2009-10-28
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD profitiert von schwachem Verbrauchervertrauen
Der USD verzeichnete am Dienstag zum zweiten Handelstag in Folge Kursgewinne gegenüber dem EUR, nachdem das Ergebnis zum US-Verbrauchervertrauen für Oktober überraschend schlecht ausfiel und sich somit die Risikoaversion unter den Investoren steigerte. Inzwischen mutmaßen die Marktteilnehmer darüber, ob die US-Notenbank Federal Reserve bei ihrem für die nächste Woche angesetzten Treffen des Offenmarktausschusses FOMC überhaupt ein Ende ihrer Sonderpolitik in Erwägung ziehen wird. Der Dollar-Index kletterte gestern bis auf 76,233 und lag im späten Montagshandel noch bei 76,100.
Wie das Forschungsinstitut Conference Board am Dienstag mitteilte, hat sich das Konsumklima in den USA im Monat Oktober stark eingetrübt. Der Index für das Verbrauchervertrauen ging auf 47,7 Punkte zurück. Im September wurde das Ergebnis von 53,4 Punkten ausgegeben. Das Resultat spiegle die Sorge der Amerikaner über die Lage am Arbeitsmarkt wieder, so Analysten, die von einer Stabilisierung der Stimmung ausgegangen waren. Der Indikator gilt als zentrales Vorzeichen für Konsumausgaben, die zwei Drittel der US-amerikanischen Wirtschaftsleistung entsprechen.
Am heutigen Handelstag werden voraussichtlich die beiden Indizes US-Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter September um 13:30 Uhr sowie die US-Neubauverkäufe September um 15:00 Uhr für Volatilität der USD-Paare sorgen. Sollten die Ergebnisse dieser Konjunkturdaten ebenfalls enttäuschen, könnte EUR/USD weitere Kursverluste verzeichnen.
EUR – EUR verliert im Vorfeld deutscher Konjunkturdaten
Der EUR erreichte am Dienstag ein Tagestief bei $1,4769 und markierte damit den niedrigsten Stand seit dem 13. Oktober. Zu Handelsschluss notierte die Gemeinschaftswährung bei $1,4802, nachdem der EUR am Montag bei $1,4865 schloss. Noch zu Wochenbeginn startete der EUR mit einem 14-Monatshoch von $1,5064. Darüber hinaus wird der EUR bei ¥135,88 Yen, von zuvor ¥137,08 Yen gehandelt. Das Britische Pfund Sterling verzeichnete leichte Kursgewinne zum USD und kletterte bis auf $1,6389 von zuvor $1,6324.
Belastende Faktoren für den EUR waren zum einen der enttäuschende Report zum US-Verbrauchervertrauen sowie die Prognose, dass Deutschlands Arbeitslosenquote möglicherweise im Oktober auf 8,3% angestiegen ist. Im Vormonat wurde diese bei 8,2% ausgegeben. Der entsprechende Bericht wird morgen veröffentlicht. Darüber hinaus sind Analysten der Ansicht, dass sich die seit sechs Monaten steigenden Aktienmärkte und Rohstoffkurse mittlerweile auf ihrem Höhepunkt befinden. Der Konjunkturaufschwung in den USA verzögert sich fortlaufend und veranlasst die Marktteilnehmer, sich von risikoreichen Anlagen wie dem EUR abzuwenden.
Wichtigste Fundamentaldaten der Eurozone heute sind Deutschlands Indizes der Verbraucherpreise. In der Prognose sollen diese sich insgesamt verschlechtern und den EUR zusätzlich unter Druck setzen.
JPY – Steigende Risikoaversion stützt Yen
Der JPY verzeichnete gestern erneut Kursgewinne gegenüber seinen Gegenwährungen. Die Sorge der Anleger um eine Verlangsamung der wirtschaftlichen Erholung weltweit, reduziert derzeit die Nachfrage nach gewinnträchtigen Anlagen. Dabei kletterte der Yen bereits heute Morgen bis auf 135,55 pro EUR. Noch gestern notierte die Währung des Inselstaats bei 135,89, nachdem ein Tageshoch von 135,43, höchster Stand seit dem 21. Oktober, beobachtet werden konnte. Darüber hinaus wird der JPY bei 91,50 pro USD gehandelt, von zuvor 91,80 am Dienstag.
Der Yen markierte nahezu ein neues Wochenhoch zum EUR. Diese Entwicklung zeichnete sich im Vorfeld der für heute und morgen erwarteten Fundamentaldaten aus Deutschland -Verbraucherpreisindex sowie Arbeitslosenquote- ab. Anleger bleiben davon überzeugt, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Leitzinssätze niedrig halten und von einer Anhebung absehen wird.
Japans Einzelhandelsumsätze gingen auch im Monat September zum 13. Mal in Folge zurück. Im Vergleich zur Vorjahresmessung wird ein Rückgang von 1,4% deutlich. Aufgrund der schwachen Konjunkturdaten rechnen JPY-Händler weiterhin mit einer nur schleppenden Erholung.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Aktuell bewegt sich der Kurs dieses Paares im „überkauften“ Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart. Dies kann als Zeichen für eine bevorstehende Aufwärtsausrichtung gedeutet werden. Auch das neue zinsbullische Cross des Slow Stochastic und MACD auf der Stunden-Chart bestätigt diese Neigung. Kaufen könnte daher eine gute Strategie für heute sein.
GBP/USD
Dieses Paar gibt seit einigen Tagen gemischte Signale aus und wird weiterhin innerhalb einer breiten Spanne gehandelt. Aktuell wird ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart deutlich. Der MACD der Stunden-Chart gibt wiederum ein neu entstandenes zinsbullisches Cross aus. Angesichts zinsbullischer und bärischer MACD-Crosse auf der 4-Stunden-Chart, kann es für Händler schwierig werden, sich für eine Strategie zu entscheiden. Sie könnten deutlichere Zeichen vorerst abwarten.
USD/JPY
Nach dem anhaltenden Abwärtstrend der vergangenen Handelstage hat der Slow Stochastic der Tages-Chart mittlerweile ein zinsbullisches Cross gebildet, das auf eine kurzfristige Aufwärtsausrichtung bereits in Kürze hindeutet. Auch die wöchentlichen Oszillatoren scheinen über den Berg zu sein, so dass sich eine Trendwende ergeben könnte. Eine gute Entscheidung für heute könnte lauten: Steigen Sie in diesen Trend mit einer Long-Position ein.
USD/CHF
Der starke Aufwärtstrend der vergangenen Woche hat den Preis in den „überkauften“ Bereich des RSI auf der 4-Stunden- und der Tages-Chart gedrückt. Das könnte bedeuten, dass eine Abwärtskorrektur bereits im Anmarsch ist. Die deutliche Überwindung der oberen Grenze der Bollinger Bands auf der 4-Stunden-Chart bestätigt starken Abwärtsdruck. Verkaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.


