2009-10-16

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – US-Dollar fällt auf 4-Wochen-Tief gegenüber Pfund Sterling
Am Donnerstag rutschte der US-Dollar bis auf ein neues 4-Wochen-Tief gegenüber dem Britischen Pfund ab, konnte jedoch nach einem eher volatilen Börsengang Kursgewinne gegenüber dem japanischen Yen erzielen. Auslöser hierfür waren gestern gemischte Ergebnisse der US-Konjunkturdaten. Der Dollar-Index notierte bei 75,470, von zuvor 75,513 am Mittwoch. Zwischenzeitlich erreichte dieser am Donnerstag ein Tageshoch von 75,765.
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist im Vergleich zur Vorwoche um 10.000 Anträge auf revidierte 514.000 Erstanträge gesunken und übertraf die Erwartungen der Experten, die sich auf 524.000 beliefen. Der Verbraucherpreisindex erhöhte sich gegenüber dem Vormonat um saisonbereinigte 0,2% im September, was ebenfalls ein überraschend positives Ergebnis für die Marktteilnehmer darstellte. Andererseits verdeutlichte der US-Frühindikator Philadelphia-Index der US-Notenbank von Philadelphia ein geringeres Expansionsmaß als für Oktober erwartet. Das Barometer gab einen Rückgang auf 11,5 von 14,1 im September aus. Insgesamt lasteten die Daten auf der US-amerikanischen Währung, so dass die trübe USD-Stimmung derzeit bestehen bleibt mit einem EUR/USD-Kurs von $1,4925.
Im Investorenfokus heute: 15:00 Uhr TIC-Langzeit-Anschaffungen, 15:15 Uhr US-Industrieproduktion für September und 15:55 Uhr US-Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan für Oktober (1. Umfrage). Anleger aufgepasst, hier könnten sich hohe USD-Kursschwankungen ergeben. Das Währungspaar EUR/USD könnte dabei bis über $1,5000 klettern.

EUR – Pfund Sterling steigt gegenüber USD und EUR
Das Britische Pfund kletterte am Donnerstag gegenüber dem US-Dollar schlagartig um 1,8% in die Höhe und erreichte die Marke von $1,6398, nachdem es am Mittwoch bei $1,5975 notierte. Darüber hinaus verzeichnete Großbritanniens Währung Kursgewinne gegenüber dem EUR. Das entsprechende Währungspaar rutschte im Kurs wiederum um 1,8% ab.
Somit ergab sich ein erster Kursanstieg zum USD in diesem Monat, der auf die Aussagen des geschäftsführenden Direktors für Finanzmärkte der Bank of England (BoE) Paul Fisher zurückzuführen ist, nach denen sich die Bank bei ihrem Programm für Anleihenkäufe alle Optionen offen lassen will. Die Maßnahmen zur Erhöhung der Marktliquidität und Geldmenge lasten bereits seit Monaten schwer auf dem GBP-Kurs. Sollte die Bank von England ihre Politik der quantitativen Lockerung nicht ausweiten, bzw. beenden, könnte dies eine Erholung für das Pfund Sterling bedeuten.
Der EUR verzeichnete am Donnerstag Kursverluste gegenüber dem US-Dollar, trotz der Mutmaßungen um die für heute erwartete Bekanntgabe der Europäischen Zentralbank (EZB), die Hinweise auf eine Beendigung der extrem lockeren EZB-Geldpolitik beinhalten könnte. Eine solche Entwicklung kann die Attraktivität gewinnträchtiger Anlagen erneut steigern. Da die für 11:00 Uhr erwartete Veröffentlichung der Eurozonen-Handelsbilanz (nicht-saisonbereinigt) für August heute den einzigen Indikator aus dem Euroraum darstellt, wird der EUR am anstehenden Handelstag voraussichtlich verstärkt von USA-Daten bestimmt werden.

JPY – Yen setzt Abwärtstrend gegenüber Hauptwährungen fort
Gestern setzte der Yen seinen Abwärtstrend gegenüber dem EUR und GBP fort, nachdem die Marktteilnehmer von einem ergänzenden Kursanstieg an den asiatischen Aktienmärkten ausgingen sowie im Vorfeld des heutigen Berichts der US-Industrieproduktion eine gesteigerte Nachfrage an gewinnträchtigen Anlagen erwarteten. Japans Währung wird aktuell bei 135,54 pro EUR gehandelt. Gestern notierte der Yen im New Yorker Handel bei 135,35, nachdem das Tageshoch zuvor sogar bei 136,03 pro EUR lag.
Auch zum US-Dollar gab der JPY nach. Hier rutsche die asiatische Währung bis auf 90,99 pro USD ab und markierte dabei den niedrigsten Stand seit dem 25. September. Aktuell wird der JPY bei 90,90 pro USD gehandelt, nachdem er gestern bei 89,46 notierte. Da Japan heute keine bedeutenden Indizes veröffentlicht, werden die kurzfristigen Tendenzen des Yen voraussichtlich unter dem Einfluss der globalen Aktienkurse stehen. Demnach könnte es von Vorteil sein, JPY-Positionen so früh wie möglich zu eröffnen.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Ein neues Cross des Slow Stochastic, Tendenz fallend, hat sich auf der Tages-Chart gebildet und deutet auf eine rückläufige Preisausrichtung bereits in unmittelbarer Zukunft hin. Die fallende Tendenz der Oszillatoren auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. In diesem Fall gilt: Sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden ist, könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

GBP/USD
GBP/USD verhielt sich in den vergangenen 3 Tagen äußerst zinsbullisch. Dieser Trend könnte jedoch noch heute ein Ende finden. Der RSI der 4-Stunden-Chart zeigt, dass sich GBP/USD inzwischen im „überkauften“ Bereich eingefunden hat. Demnach ist hier eine rückläufige Kurskorrektur jederzeit möglich. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, ist heute voraussichtlich eine gute Entscheidung.

USD/JPY
Laut 4-Stunden-Chart zeigt dieses Paar eine beträchtliche zinsbullische Intensität bei dem Versuch, die Widerstandsmarke von 91,00 zu überwinden. Der RSI der 4-Stunden-Chart lässt jedoch erkennen, dass sich das Paar ebenfalls im „überkauften“ Bereich bewegt und eine rückläufige Preisentwicklung wahrscheinlich ist. Händler sollten die Preiskorrektur bei USD/JPY abwarten und anschließend auf fallende Kurse setzen.

USD/CHF
Die Tages-Chart gibt starke zinsbullische Signale aus. Ihr Slow Stochastic-Oszillator verdeutlicht ein zinsbullisches Cross. Es besteht Potenzial für einen Aufwärtstrend. Diese Tendenz wird vom RSI bestätigt, der im „überkauften“ Bereich schwankt und auf eine mögliche Aufwärtsbewegung hinweist. Beide Indikatoren geben einigen Händlern den Anreiz, bei diesem Paar heute auf steigende Kurse zu setzen.

 

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