen zu investieren.
Die US-amerikanische Währung geriet bereits zuvor unter Druck, angesichts der Aussicht, dass die US-Notenbank eine Anhebung ihres Leitzinssatzes nicht übereilen werde. Darüber hinaus entsteht am Markt der Eindruck, dass sich der US-Dollar mehr und mehr als Carry Trade-Währung eigne. Analysten ordnen die deutlichen Kursverluste des Dollar einer gesteigerten Risikobereitschaft und wachsendem Konjunkturoptimismus zu. Dies veranlasste die Anleger wiederum, in Währungen und Rohstoffe anzulegen, die höhere Erträge abwerfen und in dieser Woche einen Kursanstieg verzeichneten.
Bedeutendster Indikator heute wird aus der US-Wirtschaft veröffentlicht: die US-Rohöllagerbestände der Woche um 16:30 Uhr. Anleger sollten ihr Augenmerk insbesondere auf diesen Bericht richten. Das Ergebnis nimmt in der Regel Einfluss auf die Ölpreise und kann somit auch den Kurs des USD im heutigen Handel bestimmen.
EUR – EUR profitiert von schwachem US-Dollar
Der EUR beendete den gestrigen Handel bei gemischten Ergebnissen gegenüber seinen Hauptgegenwährungen. Die Währung der 16 Nationen erweiterte am Dienstag ihre Gewinne gegenüber dem USD und wurde bei $1,4720 angesichts eines umfassenden Dollar-Verkaufs gehandelt. Gegenüber dem GPB wiederum verlor der EUR an Boden. Zum JPY rutschte die Gemeinschaftswährung um 50 Punkte ab, um bei 130,54 zu notieren.
Der EUR stand am gestrigen Handelstag wiederholt unter dem Einfluss steigender globaler Aktienmärkte sowie eines bärischen US-Dollar. Der deutliche Anstieg der US-Aktienmärkte veranlasste USD-Anleger, wieder vermehrt in EUR zu investieren. Am Dienstag orientierten sich die Marktteilnehmer verstärkt an risikoreichen und gewinnträchtigen Positionen.
Das Pfund Sterling erreichte gestern ein Wochentief zum EUR, nachdem ein unerwarteter Rückgang im Sektor des Verarbeitenden Gewerbes in Großbritannien bekannt gegeben wurde, der die Aussichten einer Erholung der britischen Wirtschaft in Frage stellte. Auf Monatssicht fiel der entsprechende Index um 1,9% im Monat August. Dies war der deutlichste Abfall seit Januar. Im Juli lag das nach unten revidierte Ergebnis noch bei einem Anstieg von 0,7%.
Wichtigster Indikator der Eurozone heute ist das für 12:00 Uhr erwartete saisonbereinigte Ergebnis des Auftragseingangs in Deutschland im Monat August, ausgegeben vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi). Experten erwarten rückläufige Zahlen im Vergleich zu ihrer Vormessung. Anleger sollten hier aufmerksam bleiben. Sollten die Ergebnisse die Erwartungen übertreffen, könnte dies dem EUR im heutigen Handel Aufschwung verleihen.
JPY – JPY setzt zinsbullischen Trend gegenüber Hauptwährungen fort
Der japanische Yen verzeichnete gestern einen Kursanstieg gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen und bewies damit, dass Japans Währung für den Augenblick stabil ist und Anleger sich hier auf konstante Gewinne verlassen können. Dabei weitete der Yen seine Kursgewinne zum US-Dollar auf 91,40 am Dienstag aus, nachdem viele Investoren ihre USD-Anlagen verkauften. Der JPY legte ebenfalls zinsbullische Tendenzen gegenüber dem EUR an den Tag und schloss hier bei 133,60.
Die Kursgewinne zum USD ergaben sich, nachdem Japans Finanzminister Hirohisa Fujii beim Treffen der G7 in Istanbul erklärte, Japan werde eventuelle Schritte gegen zu einseitige Wechselkursentwicklungen des JPY einlenken.
Ein erneuter Kursanstieg könnte sich bereits ergeben, sobald die übrigen Industrienationen beginnen, ihren Leitzins zur Abwendung von Inflation anzuheben. Dies könnte sich verheerend auf Japans Wirtschaft auswirken, indem sich der japanische Export im Vergleich zu ausländischen Ausfuhren verteuert. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Yen einen Kursanstieg von 14% zum US-Dollar und minderte damit die exportabhängigen japanischen Unternehmensgewinne im Ausland deutlich.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Aktuell bewegt sich dieses Paar seit geraumer Zeit im „überkauften“ Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart. Dieser scheint sich mittlerweile jedoch sukzessive in Richtung neutraler Bereich zu bewegen. Demnach hat sich das Momentum für den Augenblick gedreht. Möglicherweise könnten Händler noch im Laufe des Tages bärische Tendenzen beobachten. Auch das sich ankündigende zinsbullische Cross des Slow Stochastic auf der Tages-Chart unterstützt diesen Trend. Verkaufen könnte für heute die zu bevorzugende Strategie sein.
GBP/USD
Ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart scheint sich aktuell zu bilden, was eine bevorstehende Preiskorrektur nach oben signalisiert. Bei einem Kurs leicht über den „überkauften“ Bereich des RSI auf der Tages-Chart hinaus, könnte tatsächlich leichter Aufwärtsdruck entstehen. Kaufen könnte eine gute Wahl für GBP/USD heute sein.
USD/JPY
Der Preis dieses Paares hat aktuell den „überkauften“ Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart erreicht. Dies kann als Zeichen für Aufwärtsdruck gedeutet werden. Die Folge zinsbullischer Crosse des MACD auf der Tages-Chart bestätigen einen solchen bevorstehenden Aufwärtstrend. Auf steigende Kurse zu setzen, könnte heute eine gute Entscheidung sein.
USD/CHF
Dieses Paar gibt heute gemischte Signale aus. Der Preis bewegt sich im „überkauften“ Bereich des RSI auf der Stunden-Chart. Dennoch deuten zinsbullische Crosse des Slow Stochastic der Tages-Chart sowie des MACD der 4-Stunden-Chart auf ein aufwärts gerichtetes Momentum hin. Hier könnten sich Kursschwankungen einstellen. Innerhalb des nächsten Zeitfensters ergeben sich eventuell zunächst Abwärtstendenzen. Der Gesamttrend bleibt jedoch zinsbullisch. Bei weiten Stopps unter Berücksichtigung der Kursschwankungen zu kaufen, könnte sich heute als vorteilhaft herausstellen.


