2009-10-29

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – US-Dollar steigt trotz negativer Daten
Der US-Dollar setzte seinen Aufwärtstrend gegen den EUR gestern fort, nachdem überraschend enttäuschende Zahlen zu den US-Neubauverkäufen veröffentlicht wurden. Die Daten hoben den Marktoptimismus wieder auf, der sich nach Ausgabe des positiv ausgefallenen Auftragseingangs langlebiger Wirtschaftsgüter zunächst einstellte und schürten die Sorge der Marktteilnehmer um die schleppende wirtschaftliche Erholung in den USA. Investoren kehrten risikoreichen Anlagen, in die in den vergangenen Monaten kräftig investiert wurde, den Rücken. Infolgedessen beendete der USD den gestrigen Handelstag mit plus 100 Punkten zum EUR bei der Marke von 1,4216. Auch zum GBP machte der Dollar Boden gut und schloss hier bei 1,0260.
Regierungsberichten zufolge sind die Verkäufe von Neubauten in den USA im Monat September unerwartet stark zurückgegangen. Damit markierte das Ergebnis den ersten Rückgang innerhalb der letzten sechs Monate und verdeutlichte noch einmal die Schwierigkeiten einer nachhaltigen Konjunkturerholung, die trotz positivem Geschäftsklima wiederholt erkennbar werden. Wie das US-Handelsministerium am Mittwoch berichtete, fiel die Zahl der US-Neubauverkäufe im Vergleich zum Vormonat um 3,6% und wurde mit einem saisonbereinigten Jahreswert von 402.000 Verkäufen ausgegeben. Im Monat August belief sich die Zahl noch auf 417.000 verkaufte Einheiten. Investoren berichten von einem gesteigerten Interesse unter den Anlegern am US-Dollar als Safe-Haven-Währung.
Weitere Ursache für den zinsbullischen Dollar gestern waren die Verluste an den US-Aktienmärkten, die wiederum die Nachfrage nach dem USD als Safe-Haven-Währungen stützten. Das erneute Kaufinteresse ergibt sich ferner nach einem deutlichen Kursrückgang des USD zu Monatsbeginn. Der Dollar hatte noch vor kurzem ein neues Rekordtief der letzten 14 Monate zum EUR erreicht, da USD-Investoren ausländische Währungen und weitere risikoreichere Anlagen wie Aktien erkennbar bevorzugten.
Heute stehen zwei wichtige Veröffentlichung aus der US-Wirtschaft auf der Agenda, die besondere Wirkung auf die US-Währung zeigen könnten: die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche) und die 1. Veröffentlichung des US-BIP für das 3. Quartal (annualisiert). Beide Indikatoren werden um 14:30 Uhr ausgegeben. Die Berichte nehmen in der Regel großen Einfluss auf den USD-Kurs und lösen des Öfteren Kursschwankungen aus. Anleger sollten die Märkte gut im Auge behalten. Hier könnte sich eine ausgezeichnete Gelegenheit bieten, aus den Kursschwankungen Kapital zu schlagen, die sich voraussichtlich nach Veröffentlichung der vorgenannten Indizes ergeben werden.

EUR – EUR verliert gegen steigende Safe-Havens
Der EUR rutschte gestern bis auf ein 2-Wochentief zum Dollar ab, nachdem sich die Sorge der Anleger über das Erholungstempo der US-Wirtschaft verstärkte und eine breite und längst überfällige Kurskorrektur auslöste. Im Anschluss an den gestrigen Handelstag fiel die europäische Gemeinschaftswährung dramatisch bis auf 1.4710. Eine ähnliche Kursentwicklung konnte gegenüber dem japanischen Yen beobachtet werden. Der EUR notierte hier bei 130,95.
Gegenüber dem USD verzeichnete der EUR Verluste angesichts fallender Kurse an den Aktienmärkten am Mittwoch. Die US-Börsen erlitten aufgrund der enttäuschenden Zahlen des Immobilienmarkts Verluste, während die Rohstoff-Kurse ebenfalls absackten. Analysten zufolge vermieden es Investoren, den EUR-Kurs, trotz starker USD-Abwärtstendenzen der letzten Wochen, weiter in die Höhe zu treiben, was als Zeichen für eine Erholung der US-Währung in naher Zukunft gedeutet werden kann.
Wichtigste Fundamentaldaten aus der Eurozone heute sind die Arbeitslosenzahlen in Deutschland für den Monat Oktober, die um 09:55 Uhr veröffentlicht werden. EUR-Anleger sollten die Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit aufmerksam verfolgen. Sollten die Ergebnisse die Erwartungen der Marktteilnehmer übertreffen, könnte sich das äußerst positiv auf den Kurswert des EUR auswirken.

