2009-10-21
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Schlechte Konjunkturdaten bringen USD Kursanstieg
Der USD erholte sich gestern von seinem letzten Abwärtstendenzen. Starker Abwärtsdruck hatte die US-amerikanische Währung jüngst bis auf ein neues Rekordtief innerhalb der vergangenen 14 Monate gebracht. Diese Kursentwicklung war zu beobachten, nachdem am Dienstag die US-Aktienkurse absackten und Konjunkturdaten verdeutlichten, dass das US-Wohnungswesen nach wie vor angeschlagen ist. Heute früh um 09:53:00 Uhr wurde der USD in Tokio bei $1,4921 zum EUR gehandelt, von zuvor $1,4945 gestern in New York.
Der Kursanstieg des US-Dollars zum EUR wurde von zwei wichtigen Konjunkturberichten ausgelöst, deren Ergebnisse einen drastischen Rückgang der Großhandelspreise in den USA sowie einen weiterhin stark angegriffenen Immobiliensektor widerspiegelten. Des Weiteren stützen Anmerkungen der EU-Finanzminister, nach denen die Eurozone einen starken Dollar begrüßten, den Aufwärtstrend der US-Währung. Darüber hinaus trieb ein Einbruch der Aktienkurse den USD weiter an. Damit bleiben die Aktienmärkte auch künftig eine treibende Kraft im Devisenhandel.
Heute bleibt es aus den USA überwiegend ruhig. Dennoch sind die US-Rohöllagerbestände um 16:00 Uhr sowie der Konjunkturbericht Beige Book um 20:00 Uhr nicht aus den Augen zu verlieren. Beide Indikatoren können dem USD eine neue Kursausrichtung verleihen.
EUR – EUR-Stärke belastet Wirtschaftserholung der Eurozone – EUR fällt
Nachdem sich die Finanzminister der Eurozone gestern besorgt über die aktuelle Situation an den Devisenmärkten zeigten, verzeichnete der EUR sogleich einige Kursverluste gegenüber dem USD. Laut EU belaste der starke EUR im Vergleich zum US-Dollar den wirtschaftlichen Aufschwung in der Eurozone. Der EUR hatte noch am Montag ein neues Rekordhoch zum USD der letzten 14 Monate erreicht. Bereits nahe der Marke von $1,50 notierend, wirkt sich die Gemeinschaftswährung negativ auf die wirtschaftliche und finanzielle Stabilität in Europa aus.
In den letzten 6 Monaten stieg der EUR-Kurs zum USD um 15% an, womit sich gleichzeitig die Exportpreise für Abnehmer in Übersee erhöhten. Zwar erreichte der EUR am Montag zwischenzeitlich ein Tageshoch bei $1,4994, konnte jedoch die wichtige Unterstützungsmarke von $1,50 nicht überwinden. Aktuell wird die europäische Währung bei $1,4931 von zuvor noch $1,4941 gehandelt. Zum Yen notierte der EUR gestern bei 135,68 von 135,66 am Montag.
Bedeutender Indikator der Eurozone in dieser Woche ist der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex, der am Freitag veröffentlicht wird. Experten erwarten ein verbessertes Vertrauen in die deutsche Wirtschaft, was den EUR wieder stützen sollte und als weiteres Anzeichen wirtschaftlicher Erholung angesehen werden kann. Händler sollten ihr Augenmerk heute zunächst auf das Protokoll der Sitzung (MPC Meeting Minutes) des geldpolitischen Rats der Bank of England richten, das mögliche neue Hinweise auf die nächsten Tendenzen des GBP geben könnte.
JPY – Yen bei gemischten Ergebnissen gegenüber den Hauptwährungen
Die Bank of Japan (BoJ) erklärte in ihrem letzten Protokoll der geldpolitischen Sitzung, dass sie die jüngsten Entwicklungen der japanischen Wirtschaft begrüße und eine Liquiditätssteuerung sowie die Ausweitung ihrer Geldpolitik der Quantitativen Lockerung für unwahrscheinlich halte. Dabei fielen die Aussagen der BoJ in Bezug auf den Yen recht zinsbullisch aus, die auf eine eher konservative Währungspolitik mit einer starker Währung deuteten. Japans Yen wird aktuell bei 135,35 zum EUR gehandelt und gibt dabei um 0,18% im Vergleich zum Vortag nach. Zum USD notiert der JPY bei 90,65. Ein gestriges Tageshoch wurde bei 91,00 ausgewiesen.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Die Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Dennoch befindet sich der RSI auf der Stunden-Chart bereits im „überkauften“ Bereich, was bedeuten könnte, dass hier eine Abwärtskorrektur unmittelbar bevorsteht. Es könnte von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald eine Überwindung der unteren Handelsspanne erfolgt.
GBP/USD
Der RSI der Tages-Chart signalisiert, dass dieses Paar sich bereits im „überkauften“ Bereich bewegt und voraussichtlich in den nächsten Tagen eine rückläufige Preiskorrektur zu beobachten sein wird. Auch das neue bärische Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart unterstützt diese Tendenz. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte die richtige Entscheidung für heute sein.
USD/JPY
Die Bollinger Bands auf der 4-Stunden-Chart verdichten sich. Darüber hinaus ist ebenfalls ein bärisches Cross auf dieser Chart zu erkennen, was wiederum bedeuten könnte, dass eine stark volatile Bewegung bevorsteht. Auf der anderen Seite signalisiert das zinsbullische Cross des Slow Stochastic auf der 30-Minuten-Chart, dass sich eine Aufwärtsbewegung einstellen könnte. Kurzfristig sollten Anleger also eine Aufwärtskorrektur erwarten. Langfristig könnte es von Vorteil sein auf fallende Kurse zu setzen.
USD/CHF
Die abwärts gerichtete Flag-Formation auf der 4-Stunden-Chart besteht nach wie vor, während ein Durchbruch bislang nicht erfolgt. Das Momentum ist äußerst rückläufig, was durch den RSI auf der Tages-Chart angezeigt wird. Forex-Anleger sollten einen erneuten Durchbruch der 1,0080-Marke abwarten, der den nächsten deutlichen Preisrutsch einleiten könnte.


