2009-10-14

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – US-Dollar nahe 14-Monatstief – Investoren bevorzugen Gold-Anlagen
Der US-Dollar wurde nahe eines 14-Monatstiefs zum EUR gehandelt, nachdem sich gestern die Nachfrage nach gewinnträchtigen Anlagen -angesichts wiederholter Anzeichen einer globalen Konjunkturerholung- verstärkt hatte. Der US-Dollar rutschte zunächst bis auf ein Tagestief um die Marke von $1,4786 und schloss letztendlich bei einem neuen Rekordtief seit August 2008 von $1,4828.
Der USD verlor am Dienstag gegenüber einer Reihe von Hauptwährungen. Händler bevorzugen unterdessen Gold-Anlagen, ein Rohstoff, der zu den beständigsten Investitionen zählt. Analysten werteten den verstärkten Gold-Handel als Versuch der Investoren, einen Schutz gegen die inflationären Tendenzen zu schaffen. Insgesamt wurde der starke Kursabfall des USD im Laufe des Tages durch wiederum fallende Kurse an den US-Aktienmärkten ausgeglichen. Summiert man die staatlichen Hilfspakete von 2008/2009, so könnte Inflation, laut Marktteilnehmer, zu einem besorgniserregendem Problem werden. Ökonomen wiederum warnen vielmehr vor der Deflation. Darüber hinaus berichte Analysten von der Umschichtung der Devisenreserven in US-Dollar durch wichtige Zentralbanken, was die bereits seit einigen Jahren befürchtete Entwicklung bestätigt.
Der US-Dollar wird seinen Abwärtstrend heute möglicherweise fortsetzen. Der für erwartete Bericht zum Einzelhandelsumsatz in den USA wird zeigen, wie groß die Nachfrage nach der Safe-Haven-Währung momentan ist.

EUR – EUR erreicht Rekordhoch
Der EUR kletterte bis nahe der Marke von $1,49 zum USD und markierte somit das höchste Level seit August 2008, das kurz vor der Pleite von Lehman Brothers erreicht wurde, noch bevor die Welt, ausgelöst von den Folgen der Hochzinspolitik der Notenbanken, in eine Rezession taumelte.
Die europäische Gemeinschaftswährung verbuchte weitere Kursgewinne aufgrund von Anlegersorgen, nach denen ein schwacher US-Arbeitsmarkt sowie eine schleppende Wirtschaftserholung die Leitzinssätze noch weit bis ins Jahr 2010 hinein nahe der 0%-Rate halten werden.
Das Britische Pfund rutschte gestern zum EUR fast bis auf ein neues Rekordtief der letzten 6 Monate ab. Gleichzeitig markierte die Inflationsrate in Großbritannien im September den niedrigsten Stand seit fünf Jahren. Zum EUR fiel das Pfund Sterling heute zum ersten Mal seit dem 27. März wieder auf 94 Pence pro EUR. Leichte Aufwärtstendenzen zeichnen sich jedoch bereits wieder ab.
Zum USD erholte sich der GBP von seinem niedrigsten Stand seit Mai und kletterte hier um 0,6% auf $1,59. Die GBP-Verluste könnten jedoch in naher Zukunft ein Ende finden. Einige Indikatoren geben bereits jetzt Anzeichen einer Konjunkturerholung aus, seitdem die Leitzinsrate bei 0,5% liegt und die Bank of England (BoE) ihre Staatsanleihenkäufe ausgeweitet hat, um das Zinsniveau zu stabilisieren.

JPY – Yen steigt während Aktienkurse fallen
Der JPY verzeichnete gestern Kursgewinne gegenüber dem EUR und US-Dollar, als rückläufige Erzeugerpreise sowie Verluste an den asiatischen Aktienmärkten, Händler dazu veranlassten auf Japans „Zufluchtswährung“ zurück zu greifen. Zum EUR notierte der Yen von zuvor 133,26 EUR bei 132,85 EUR. Die japanische Währung wurde des Weiteren bei 89,36 Dollar von zuvor 89,71 Dollar gehandelt.
Darüber hinaus fielen die Erzeugerpreise in Japan im September zum 9. Monat in Folge, da die Ölpreise gegenüber dem Vorjahr zurückgehen und die Nachfrage nach Rohstoffen im Verhältnis stark abnimmt. Die Preisveränderung gewerblicher Produkte sowie der Energie- und Wasserversorgung, die im Inland abgesetzt werden, belief sich laut Bank of Japan (BoJ) im vergangenen Monat auf 7,9%. Der kontinuierliche 11%-ige Kursanstieg des Yen gegenüber dem US-Dollar auf die letzten 6 Monate bezogen, trug ebenfalls, angesichts dahinschwindender Importpreise, zur Abnahme der Preise bei. Die neue Regierung in Japan hat Landwirten bereits Entschädigungszahlungen angeboten, sollten die Preise niedriger als die Produktionskosten ausfallen.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Aktuell scheint sich der Preis dieses Paares im „überkauften“ Bereich des RSI auf der 4-Stunden- und Tages-Chart eingefunden zu haben. Dies kann als Zeichen für Abwärtsdruck gedeutet werden. Auch das neue rückläufige Cross auf der Stunden-Chart bestätigt, dass sich ein entsprechender Trend schneller als erwartet einstellen könnte. Sollte die abwärts gerichtete Preiskorrektur über die gegenwärtige zinsbullische Handelsspanne hinausgehen, könnte verkaufen eine gute Entscheidung für heute sein.

GBP/USD
Für den Slow Stochastic der Stunden- und 4-Stunden-Chart scheinen sich aktuell neue bärische Crosse zu bilden, was bedeuten könnte, dass ein Abwärtstrend unmittelbar bevorsteht. Da sich der Preis gegenwärtig sukzessive abwärts und damit aus dem „überkauften“ Bereich des RSI auf der Stunden-Chart bewegt, könnte ein bärischer Trend tatsächlich einsetzen. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, ist bei diesem Paar möglicherweise eine gute Strategie.

USD/JPY
Für dieses Paar scheint sich eine Trendwende eingestellt zu haben, in deren Zuge sich USD/JPY vom „überkauften“ Bereich des RSI auf der Stunden- sowie 4-Stunden-Chart entfernt. Eine Preiskorrektur nach oben kündigt sich nun an. Auch das jüngste zinsbullische Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart unterstützt diese Neigung. Kaufen könnte für heute die zu bevorzugende Strategie sein.

USD/CHF
Die neu gebildeten zinsbullischen Crosse des Slow Stochastic und MACD auf der Stunden-Chart verdeutlichen, dass eine zinsbullische Preiskorrektur längst überfällig ist. Da sich der Preis gerade dem „überkauften“ Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart nähert, beginnt sich der Aufwärtsdruck zu konsolidieren. Kaufen könnte heute eine gute Wahl sein.

 

eToro OpenBook – ein einzigartiges Sozialhandelsnetzwerk

Beobachten Sie wie Millionen Mitglieder der eToro-Gemeinschaft in diesem Moment handeln.
Folgen Sie den Strategien der Top-Händler und entdecken Sie für sich selbst neue Handelsmöglichkeiten.
Kopieren Sie jeden beliebigen Handel mit einem Tastenklick.

Chance für jeden Händler

Wenn Sie ein erfahrener Händler sind, können Sie sich mit anderen Profis zur gegenseitigen Bereicherung austauschen.
Wenn Sie Anfänger sind, folgen Sie der Strategie von Top-Tradern und profieren Sie durch Kopieren deren Handelsentscheidungen.

Jetzt mehr erfahren

You must be logged in to post a comment.