2009-10-27
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – US-Dollar steigt aufgrund Safe-Haven-Status
Am Montag verzeichnete der USD überraschend deutliche Kursgewinne. Diese Entwicklung wurde von aufkommenden Sorgen seitens Investoren ausgelöst, nach denen die Kreditunterstützung für Hauskäufer in den USA nicht verlängert werde. Die US-amerikanische Regierung sieht im Rahmen ihrer Stabilisierungspolitik ein mögliches Ende der Steuerhilfen für Hauskäufer vor. Darüber hinaus ist die krisengeplagte Bank of America noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Im Laufe des gestrigen Handelstages erholte sich der USD von seinem zuvor erreichten 14-monatigen Rekordtief zum EUR, während führende US-Aktienindizes wie S&P in den Keller rutschten. Im Ganzen führte dies zu einer gesteigerten USD-Nachfrage am Montag. Der Rohstoff Gold verzeichnete daraufhin heftige Kursverluste.
EUR/USD rutschte entsprechend um massive 190 Punkte abwärts und notierte um die Marke 1,4850. Diese plötzliche Trendwende von USD und EUR könnte die Märkte bis Monatsende Oktober beeinflussen. Das Währungspaar GBP/USD blieb bis Handelsschluss nahezu unverändert und schloss bei 1,6519. Der GBP zeigte sich am Markt mit neuer Stärke. Erkennbare Kursgewinne verzeichnete der USD ebenfalls gegenüber dem JPY, CHF sowie Kanadischen Dollar. Nähert sich die US-amerikanische Währung womöglich ihrem Safe-Haven-Status wieder an?
Für heute stehen einige wichtige Termine auf dem US-Wirtschaftskalender. Unter anderem um 14:00 Uhr der Case-Shiller Hauspreisindex für August, der Index des Verbrauchervertrauens um 15:00 Uhr sowie die für 21:00 Uhr angesetzte Ansprache von US-Finanzminister Timothy Geithner. Insbesondere das Ergebnis zum US-Verbrauchervertrauen wird seine Wirkung auf die USD-Stärke heute haben. Nicht außer Acht zu lassen, sind Indizes weiterer führender Wirtschaftsnationen, die stets ihren Einfluss auf den US-Dollar nehmen.
EUR – Pfund Sterling steigt auf breiter Front
Das Britische Pfund Sterling verbuchte im gestrigen Handel Kursgewinne auf breiter Front, nachdem Großbritanniens Konjunkturoptimismus ein 18-monatiges Hoch markierte. Darüber hinaus sollen die Verbraucherpreise des Inselstaats sich schneller erholen als in jeder anderen Industrienation. Dabei wird die Inflationsrate in England in diesem Jahr bei 2,1% erwartet, die deutlich höher liegt als die der Eurozone und USA. Die Marktteilnehmer verlieren vermehrt ihre Zuversicht in den EUR und berichten, dass das Pfund Sterling derzeit am Markt unterbewertet sei. Einige Investoren sehen sogar eine Unterbewertung von über 20% und gehen demnach von einer zinsbullischen Preiskorrektur in nächster Zukunft aus. Diese Kursentwicklungen könnten eine mögliche frühere Anhebung des Leitzinses durch die Bank of England ergeben.
Eindeutige Kursgewinne konnten gestern gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung beobachtet werden: das entsprechende Währungspaar kletterte um 130 Punkte bis auf die Marke von 0,9119. Das Cross GBP/USD blieb stabil um die Marke 1,6290, als die bevorzugten Währungen des montäglichen Devisenhandels zweifelsohne der zinsbullische GBP und USD waren. Auch zum JPY ergab sich ein erheblicher Kursanstieg. Das Paar rutschte bis auf das Level von 150,55 ab. Gegenüber den Hauptgegenwährungen verlor der EUR gestern an Kurswert. Plötzliche Kursverluste US-amerikanischer sowie europäischer Aktien brachten die Marktteilnehmer am Montag zur Verzweiflung. Größte Nutznießer dieser Entwicklung waren wiederum GBP und USD.