JPY – Yen profitiert von jüngsten Verlusten an Aktienmärkten
Am Mittwoch zählte der Yen zu den Gewinnern des Handelstages. Angesichts neu aufkommender Marktängste, reduzierten die Marktteilnehmer ihre risikoreichen Positionen. Anstelle dessen wandten sie sich, von fallenden Aktienkursen nach enttäuschenden US-Immobiliendaten angetrieben, Safe-Haven-Währungen zu. Bis Handelsschluss kletterte der JPY zum EUR bis auf die Marke von 132,95. Gegenüber dem USD verzeichnete der JPY ebenfalls zinsbullische Tendenzen und notierte hier bei 90,30.
Auch die europäischen Börsen schlossen gestern uneinheitlich, insbesondere für Bankaktien sowie Energiewerte ergaben sich Verluste, die sichere JPY-Käufe als Alternative stützten. Darüber hinaus rutschte die gewinnträchtige und risikoreiche Währung Australischer Dollar aufgrund enttäuschender nationaler Inflationsdaten deutlich ab, was dem ertragsarmen Yen weiteren Aufschwung brachte.
Ein erneuter Kursanstieg könnte sich bereits ergeben, sobald die übrigen Wirtschaftsnationen beginnen, ihren Leitzins zur Abwendung von Inflation wieder anzuheben. Dies könnte sich verheerend auf Japans Wirtschaft auswirken, indem sich der japanische Export im Vergleich zu ausländischen Ausfuhren verteuert.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Paar gibt heute gemischte Signale aus. Ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart deutet sich an, während der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart ein neu entstandenes zinsbullisches Cross verdeutlicht. Allem Anschein nach wird die nächste Kursbewegung eine rückläufige sein, während langfristig Aufwärtsdruck besteht. Warten Sie die Preisausrichtung nach oben ab, um anschließend auf steigende Kurse zu setzen. Diese Handelsstrategie könnte für Sie heute von Vorteil sein.

GBP/USD
Die zinsbullische Handelsspanne dieses Paares zwischen 1,6300 und 1,6400 setzt sich unvermindert fort. Ein Großteil der technischen Indikatoren deutet darauf hin, dass sich dieser Trend voraussichtlich fortbestehen wird. Forex-Händler könnten davon profitieren, wenn sie bei Höchstständen kaufen und bei Niedrigständen verkaufen.

USD/JPY
Der anhaltende Abwärtstrend dieses Paares lässt bei vielen Indikatoren eine bevorstehende Preiskorrektur erkennen. Ein neues zinsbullisches Cross des Slow Stochastic und MACD auf der Stunden- und 4-Stunden-Chart ist nicht zu übersehen. Gleiches gilt für die Preisbewegung im „überkauften“ Bereich des RSI der 4-Stunden-Chart. Die richtige Entscheidung für heute könnte für USD/JPY lauten: Kaufen.

USD/CHF
Für dieses Paar ergibt sich angesichts des zinsbullischen Crosses des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart aktuell kurzfristiger Aufwärtsdruck. Langfristig scheint sich jedoch eine rückläufige Preiskorrektur zu ergeben. Verkaufen nach der Neuausrichtung könnte heute die richtige Taktik sein.

 

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