2009-10-09

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – US-Dollar erholt sich von Verlusten nach Trichet-Bernanke-Anmerkungen
Nach anfänglichen bärischen Tendenzen erholte sich der US-Dollar offensichtlich im weiteren Handelsverlauf. Nach einem gestrigen Tagestief bei 1,4820 zum EUR kletterte der USD bis auf die aktuelle Marke von 1,4700. Ähnliche Preisschwankungen konnten gegenüber JPY, CHF und GBP beobachtet werden.
Im frühen Morgenhandel belasteten positive Konjunkturdaten, der zunehmende Marktoptimismus und ein konstanter Anstieg der Aktienkurse die US-amerikanische Währung heute. Dazu kommt, dass der starke Euro den Export in andere Währungsräume verteuert und den dortigen Exporteuren einen Wettbewerbsvorteil in den 16 Euro-Ländern verschafft, was weiteren Abwärtsdruck auf den US-Dollar ausübt. Dennoch erhöhten die gestern veröffentlichten US-Arbeitslosenerstanträge, die die Erwartungen übertrafen, das Interesse für USD-Anlagen.
US-Notenbankchef Ben Bernanke erklärte gestern Abend, dass die US-Notenbank über angemessene Instrumente verfüge, um eine Straffung der expansiven Geldpolitik durchzuführen und beispielsweise Liquidität zu entziehen und die Zinsen zur richtigen Zeit zu erhöhen. Der USD reagierte mit leichten Aufwärtstendenzen zu später Handelsstunde, und glich einige zuvor verbuchte Kursverluste gegenüber dem EUR wieder aus.
Vor dem Start ins Wochenende stehen heute drei weitere wichtige Indikatoren auf der Agenda. Um 11:30 Uhr hält EZB-Präsident Trichet einen Vortrag an der Universität von Venedig. Noch gestern erklärte der EZB-Chef, dass er einen starken US-Dollar sehr begrüße. Dabei äußerte er sich nicht zur momentanen EUR-Stärke. Im weiteren Handelsverlauf wird die US-Handelsbilanz für August ausgegeben. Von großer Bedeutung sind ebenfalls die Arbeitslosenquote Kanadas sowie wichtige Daten aus dem kanadischen Wohnungswesen. Der CAD könnte daher heute zur treibenden Kraft am Markt werden. Anleger sollten Kanadas Währung nicht aus den Augen verlieren. Hier könnten gute Gewinne erzielt werden.

EUR – EUR/CHF nach Spitzenwerten fällig für Kurskorrektur nach unten
Bereits heute früh verzeichnete der EUR gemischte Ergebnisse gegenüber seinen Hauptwährungskontrahenten. Nach den Aussagen der Europäischen Zentralbank (EZB) gestern, ergab sich für den EUR eine Trendwende zum vorausgegangenen Aufwärtstrend. Äußerungen von US-Notenbankchef Bernanke am Donnerstagabend stützten die Aufwärtstendenzen des USD zur Gemeinschaftswährung zusätzlich. Der EUR beendete den gestrigen Handelstag gegenüber dem USD bei 1,4723 und gab auch leicht zum Pfund Sterling nach, um hier bei 0,9190 zu schließen.
Da beide Zentralbanken, sowohl die Bank of England (BoE) als auch die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Zinsrate jeweils unverändert beließen, erwarteten die Marktteilnehmer im Anschluss gemäßigte Kursgewinne. Weniger überzeugend fiel jedoch die gestrige Stellungnahme von EZB-Präsident Trichet aus, so dass sich vielmehr eine korrigierende Preisbewegung für den EUR gegenüber der Primärgegenwährung, dem US-Dollar einstellte.
Der EUR erreichte im heutigen Handel ein neues Rekordhoch zum Schweizer Franken (CHF), so dass viele Investoren auch hier von einer Umkehrung des jüngsten Aufwärtstrends ausgehen. Diese Entwicklung zieht eindeutig eine auf längere Dauer angelegte bärische Handelsspanne für EUR/CHF nach sich.
Heute werden aus der Eurozone nur einige wenige Konjunkturdaten veröffentlicht. Darunter Berichte zu Frankreichs und Italiens Industrieproduktion. Von großer Bedeutung ist der für 11:30 Uhr angesetzte Vortrag von EZB-Präsident Trichet an der Universität von Venedig. Anleger sollten dieser Ansprache ihre Aufmerksamkeit schenken, da sie zum führenden Bestimmungsfaktor für den heutigen EUR-Kurs werden kann.

JPY – JPY verliert vor Feiertagswochenende
Der japanische Yen scheint aktuell auf ganzer Linie einzubrechen. Bereits gestern schloss der JPY mit Verlusten gegenüber jeder Hauptwährung. GBP/JPY beendete den Donnerstagshandel bei 142,89, USD/JPY bei 89,15. Noch hat es nicht den Anschein, als wäre der JPY aus seiner derzeit zinsbullisch dominierenden Handelsspanne ausgebrochen. Doch die gestrigen Kursbewegungen veranlassten einige Investoren dazu, ihre Short-Positionen noch vor dem Wochenende zu decken.
Darüber hinaus steht ein langes Wochenende in Japan bevor, da der Inselstaat am kommenden Montag den Tag der Gesundheit/Sport feiert. Händler schichten ihre JPY-Positionen derzeit in andere Anlagen um, für die sich zum kommenden Wochenbeginn ein reguläres Handelsvolumen ergeben wird. Bisherige Kursverluste könnte der JPY also erst ab Dienstag oder Mittwoch ausgleichen. Japan bleibt dem Wirtschaftskalender bereits heute fern, was bedeutet, dass sich Händler auf die westlichen Wirtschaftsnationen konzentrieren sollten.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Die inzwischen typischen Kursschwankungen auf der 4-Stunden-Chart setzen sich fort. Der RSI der Tages-Chart schwankt im neutralen Bereich. Dennoch hat sich ein zinsbullisches Cross für den Slow Stochastic der Stunden-Chart neu gebildet, das eine zinsbullische Korrektur bereits in unmittelbarer Zukunft vermuten lässt. Kaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.

GBP/USD
Ein neues Cross des MACD, Tendenz steigend, hat sich auf der Tages-Chart gebildet und weist auf eine zinsbullische Ausrichtung bereits in unmittelbarer Zukunft hin. Die steigende Tendenz der Oszillatoren auf der Stunden-Chart bestätigt diese Neigung. Eine gute Strategie könnte lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.

USD/JPY
Die Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Dennoch befindet sich der RSI auf der Stunden-Chart bereits im „überkauftem“ Bereich, was bedeuten könnte, dass auch hier eine Abwärtskorrektur unmittelbar bevorsteht. Verkaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.

USD/CHF
Dieses Paar unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die 4-Stunden-Chart lässt keine eindeutige Tendenz erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie auf deutlichere Signale auf den Stunden-Charts.

 

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