Auch für die Eurozone und Großbritannien stehen heutige einige wichtige Wirtschaftsdaten auf der Agenda. Die Ergebnisse der entsprechenden Indizes werden die Trends der britischen und europäischen Währung heute festlegen. Großbritanniens entscheidender Bericht „CBI Realized Sales“ wird um 12:00 Uhr erwartet. Die Eurozone gibt um 10:00 Uhr die Geldmenge M3 für September an, sowie die Geldmenge M3 Drei-Monats-Rate. Um gegenwärtig hohe Gewinne zu erzielen, eröffnen Forex-Händler ihre Positionen für die Hauptwährungen vorzugsweise jetzt, noch bevor der Handelstag fortschreitet.
JPY – Yen mit großen Gewinnen gegenüber Pazifik-Währungen
Einerseits musste Japans Währung gestern Kursverluste gegenüber USD und GBP einstecken. Diese hatten jedoch kaum eine Wirkung auf das Marktgeschehen, da sowohl USD als auch GBP gestern die großen Gewinner des Handelstages waren. Auf der anderen Seite konnten Kursgewinne gegenüber den pazifischen Währungen AUD und NYD beobachtet werden. Die Ursachen hierfür waren unterschiedlich. Als Hauptauslöser galt jedoch die Auslegung der neuen japanischen Außenpolitik durch Japans Premierminister Yukio Hatoyama auf einer Plenarsitzung des Abgeordnetenhauses.
Trotz Kursabfall gegenüber USD und GBP, machte die japanische Währung Boden gegenüber dem EUR gut. Um 65 Punkte kletterte der JPY, wie bereits zuvor erwähnt, zum NZD bis auf die Marke von 66,80. 70 Punkte Gewinn verbuchte der Yen gegenüber dem AUD und notierte hier nahe der Marke von 84,50. Wichtigster Index aus Japan ist heute Nacht der Einzelhandelsumsatz um 00:50 Uhr. JPY-Händler sollten ihre JPY-Positionen frühestmöglich eröffnen.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Ein zinsbullisches Cross auf der Stunden-Chart verdeutlicht eine mögliche Aufwärtsbewegung bis zur Widerstandsmarke von 1,4985. Die Bollinger Bands der Tages-Chart verengenden sich weiterhin und kündigen eine mögliche deutliche Überwindung der Handelsspanne innerhalb der nächsten Stunden an. Sie bestätigen die potenziell zinsbullische Bewegung.
GBP/USD
Auf der 30-Minuten-Chart schwankt dieses Paar an der oberen Grenze der Bollinger Bands. Sowohl die Stunden- als auch die 4-Stunden-Chart geben überwiegend gemischte Signale aus, ohne dass ein Durchbruch erfolgt. Die aktuellen Kursschwankungen bieten Forex-Anleger möglicherweise eine gute Gelegenheit in höchstem Maße zu profitieren, indem sie ohne Risiko innerhalb der Spanne bei Höchstständen verkaufen und bei Niedrigständen kaufen.
USD/JPY
Der zinsbullische Trend dieses Paares scheint nachzulassen. Mittlerweile konsolidiert sich das Paar um die 92-Marke. Die 4-Stunden-Chart gibt ein rückläufiges Cross aus, dass sich gerade erst gebildet hat und als Hinweis für bevorstehende Abwärtstendenzen gedeutet werden kann. Der RSI der Tages-Chart bewegt sich bereits im „überkauftem“ Bereich und bestätigt diesen Trend. Anleger sollten darauf achten, ob das Paar die untere Unterstützungsmarke bei 91,55 erreicht.
USD/CHF
Auf der Stunden-Chart lässt sich eine eindeutig rückläufige Handelsspanne erkennen. Dieses Paar verbuchte in den vergangenen 2 Handelstagen kontinuierliche Verluste. Der RSI der Tages-Chart schwankt hier aktuell unter der 50-Linie. Der Slow Stochastic ist abwärts geneigt. Das Paar scheint seinen Abwärtstrend zu erweitern. Verkaufen könnte heute von Vorteil sein.


